Vadim 17

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  Kapitel 2  

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Einem Verehrer sagen, dass man nichts von ihm will? ~ Du darfst nicht einfach weggehen, wenn es dir unangenehm ist. ~ Wer den anderen Menschen wirklich liebt, ist bereit, ihn mit all seinen Äußerungen anzunehmen. ~ Darf man in die Welt fahren um Geld zu verdienen? ~ Das Streben, materielle Werte zu erwerben, ist ein sehr gefährliches Phänomen! ~ Kann man in der Welt den Lehrer nicht genauso im Herzen bewahren? ~ Materielle Werte sind zulässig, wenn sie Kultur schaffen und eure innere Welt verbessern. ~ Wenn ihr Geld nutzt, dann hoffentlich weise und zur Formung der Gemeinschaft.


1. Das Treffen mit dem Lehrer im Tal der Verschmelzung am dritten März.

2. „Ist es richtig, wenn ich, bevor der Mann handelt, sage, dass er auf mich als Braut nicht zu hoffen braucht, wenn ich fühle, dass er eine so starke Hoffnung hegt und er einigen Menschen sogar gesagt hat, dass ich ihm gefalle? Ist es richtig, ihm zu sagen, dass er in Bezug auf mich keine Absichten haben soll, dass er sich keine Hoffnungen machen soll?“

3. „Und warum fragst du seinetwegen nach?“

4. „Ich habe es ihm so gesagt.“

5. „Du sollst dem anderen nichts sagen, dich gedrängt sehen, ihn zu berichtigen. Frage deinetwegen nach.“

6. „Das heißt, es war nicht richtig, dass ich ihm gesagt habe, dass er...“

7. „Für euch ist es nicht richtig, hinzueilen, um zu versuchen, andere Menschen zu verändern. Wie viele Male muss man darüber sprechen!

8. Ihr könnt einen Hinweis geben, aber das ist so eine Sache, die gar nicht einfach ist, dies muss man sehr feinfühlig behandeln. Dies ist ein besonderer Umstand, es ist vor allem dann richtig (Ich habe euch schon mehrmals diesen Hinweis gegeben), wenn der andere euch darum bittet.

9. Und ihr lauft immer noch herum... um euch gegenseitig zu berichtigen, zu belehren, zu korrigieren, den anderen zu verändern. Aber das muss für euch zu einer anormalen Erscheinung werden. Dies zeigt sich schon wie eine kranke Abweichung.

10. Es ist nicht wichtig, was der andere in Bezug auf euch macht. Möge er in eure Richtung spucken, möge er über euch denken, was er für nötig hält. Ihr verdient es.“

11. „Und wenn er ein Begehren hat, sollte ich das dann auch nicht sagen?“

12. „Was immer er auch machen würde! Die Hauptsache ist deine Reaktion darauf, du musst gegenüber beliebigen Äußerungen des Menschen, die seine innere Welt, seine Gedanken betreffen, dich wohlwollend verhalten.

13. Reagiere auf das alles einfacher: Nun, möge er denken. Bringt dir das eine Schwierigkeit? Nun, so möge dies dir auch eine Schwierigkeit bringen. Es ist dein Problem, dass dies dir Schwierigkeiten bringt, nicht aber sein Problem. Man muss sich selbst ändern, sein Verhalten dem gegenüber, was neben euch vor sich geht, ändern.“

14. „Und wenn es sehr schwierig ist, das zu ändern, ich es nicht verzeihen, nicht verstehen kann?“

15. „Du wirst dich dein ganzes Leben lang ändern. Ändere dieses Phänomen bis ans Ende deines Lebens.“

16. „Und das geht nicht sofort.“

17. „Es muss auch nicht sofort klappen. Je größer eure Probleme, umso länger dauert es, sie zu verändern.“

18. „Und ist es für mich richtig, von diesem Hindernis wegzugehen (ich wohne im selben Haus), sodass ich für ihn keine Versuchung bin bezüglich irgendwelcher Gefühle mir gegenüber? Oder trotzdem bleiben und diesem Brennen entgegengehen?“

