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Die Lehrtexte von Vissarion (Vissarion)   
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     Grundlagen-Buch, Kapitel 6:   Der Geist des Bösen

In der Taiga
In der herbstlichen Taiga    (Foto: Bekeshin)

       Der Ursprung gewaltiger Leiden

1. Jetzt ist die Zeit gekommen, vor euren Augen die Wahrheit zu offenbaren, die den Kindern Gottes völlig unbekannt geblieben ist.

2. Eine Wahrheit, die zum Ursprung gewaltiger Leiden wurde und die unerbittlich versucht, das Aufblühen der Seelen des Menschengeschlechts zu verhindern.

3. Die Wesenheit dieser Wahrheit durfte nicht früher offenbart werden, denn die Jugend der Kinder Gottes hätte es ihnen nicht gestattet, sich würdig der Verantwortung für ihr Leben auf der Mutter Erde bewusst zu sein -

4. Eine Verantwortung, die sich einst auf die Schultern der Menschen gelegt hat, vor deren Füßen sich der erstaunliche Weg der großartigen Schöpfung ausbreitete.

       Das Gesetz der Freien Wahl

5. Die Seelen der Kinder Gottes, die zum ersten Mal ihr Wesen im Schoße der Mutter Erde offenbarten, hatten noch keine Erfahrung darin, geistige Höhen zu erreichen.

6. Also war die Schwierigkeit, die die Wanderer sodann erwartete, sehr groß, und das Universum kannte diese Schwierigkeit noch nicht.

7. Indem dieser Weg im Weltall erschien, offenbarte er ein neues Gesetz, auf dessen Grundlage sich das Geistige Gewebe der Kinder Gottes entwickeln konnte.

8. Das war das Gesetz der Freien Wahl, das bis dahin niemand kannte.

9. Nach Gottes Willen wurde euch das Sakrament des schwer Vorhersagbaren geschenkt.

10. Gibt es aber eine Freie Wahl, so gibt es folglich auch Fehler.

11. Fortan waren Fehler aus dem Wesen des menschlichen Lebens nicht mehr wegzudenken.

12. Doch mit der Zeit war die Art der Fehler dazu berufen, sich zu verändern und auf eine immer höhere Stufe überzugehen.

13. Indem die Kinder Gottes immense Möglichkeiten erlangten, betraten sie einen Weg, auf dem sich ein geheimnisvoller Schleier für ewig über die Augen der Menschen legte.

14. Aber euer Himmlischer Vater, Dem zu glauben ihr erlernen müsst, wurde zu den menschlichen Augen, um euch würdig durch das Geheimnisvolle auf dem Weg der großartigen Schöpfung zu geleiten.

15. Als der Mensch diesen noch von niemandem begangenen Weg betreten hat, hat er ungewollt die ihm gegebenen immensen Möglichkeiten unterschätzt und einen fatalen Fehler gemacht, dessen Resultat die Entstehung eines gewaltigen Leidens war.

       Das Geheimnis des Glaubens

16. Der Gedanke ist der Vorhof zur Tat.

17. Die Einzigartigkeit des Menschen besteht darin, dass mit dem Bewusstwerden der Stärke der Gedanken im Menschen das mächtige Sakrament des Glaubens erwachte -

18. Ein Sakrament, das die Quelle eines zauberhaften Stromes von Lebenskraft ist.

19. Dieser Strom kann vom Menschen entweder auf seine Tätigkeiten gerichtet werden oder zu einem anderen Lebewesen, oder zu einer bildhaften Vorstellung.

20. Wenn der Glaube auf seine Tätigkeiten gerichtet ist, so wird der Lebensstrom die eigenen Kräfte des Menschen nähren, was ihm hilft, sich hartnäckig auf sein Ziel zuzubewegen.

21. Wenn der Glaube auf die Tätigkeiten eines anderen Menschen gerichtet ist, so verstärkt er entsprechend die Kräfte dieses Menschen.

22. Was aber die bildhafte Vorstellung betrifft, so tritt hier ein schwierigeres Sakrament in Erscheinung. Denn ein Gedankenbild, das in einem Menschen entstanden ist, kann nur so lange aufrechterhalten werden, wie der Mensch darüber nachdenkt -

23. Und zwar jener Mensch, der seine ersten Schritte im Leben tut, in dem vieles verborgen ist, doch in dem auch schon vieles offenbart wurde.

       Der Geist des Bösen

24. Wenn Menschen ihre Gedankenströme aussenden, deren Stärke durch die Kraft des Glaubens wesentlich vermehrt wird, so haben die Gedankenströme, auf ein und dieselbe Vorstellung ausgerichtet, ein einheitliches Wesen.

