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Die Lehrtexte von Vissarion (Vissarion)   
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     Grundlagen-Buch, Kapitel 11:   Vorsehung, Schicksal und Freie Wahl

In der Taiga
In der herbstlichen Taiga    (Foto: Bekeshin)

       Gibt es eine Vorsehung für den Menschen?

1. Schicksal ... Was ist das - die Vorsehung?

2. Wahrsager und Hellseher sagen das Leben des Menschen in der Zukunft voraus.

3. Dies hat den Menschen geholfen, einige Vorsehungen zu erkennen, denen der Mensch nicht entgehen kann.

4. Unwissen über diese Wahrheit führt zu vielen unsinnigen Schlussfolgerungen.

5. Wahrlich, Ich sage euch: Der Mensch hat ein zweifaches Schicksal.

       Das zweifache Schicksal der Menschen

6. Das eine Schicksal tritt wie ein aufgezwungenes zur Zeit der Geburt des Körpers in Erscheinung,

7. Das andere - wie eine Vorsehung, in die der Mensch im Moment der Geburt der Seele eintritt, das heißt - der wahren Geburt des Menschen.

8. Die Erscheinung jedes neuen Körpers wird nicht vorgesehen. Sie ist eine Folge des Lebens der Eltern und, in Ausnahmefällen, des zusätzlichen Eingreifens der Höheren Welt.

       Der Himmlische Vater legt die Vorsehung in den neuen Körper

9. Beim Erscheinen eines sehr günstigen Körpers mit guten physischen und geistigen Fähigkeiten legt der Himmlische Vater ein neues Geistiges Gewebe in ihn mit einer Vorsehung, die eben dieser Körper hervorbringen soll.

10. Der Schöpfer berücksichtigt immer die ursprünglichen Eigenschaften des erschienenen Körpers.

11. Eine neue Seele ist einem Fünkchen ähnlich, das wenig Kraft besitzt.

12. Was den Menschen dazu bringt, Bequemlichkeit und Nutzen den größeren Vorzug zu geben,

13. Denn der Verstand entwickelt sich auf der Grundlage von Bequemlichkeit und Nutzen, die Seele - aufgrund des Gebührenden.

14. Im Moment der Geburt des Körpers wird aufgrund gegenseitiger Einwirkung von Denk- und Geistesfähigkeiten das zukünftige Leben des Menschen festgelegt.

15. Es wird nach seinen wahrscheinlichsten Reaktionen in dem einen oder anderen Moment seinen Verlauf nehmen.

       Ihr könnt euer Schicksal ändern

16. Das zukünftige Leben des Menschen wird nach dem Gesetz "so könnte es sein" und nicht nach dem Gesetz "so muss es sein" bestimmt,

17. Was bedeutet, dass ihr euer Schicksal ändern könnt.

18. Doch dafür müsst ihr in bestimmten Momenten so handeln, wie es für euch untypisch ist, oder ihr müsst etwas tun, das scheinbar eure Kräfte übersteigt.

19. Deshalb ist es äußerst schwer, den vorgesehenen Weg zu verlassen.

       Das Gesetz der Freien Wahl ermöglicht es, das Schicksal zu biegen

20. Wisset! So eine Biegsamkeit des Schicksals ist nur euch, den Kindern Gottes, eigen. Denn der Entwicklungsweg des Geistigen Gewebes nimmt seinen Verlauf aufgrund des Gesetzes der Freien Wahl,

21. Worin die bedeutsame Einzigartigkeit eures Daseins besteht, die sonst niemand im Weltall besitzt.

       Auf der Grundlage von Fehlern Vollkommenheit erreichen

22. Das Gesetz der Freien Wahl befähigt euch, auf der Grundlage von Fehlern die Höhen der Vollkommenheit zu erreichen.

23. Fehler - das ist eine zulässige Notwendigkeit im Dasein der Kinder Gottes. Nur die Art der Fehler muss sich ändern,

24. Denn wenn die Freie Wahl existiert, existieren folglich auch schwer vorhersagbare Handlungen.

       Jeder muss seine wahre Bestimmung ans Licht bringen

25. Nachdem die Seele gezeugt wurde, was einige Tage nach der Geburt des Körpers geschieht, muss der Mensch durch seine Arbeit seine wahre Vorherbestimmung ans Licht bringen, und danach muss er die Harmonie erreichen.

26. Denn der Himmlische Vater legt in jeden von euch einen einzigartigen, unwiederholbaren Schatz, der einem ungeschliffenen, äußerlich unansehnlichen Edelstein gleicht.

27. Dieser Edelstein ist mit einer Lehmschicht bedeckt, die der Mensch säubert, während er sich auf dem rechtschaffenen Weg befindet.

28. Doch wenn du etwas dem Worte des Schöpfers Zuwideres tust, so vergrößert sich die Lehmschicht.

       Der Edelstein kommt zum Vorschein

29. Und eines Tages, wenn du dich im Leben fortbewegst und dabei mehr auf die Stimme deines Herzens hörst, geht deine wahre Geburt vor sich. Der Edelstein kommt zum Vorschein.

30. Und weiter, dank der Errungenschaften der Kultur, der großartigen Erzeugnisse der Schönheit, wird der Klumpen geschliffen und er erstrahlt in einem wundervollen Licht.