19. „Du hast kein Problem genannt, das für dich gefährlich wäre. Man kann dann davon weggehen, wenn etwas zu einer Gefahr wird, das, was deine normale Entwicklung hindert, was dich irgendwie, auf irgendeine Weise eindeutig stört, die Wahrheit zu erkennen... irgendeinen Vorgang. Du hast so etwas aber nicht genannt, das heißt, es wurde das, was dich einschränken könnte, nicht benannt.“

20. „Aber wenn ich fühle, wie er neben mir steht, schwer atmet, ich Schwingungen verspüre... Ich kann mit ihm nicht wie mit einem Freund kommunizieren. Zuerst habe ich mich geöffnet, habe mit ihm gesprochen...“

21. „Ist schon gut. Nun, ist schon gut! Warum meinst du, dass seine Schwingung schlecht ist?“

22. „Aber dann ein freundschaftliches Verhältnis...“

23. „Warum ist das in der Art unbedingt mit einem freundschaftlichen Verhältnis verbunden?“

24. „Aber ein Freund will nichts.“

25. „Wer hat dir das gesagt? Wo hast du gelesen, dass Freunde nichts wollen, dass sie auf dich wie ein Stück Holz sehen? Dabei wäre auch möglich, dass man ein Stück Holz benutzen möchte zum Befestigen oder als Regal, wenn ein Hausherr mit ökonomischem Blick auf Hölzer sieht, wobei er dafür sofort irgendeine Verwendung finden möchte. Was bedeutet 'ein Freund will nichts'?“

26. „Nun, er nimmt einfach Kontakt auf, lächelt – und das ist alles.“

27. „Was ist er denn, etwa ein Lautsprecher oder irgendein Rundfunk, der entweder zuhört oder etwas spricht? Ihr nehmt doch einander immer durch eure Gefühle wahr. Immer! So etwas kann nicht sein, dass ein Mensch einen anderen ohne irgendwelche Gefühle wahrnimmt. Das ist grundsätzlich unmöglich! Also fühlt ihr etwas, ihr fühlt immerzu etwas voneinander.

28. Und entsprechend diesen Gefühlen entstehen verschiedene Gedanken im Zusammenhang mit der Erziehung eines Menschen, damit, wie er sich gebildet hat, welche Erfahrung, welche Weisheit er angesammelt hat. Bei ihm setzen Gedankenbilder verschiedener Art ein, irgendwelche Wünsche entstehen, es können irgendwelche Ideen entstehen. Das sind normale Phänomene.

29. Atmet er – so möge er doch atmen... ob schwer, oder leicht, oder dem Ersticken nah... Wenn es für ihn ein Problem darstellt und er dieses Problem spürt, so wird er dich bitten, wird sagen: 'Geh bitte weg von hier, ich kann einfach nicht. In deiner Anwesenheit bleibt mir der Atem weg. Ich habe so viel zu tun, und ich ersticke einfach.' Aber er wird dann schon von selber bitten, oder er wird von selber weggehen. Aber das ist schon nicht dein Problem. Also, du benennst nicht das, was dich wirklich behindern kann.

30. Angenommen, du schlägst das Buch auf (gemeint ist das Letzte Testament, Anm. d. Übers.), und er kommt ständig auf dich zu, verdeckt es mit seiner Hand und versucht, dir etwas aufzuzwingen, zu erklären, nun, er gibt dir keine Möglichkeit, die Wahrheit zu erkennen, sondern er redet über irgendeinen Quatsch, der seinerseits einfach als irgendein leeres Gerede geäußert wird, nun, dann ist das wirklich ein Hindernis, das dich die Wahrheit nicht erkennen lässt.

31. Dies kann man schon von dem Standpunkt aus betrachten, inwiefern es eine Möglichkeit gibt, diese Situation irgendwie zu ändern. Vielleicht weggehen, wenn deine Anwesenheit in diesem Haus folgende Wahrscheinlichkeit auf keine Weise ausschließt: wo du auch das Buch aufzuschlagen beginnst, sofort kommt er überall zu dir hin und macht es zu. Dann schon, ja.