25. Hat das Ziel, worauf die Ströme gerichtet sind, kein eigenes Wesen, so werden sie sich dank der Einheitlichkeit dieser Ströme in einem Punkt vereinen,

26. Wo die Entstehung eines neuen Lebens vor sich geht, das bereits jenes beinhaltet, was zu dieser Zeit im Wesen der ausgerichteten Ströme enthalten war. So ist der Geist des Bösen geboren worden.

27. Dieser Geist ist aufgrund der schwerwiegenden materiellen Lebenskraft der Natur entstanden, die in Angstausbrüchen auftritt und welche hilft, im rauen Strom der Entwicklung des Daseins zu überleben, -

28. Und diese Angstausbrüche sind umso größer, je niedriger die Entwicklungsstufe des Verstandes ist, auf der sich die Kinder befinden.

29. Und so konnte der Mensch mit der Gabe seiner höheren Denkfähigkeit und dem wunderbaren Sakrament seines Glaubens unerwartet die natürliche Lebenskraft für sich umwandeln und ein gewaltiges Unglück entstehen lassen.

30. Der Himmlische Vater ist eine große Quelle geistiger Lebenskraft und konnte deshalb nicht der Urheber dieses Geistes sein.

       Nahrung für den Geist des Bösen

31. Der Begriff vom gefallenen Engel, der im Altertum vom Menschengeschlecht erkannt worden ist, bezieht sich auf das Dasein des Universums, und nicht auf die Offenbarungen Gottes.

32. Der böse Geist aber, der einst entstanden ist, konnte sein Dasein nur aufgrund der ständigen Ernährung mit den schmutzigen emotionellen Gefühlsausbrüchen des Menschen aufrechterhalten. Und das geschah und geschieht noch unentwegt.

33. Wenn die Vorfahren einen Erfolg hatten, so veranstalteten sie eine Lobpreisung des segensreichen Geistes,

34. Im Falle eines Misserfolges jedoch schieden sie über einen Geist der Finsternis dunkle Wellen aus.

35. Doch viele schrieben ihre Misserfolge ein und demselben Geist zu,

36. Weil sie der Meinung waren, dass ihr Misserfolg darauf zurückzuführen wäre, dass der gute Geist unzufrieden war mit irgendwelchen falschen früheren Handlungen derer, die sich vor ihm verneigten.

37. Doch das bedeutet nicht, dass sich ein Kältestrom zum Himmlischen Vater richtet.

38. Die menschliche Seele sendet Ströme des Lichtes und der Finsternis aus; diese jedoch sind unabhängig vom Bewusstsein des Menschen.

39. Und ist der Mensch verbittert, so ist seine Seele sofort bereit, Ströme der Unzufriedenheit auszuscheiden, die beim Appell des unwürdigen Kindes Gottes an seinen mächtigen Himmlischen Vater sogleich vom bösen Geist angezogen werden,

40. Ihn mit Kraft auffüllen und ebenfalls mit neuen Kenntnissen über den aktuellen Misserfolg.

       Der Teufel besteigt den Thron

41. Solche bösen Geister hat es anfangs so viele gegeben, wie es gesellschaftliche Ansammlungen gab.

42. Und als auf der Erde die Gemeinschaften so zunahmen, dass die von ihnen geschaffenen dunklen Geister in ein Feld der gegenseitigen Einwirkungen traten, da zogen diese Geister einander an und vereinigten sich.

43. Als Ergebnis der allmählichen Vereinigung aber entstand eine immer größere Konzentration der Kälte, deren anziehende Kraft heftig zunahm, was auch weiter entfernte Zentren heranzog.

44. Als Endresultat dieser Kraft- und Wissensverschmelzung entstand eine gewaltige Quelle des Bösen.

45. Der Teufel nahm seinen Thron ein, wo er ein Gegner der guten Handlungen blieb.

46. Er nahm alle Tätigkeiten des Menschen unter seine Kontrolle, denn er besaß eine gewaltige Kraft und alles Wissen über die schlechten Taten der Menschen, die irgendwann einmal von ihnen auf der Mutter Erde begangen worden waren und immer abgefeimter wurden.

47. Die sich entwickelnden bösen Geister nahmen anfangs nur passiv die zu ihnen gerichteten widerwärtigen Ströme der niederträchtigen Emotionen und Gedanken auf.

48. Doch seit seiner Krönung übt der Teufel einen aktiven rückführenden Einfluss auf das Bewusstsein des Menschen aus, indem er einzigartige Bedingungen schafft, bei denen der Mensch, gewollt oder nicht, immer weiter von der Wahrheit Entferntes schafft und damit immer mehr das Wesen der Finsternis nährt.

Amen.              

 

 

 

 

 

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