31. Dies zeigt die Wahrheit auf, dass Geistigkeit und Kultur nicht ein und dasselbe sind.

32. Die Trennung dieser Zweige vor langer Zeit hat dazu geführt, dass die Kultur heutzutage geistlos wurde, die Geistigkeit - kulturlos.

       Lehm wird immer Lehm bleiben

33. Man muss vor allem erst sein Herz öffnen und erst dann die äußere Harmonie der Schönheit erreichen,

34. Denn es ist unsinnig, die kunstfertige Bearbeitung des Schliffs an einem Stück Lehm auszuführen: soviel du auch arbeitest - Lehm wird immer Lehm bleiben.

35. Die ursprüngliche Notwendigkeit, den Klumpen mit einer dünnen Schicht Lehm zu bedecken, ist deshalb wichtig, damit der Mensch, bevor er die Blüte seiner Seele offenbart, eine geistige Standhaftigkeit erlange, während er die ersten Schritte auf einem schweren, doch wahrhaft rechtschaffenen Weg macht.

36. Diese Standhaftigkeit hilft bei der würdigen Gestaltung der Vorsehung der Seele.

       Sich von der aufgezwungenen Schicksalsbahn losreißen

37. Wenn während des Lebens im Körper die Seele geboren wird, so reißt sich der Mensch von der aufgezwungenen Schicksalsbahn los und geht zu neuen Stufen, wo er in die vorgesehene Schicksalsbahn gelangt,

38. Und bewegt sich auf jene Gipfel zu, die eben ihm und seinem Körper bereitet wurden,

39. Denn jeder Körper hat mit seinen begrenzten Eigenschaften einen vorher bekannten Gipfel des Erreichbaren.

40. Der Himmlische Vater berücksichtigt diese und bereitet euch den Weg des wahrhaftigsten Daseins.

       Jede Abweichung von der Eingebung des Herzens erschwert den Weg

41. Weshalb du, indem du auf die Eingebung deines Herzens hörst und nicht von den Geboten der Worte des Schöpfers abweichst, auf dem genau für dich besten Weg fortschreiten kannst.

42. Jede beliebige Abweichung von der Eingebung des Herzens und dem Wort des Himmlischen Vaters bringt dich dazu, den schlechteren Weg zu begehen,

43. Und je größer die Abweichung, desto schwerer der Weg.

44. Doch lasst euch nicht verführen und verblenden von der Leichtigkeit des Weges bei äußerlichem materiellen Wohlstand.

45. Seid weise! Denn das Leben ist nicht nur durch das Leben des Körpers begrenzt.

46. Wenn aber die Offenbarung der Seele während des Lebens im Körper nicht stattfindet, so geht der Mensch einen Weg voll Hindernissen und Erschütterungen, die schon seit dem Moment seiner Geburt bekannt sind.

       Die Höhere Welt warnt euch mit Zeichen vor dem Fall

47. Doch wisset! Bevor ihr in die eine oder andere Situation geratet, wo euch Verluste erwarten, werden euch Zeichen von der Höheren Welt gegeben.

48. Wenn ihr euch aufmerksam gegenüber eurem Herzen und den Umgebenden verhaltet, so könnt ihr würdig die Zeichen verstehen und den Niederfall verhindern.

49. Doch wenn der Niederfall unvermeidlich war, so wird die Sache den leichtesten Ausgang nehmen.

50. Viele Menschen geraten in einem solchen Moment in Verwirrung, weil es ihnen nicht möglich ist, die Relationen richtig einzuschätzen. Da sie doch richtig gehandelt haben, halten sie es für ungerechtfertigt, wenn sie sich etwa am Bein stoßen.

51. Wahrlich Ich sage euch aber, wenn ihr anders gehandelt hättet, wäre das Bein sogar gebrochen.

       Jeder erntet die Früchte der Samen, die er einst gesät hat

52. Die Kinder sind nicht für die Fehler ihrer Eltern verantwortlich.

53. Jeder von euch erleidet jene Schläge und den Schmerz jener Früchte, deren Samen er einst unbedacht gesät hat.

54. Die Eltern bringen nicht die Seele des Kindes zur Welt, nur seinen Körper.

55. Und wenn die Eltern kein rechtschaffenes Leben führen, so verarmt der Strom des seligen Segens zu ihnen.

56. Was zur Störung des Stromes der materiellen Energie führt und zu Störungen auf dem Zellniveau des Körpers.

57. Eltern mit einem kranken Körper bringen nur kranke Kinder zur Welt.

58. Später wird, in Abhängigkeit von ihren ursprünglichen Eigenschaften, dorthin eine Seele inkarniert, die gerade jene Prüfungen bestehen muss, die im weiteren Leben bereits bekannt sind.

59. Die Seele inkarniert sich nur in einen solchen Körper, der nicht nur fähig ist, das Vorbestimmte zu verwirklichen, sondern auch eine größere Last als Prüfung für das falsch verbrachte vorhergehende Leben in sich trägt.

60. Wenn auch dieses Mal das wahre Bewusstwerden nicht vonstatten geht, so wird der nächste Körper noch nachteiliger sein.

61. So erreicht denn die Wahrheit eures Lebens, denn euer Himmlischer Vater hat euch Großartiges vorherbestimmt. Seid Schöpfer! Friede und Glück sei mit euch.

Amen.              

 

 

 

 

 

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