32. Aber das, was du bisher genannt hast, das kann kein Hindernis sein. Der Mensch atmet. Nun, auch gut – er atmet. Wie auch immer er atmen würde, so bleibt er sowieso ein Freund.“

33. „Darf ich einfach selbst weggehen, wenn es mir unangenehm ist, ja?“

34. „Nein, darfst du nicht.“

35. „Man darf nicht weggehen?“

36. „Du darfst nicht einfach weggehen, wenn es dir unangenehm ist. Denn ihr habt so viele verschiedene psychische Abweichungen, die eine unrechte Empfindung der Ungnade gegenüber irgendeiner Situation schaffen, sodass, wenn man vor dieser Situation einfach wegläuft – das nicht richtig ist, ihr werdet euch dann nicht verändern.“

37. „Dann fange ich einfach mit Reue an, ich bitte Gott, dass er mir hilft, denjenigen zu verstehen, anzunehmen...“

38. „Damit Er dir Kräfte gibt, schneller Weisheit anzusammeln, Dummheiten wegzuschaffen, ja?“

39. „...dann bin ich irgendwann wahrscheinlich nicht mehr so ungnädig, wenn ich seitens eines Mannes irgendeine Begierde auf mich hin empfinde.“

40. „Man darf nicht davor weglaufen, denn das ist bei dir eine Krankheit, eine eigenartige Krankheit, die du in deinem Inneren besiegen musst. Das sind in deinem Inneren Wände und Klammern, nicht aber bei deinem Nächsten.

41. Darum soll dies dein Sieg über all das sein. Aber wann kannst du ihn erlangen? Nur dann, wenn dieses Problem entsteht und du richtig daran arbeitest, nicht aber, wenn du davor wegläufst, damit es verschwindet.

42. Sonst muss man einfach in den Wald gehen, irgendwo allein leben. Wenn man mit Männern in der Gesellschaft lebt (denn dort sind Männer unvermeidlich), dann ist die Situation unvermeidlich, es ergibt sich so: Wenn man neben dir nicht atmet, so, folglich, sieht man dich irgendwie nicht richtig an, bewegt man sich neben dir irgendwie nicht richtig, so bewirkt dies wiederum, dass bei ihm dir gegenüber etwas entsteht... Du beginnst, diese Anspielung bei allem zu bemerken. Aber dann wird sich alles einfach zu etwas Absurdem entwickeln.

43. Darum ist das nur dein Problem, und in diesem Fall ist es nicht richtig wegzulaufen, sondern du sollst dein Verhalten dem gegenüber richtig formen.

44. Und wie schwer es für euch auch sein würde, sucht nicht nach Wegen, wie ihr dem Nächsten einen Hinweis geben könnt, insofern es euch betrifft. Sucht solche Wege nicht. Es handelt sich um euer Problem, ihr verdient es, dass man sich euch gegenüber so verhält. Folglich braucht ihr das, es ist notwendig, lebenswichtig, um euch zu helfen, um besser zu werden. So wurde die Fürsorge für euch geäußert. Gottes Fürsorge.

45. Darum, bevor man weggeht, soll man mehrfach überlegen, inwieweit so etwas wirklich in einem bestimmten Fall günstig ist. In irgendeinem anderen Fall rettet ihr euch sogar nicht nur einfach selbst durch euer Fortgehen, sondern ihr helft eurem Nächsten, sich zu halten, nicht irgendwohin abzustürzen, abzusinken auf ein noch niedrigeres Niveau, als auf das, auf dem er verweilt, denn eure Anwesenheit kann für ihn eine Versuchung zu einem Absturz sein.

46. In so einem Fall kann noch etwas Edles von eurer Seite aus geschehen. Dies ist die Fürsorge für euren Nächsten, so, wie es sich ergeben hat. Also, ihr geht deshalb weg, weil ihr euch um ihn sorgt, nicht aber deshalb, weil ihr euch um euer Wohl sorgt.“

47. „Danke.“

48. „Lehrer, und wenn man die gegenseitige Beziehung mit einem Mädchen, das die Realität mir zugeführt hat, betrachtet und dabei wahrscheinliche Schwierigkeiten sieht, sie schon zu sehen bekommt und jeglicher Wunsch verschwindet und irgend so eine Angst entsteht...“

49. „Dies alles kann unterschiedlich sein. Folglich liebst du noch nicht genug, du bist in deinem Inneren nicht genug bereit, mit diesem Menschen eben eine Ehebeziehung einzugehen.“

50. „Man soll also auf den Moment warten, wo man bereit ist?“

51. „Ja, hier ist es nötig, bereit zu sein. Denn wenn du wirklich einigermaßen normal bereit bist, also den anderen Menschen liebst (dieses Wort kann natürlich in verschiedenen Schattierungen verstanden werden), wenn es sich um so ein Verhältnis handelt, so bist du quasi bereit, den Menschen mit all seinen Äußerungen anzunehmen. Und nur später weißt du mehr. Aber du verhältst dich irgendwie nachsichtiger gegenüber vielen Schwächen bei solch einem normalen, guten Verhältnis, das von Bereitschaft zeugt. Du beginnst, auf vieles mit Nachsicht zu schauen.

52. Wenn sich dies alles nicht ändert und jemand beharrlich wieder und wieder den einen Fehler macht, indem er immer wieder den selben Knopf drückt - so wird dies mit der Zeit natürlich schmerzhaft, sehr schmerzhaft, das kann später unerträglich werden, und dann fangen die Beziehungen schon an zu zerbrechen.

53. Also, ihr alle sollt davon ausgehen, dass ihr euch ändern wollt, dass ihr besser werden wollt. Also, was heißt das denn, dass der andere irgendwelche Schwächen hat. Aber er, indem er mit euch zusammen ist, möchte sich doch auf eure Kraft stützen, er will besser werden und für euch noch mehr nützlich sein. Insofern, natürlich, werdet ihr mit der Zeit, indem ihr einander helft, euch gegenseitig wirklich besser machen, ihr werdet euch gegenseitig helfen, besser zu werden. Das ist normal.

54. In der Frage, die du stellst, ist natürlich auch ein anderer Aspekt enthalten – wenn es infolge von Forderungen eine Übertreibung gibt, die beim Mann auftritt (in diesem Fall), oder bei der Frau, wie es auch sein kann. Eine so große Übertreibung... wenn die Frau oder der Mann Angst hat, sehr große Angst vor irgendwelchen Schwächen seitens des anderen.

55. Aber dann ist so eine Angst anormal, denn es wird keinen solchen Menschen geben, der nicht die eine oder andere Schwäche äußert (oder eurer Ansicht nach eine Schwäche), also das, was euch in diesem Fall vielleicht nicht gefällt. Sicherlich wird in jedem von euch so etwas erscheinen.

56. Ich betone nochmals, dass sich dies nicht unbedingt eben wirklich auf eine Schwäche und einen Fehler beziehen muss, denn ihr betrachtet die Realität auf unterschiedliche Weise. Folglich habt ihr auch dem entsprechend unterschiedliche innere Ansprüche an diese Realität, aufgrund irgendwelcher eigenartigen, konventionellen Konditionierungen, die sich voneinander unterscheiden.

57. Das heißt, dass der Nächste, nachdem er sich neben euch gestellt hat, entsprechend beginnt, mit seinen Handlungen von eurer Konditionierung abzuweichen. Zumindest in manchen Punkten, aber er wird abweichen. Man sollte es schaffen, sich dem gegenüber einfacher zu verhalten, dies alles miteinander klären...

58. Wenn sich das auf eine Schwäche bezieht, nun, so helft eurem Nächsten, sich zu berichtigen. Er wird mit Vergnügen versuchen, das zu machen, denn er will es, so, wie der strebende Gläubige. Das ist ein normales Phänomen.

59. Deshalb, was für Schwächen ihr auch habt, wenn ihr wirklich miteinander Freunde sein wollt, eine Familie zusammen gründen wollt – ja bitte. Die Hauptsache – dass ihr euch zu verändern wünscht.

60. Seid aufmerksam gegenüber den Ratschlägen eurer Nächsten, wenn man euch einen Hinweis gibt – seid aufmerksam in Bezug auf den Wunsch, euch zu ändern. Man muss nicht voreinander glänzen, das ist der unwahrhaftige Wunsch, sich zu behaupten. Er führt immer dazu, dass ihr fallen werdet.

61. Je mehr ihr euch erhebt, umso schmerzlicher wird dieser Fall sein. Aber ihr werdet unbedingt fallen, weil das notwendig ist. Damit ihr euch nicht darum Sorgen macht, wie schön und vorteilhaft ihr ausseht. Auf diese Weise lernt man nicht.

62. Wenn ihr euch ruhiger gegenüber Hinweisen verhaltet (und das ist möglich, wenn ihr schon zulassen könnt, dass ihr natürlich nicht perfekt seid, dass ihr viele Fehler machen könnt und dass ihr durchaus auch hier und da etwas nicht versteht), dann äußert ihr eure Bereitschaft zu lernen. Ihr fragt selber sogar öfter den anderen: "Und habe ich dich mit meiner Handlung nicht allzu sehr irritiert? Vielleicht kannst du hier sehen, ob ich hier irgendwie nicht richtig gehandelt habe?" – "Und was meinst du, wie es besser wäre?" – "Und wie hättest du es gerne?" Und ihr beginnt, untereinander nachzufragen, ihr vervollkommnet euch, ihr sucht Wege, wie ihr besser werden könnt.

63. Und dann, was für Schwächen ihr anfangs auch haben werdet, ihr werdet zusammen ein herrliches Paar sein, wenn ihr entschieden habt, eine Familie zu gründen. Denn ihr werdet die ganze Zeit über besser und besser, bei jedem Mal helft ihr euch gegenseitig. Wunderbar! Dabei handelt es sich um eine wunderbare freundschaftliche Beziehung.

64. Also hier muss man vorsichtig sein, um im Inneren nicht sonderlich in seinen Ängsten zu verharren, denn ihr alle werdet Fehler haben. Somit gibt es bei euch nicht die Erwartung, solch einen Menschen neben euch zu erleben, der euch in allem gehorchen wird und dessen Interessen mit den euren völlig identisch sind.

65. Entfernt diese Vorstellung da aus euren Zielen und eurer Suche. Das ist ein Fehler, ihr werdet nur ein Problem finden. Denn ihr wählt nicht einfach einen Helfer in eurem Leben, ihr wählt einen Menschen, dem auch ihr helfen möchtet. Damit ihr nicht einseitig eine Unterstützung für euch sucht.

66. Also, dies ist so ein ernstes, großes Thema, wo man vieles richtig betrachten muss, voreinander keine Angst haben, einander helfen muss.“

67. „Lehrer, während der letzten Jahre, die ich hier auf dem Berg lebe, sah ich und empfand es so, dass sich bei uns sehr viele Umstände, zum Beispiel Werkstätten, nicht entwickeln konnten, weil es keine normale materielle Basis gibt. Und neulich wurde mir vorgeschlagen, in die "Welt" zu fahren, damit so eine Möglichkeit bestehe...“

68. „Und vielleicht möchten diejenigen wegfahren, die das vorschlagen?“

69. „Vielleicht auch so.“

70. „Nun, sag auch so: "Fahrt! Warum sitzt ihr denn hier? Das ist euch zuerst eingefallen, das heißt, dass es Gottes Wille ist, dass dieser Gedanke zuerst zu euch gekommen ist. Das heißt, ihr braucht das. Fahrt mal, werdet von dort aus etwas schicken... Wir werden hier alles entwickeln. Wir werden uns auch an euch erinnern, dass wir dort solch wunderbare Menschen haben, die weit entfernt leben, sie haben eine Heldentat vollbracht – sind weggefahren.“

71. Aber dann fahren lieber alle dorthin, und hier mögen zirka zehn Menschen bleiben. Werden gute Werkstätten bauen. Stellt euch vor, was für eine Hilfe das sein wird! Wir werden hier alles asphaltieren lassen. Ihr in solch großer Menge werdet je eine Kopeke schicken – dann kann man hier viel machen. Ihr werdet euch alle freuen von dort aus,“ lächelte der Lehrer.

72. „Lehrer, ist es denn so, dass dieser mein Gedanke nicht richtig ist?“

73. „Und wofür seid ihr hierher gefahren? Um hier zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass ihr wegfahren und dort verdienen sollt?“

74. „Ich sah in den vorherigen Jahren, dass alles von meinen Bemühungen abhängig ist. Ich erlerne zum Beispiel ein Handwerk, organisiere Ausstellungen... Aber jetzt sehe ich, dass alles direkt an die materielle Basis stößt, dass es sehr kompliziert ist, dies weiterzumachen, praktisch unmöglich...

75. Es entstand das Gefühl, wo ich einfach auf etwas gewartet habe: Ich warte, dass etwas von selbst in meine Hände fällt, etwas von irgendwoher kommt, gebaut wird... Obwohl, die Notwendigkeit und Wichtigkeit dessen, was ich hier mache, verstehe ich für mich sehr gut. Und ich schätze das als sehr wichtig für meine Seele ein. Aber jenes Gefühl da entstand trotzdem, deshalb auch frage ich Dich.“

76. „Was habt ihr vor, hier zu bauen?“

77. „Das Leben.“

78. „Als Werkstätten?“

79. „Nein, natürlich. Natürlich unsere zwischenmenschlichen Beziehungen.“

80. „So. Um zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, was ist dafür notwendig? In die Welt fahren und verdienen?“

81. „Nun, irgendjemand vielleicht, ja. Ein anderer nicht.“

82. „Irgendjemand?“

83. „Ja.“

84. „Wozu dann ist er hierhergekommen? Hier wird es überhaupt nicht gelingen, etwas zu verdienen. Nun, vielleicht gelingt es ein wenig, etwas krümchenweise fürs Leben zu verdienen. Aber ernsthaft zu verdienen ist hier unmöglich. Obwohl euch der Mammon vielleicht auch etwas unterschieben wird. Er kennt doch euer Bedürfnis, darum ist er bezüglich dieses Themas klug genug.

85. Seid aufmerksam. Es gibt hier nicht das Ziel - zu verdienen. So etwas habe Ich doch nicht aufgestellt. Ich habe früher ein Ziel vor euch aufgestellt, das bleibt so.

86. Nur später sind irgendwelche Ausnahmen entstanden, die aufgrund einer gewissen Unvermeidlichkeit entstehen. Weil ihr diese Eigenschaft im Inneren nicht habt, gelingt es euch nicht, schneller das zu tun, was nötig ist. Und es ergibt sich, dass einige Abweichungen vonstatten gehen, die neue Probleme schaffen, auf die ihr bis jetzt nicht verzichten wollt, an die ihr euch selbst klammert.

87. Es ergibt sich solch eine Atmosphäre, wo ihr eigentlich mehr dazu neigt wegzufahren, um zu verdienen. Und wenn man wegfährt, um zu verdienen... das ist nämlich ein endloser Prozess: Man muss auch das hier bauen, und das da muss man bauen, und etwas Drittes soll sozusagen gebaut werden...

88. Aber dann habt ihr dort endlos zu verdienen und das Geld herzuschicken. Und der größte Teil der arbeitsfähigen Menschen, hauptsächlich Männer, sind diejenigen, die mit einer edlen Mission irgendwohin zum Verdienen wegfahren – um etwas zu helfen, zu bauen.

89. Jahre vergehen... sie bauen dort eine Gemeinschaft. Aber bauen sie wirklich eine Gemeinschaft? Zwischenmenschliche Beziehungen formen sie auf keine Weise, was geistige Veränderung betrifft – in diesem Fall verändern sie sich nicht richtig, denn dort herrscht eine ganz andere Lebensform, ein anderer Umgang, sie haben dort ganz andere Aufgaben.

90. Natürlich, wenn sie dort lernen, irgendwelche psychologische Schwierigkeiten zu überwinden, so ist das gut. Wenn sie sich bemühen, diese gemäß der Wahrheit zu überwinden – so etwas ist gut. Aber dies alles ist sehr wenig, sehr – sehr wenig.

91. Und dafür, dass hier ein geistiges Milieu richtig geformt wird, bedeutet es fast überhaupt nichts, außer dass er jemandem unter seinen Nächsten, die er kennt, vielleicht, Gesundheit, Kraft wünscht. Diese seine Wünsche da, diese Informationsströme seinerseits können hierher gerichtet sein. Aber an der Gestaltung von dem, was hier sein wird, ist er nicht beteiligt, überhaupt nicht.

92. Ihr selber schafft irgendwelche Bedürfnisse, schafft selber die eine oder andere Notlage und lasst euch mitreißen: Ein Anderer neben euch macht etwas, aber ihr macht es nicht, etwas klappt bei dem Nächsten schneller – aha, man möchte es auch so machen... Und ihr schaltet euch ein, ihr beginnt, einander anzufeuern.

93. So ist er irgendwohin bis ans Ende der Welt weggefahren, alles scheint normal zu sein, jetzt isst er Schokolade... Das möchte man auch so gerne! Und du fängst an, nach Wegen mit entsprechendem Charakter zu suchen...

94. Also, ihr fangt an, euch selbst hinreißen zu lassen. So ein Gesetz der Masse“, lächelte der Lehrer. – Irgendeine Menschenmenge stürzt irgendwohin und die anderen ihr nach. Und wofür? Ist doch nicht wichtig. Es laufen doch alle, es gibt wahrscheinlich irgendetwas Wichtiges. Und alle laufen dorthin.

95. Darum schaut, was ihr gestaltet, wie ihr euer Verhalten, eure Abhängigkeit von der euch umgebenden Realität, der Bedürfnislage, formt. Man möchte natürlich vieles sozusagen verbessern, man möchte es. Aber das darf nicht auf Kosten eurer geistigen Eigenschaften, eurer Werte geschehen, das darf nicht der Preis dafür sein.

96. Dann kommt es dazu: Es wird etwas äußerlich Sympathisches gebaut, aber im Inneren ist nichts, im Inneren hat man alles verloren. Sehr schnell und gekonnt. Dafür glänzt etwas äußerlich. Na, und was stellt sich heraus? Man hat einen Sarg mit Seide beklebt, mit Fransen geschmückt – und das ist alles. Und im Inneren ist es...

97. Also hat man doch vor allem diese eigene seelische Eigenschaft zu formen. Es bleiben doch dieselben Ziele, und seht, wie weit und wohin ihr abzuweichen beginnt. Es hat sich doch nichts verändert.

98. Und wenn Ich etwas von dem, was früher auf keine Weise bestimmt wurde, unterstütze, dann nur deswegen, weil Ich sehe: Es gibt irgendwelche Schwierigkeiten, die ihr euch selbst einbrockt. Und Ich muss zugeben: Ja, natürlich, es ist möglich, weil Ich sehe, womit das verbunden ist, und das dies etwas verbessern kann.

99. Aber in Wirklichkeit ist das ein sehr gefährliches Phänomen, besonders dasjenige, das mit dem Streben, materielle Werte zu erwerben, verbunden ist. Ein sehr gefährliches Phänomen!

100. Obwohl, andererseits habt ihr gerade bestimmte gravierende Abweichungen eurer geistigen Welt eben in dieser Hinsicht, sehr gravierende. Sie wurden über Jahrhunderte geformt. Und es ergibt sich, dass, um diese Seite eures Lebens zu berühren, um sie zu berichtigen, zu formen, zu säubern... dies unmöglich ist, bis sie auf dem für euch gewöhnlichen Feld berührt wird.

101. Und dieser Mechanismus wird eingeschaltet, ihr gebt das selbst ein, weil ihr dazu neigt. Und da ihr das eingebt, werdet ihr jetzt anfangen, euch in diesem Sinne auch vollständiger zu öffnen, eben von diesen Positionen aus.

102. Und hier ist es dabei nötig, dass man als Gläubiger wachsam bleibt, um jeden seiner Schritte zu überprüfen und mit den Gesetzen der Wahrheit in Zusammenhang zu bringen. Das da wird schon zu einer ernsten Aufgabe.

103. Wenn ihr gläubig, wachsam seid, wenn ihr sehr wünscht, würdig zu sein – dann werdet ihr auf eure Schritte aufmerksam achten. Wenn ihr nicht so aufmerksam seid – so werdet ihr leicht in ein für euch schon gewohntes Flussbett rutschen, das wird sehr einfach geschehen.

104. Und die Abweichungen entstehen leicht. Ihr beginnt zu streiten, ihr fangt an, Eigenschaften zu äußern, die in Wirklichkeit nicht schön und des Menschen nicht würdig sind. Dafür aber entsprechen sie dem, was mit materiellen Werten verbunden ist.

105. Also, bei euch beginnen leicht Schwächen verschiedener Art zu erscheinen und die falsche Sicht auf diese Umstände, denn dort gibt es ein entsprechendes Gesetz, das unvermeidlich schwer zu umgehen ist.

106. Aber wenn ihr euch schon darauf einlasst, dann werdet ihr, wie es sich herausstellt, nicht nur dieses Gesetz aushalten müssen, sondern ihr habt es auch noch fertigzubringen, eure Reinheit im Inneren zu bewahren und es noch irgendwie zu schaffen, eure innere Welt zu verbessern. Aber das wird ein ernstes Problem werden.

107. Das ist eine große Verkomplizierung, weil es sich um zwei verschiedene Richtungen handelt: die geistige Entwicklung und das Aufbessern irgendeines materiellen Wohlstandes. Das sind zwei verschiedene Richtungen. Darum muss man hier sehr vorsichtig, sehr aufmerksam sein.“

108. „Lehrer, es scheint aber, wenn ich in der Welt lebe, dass ich dort sozusagen einfache Dinge mache, ich, so scheint es zu sein, bewahre den Lehrer ebenso in meinem Herzen, ich bemühe mich ebenso, den Menschen zuzulächeln, Situationen anzunehmen... Geht auf diese Weise ein Austausch in meiner Seele vonstatten?“

109. „So kann man das nicht verallgemeinern. Vielleicht läuft das bei jemandem auch mehr oder weniger normal ab. Aber Ich erlebe manchmal Situationen, wo das Erscheinen von gewohnheitsmäßigen Schwächen zu sehen ist, gut verständlich, schon bekannt und in der Welt üblich. Ich erlebe das nicht selten, darum sehe Ich, dass dieses ernste Problem besteht. Und Ich kann nicht sagen, dass es bei euch allen auf gleiche Weise erscheint.

110. Ich halte in meinem Inneren am Glauben daran fest, dass jemand, wenn Ich es nicht anders erlebt habe, dieses Problem nicht hat, oder es bei ihm mindestens nicht so groß ist. Ich glaube, dass ihr nicht so seid. Das ist Mein Verhalten euch gegenüber, ihr seid es, die Mich etwas sehen lassen, was Ich früher nicht gesehen habe und Mich nicht bemüht habe, zu sehen, sondern Ich habe Mich euch anders vorgestellt.

111. Deshalb, wenn Ich diese Umstände schon in der Wirklichkeit erblicke, weiß Ich natürlich genau, was sich entsprechend dahinter verbirgt (wie Der, Der es wissen muss), und deshalb erkenne Ich leicht, dass dies für euch ein großes Problem sein kann. Aber Ich glaube weiterhin, dass ihr dies zu bewältigen vermögt, denn vieles ist dazu gesagt worden, und dass ihr euch daran halten und versuchen werdet, jedoch alles würdig zu tun. Wenn irgendwo sofort Fehler entstehen, so werdet ihr sie allmählich berichtigen. Das heißt, wie kann man sich das denn noch irgendwie anders vorstellen?

112. Zumal der materielle Wohlstand so ein Begriff ist, der sehr dehnbar ist. Bis jetzt war er meistens damit verbunden, dass der Mensch immer dafür gekämpft hat, seinen persönlichen Wohlstand materiell zu verbessern.

113. Aber andererseits, wenn man alles richtig betrachtet, wenn man lernt, von den Standpunkten der Kultur aus auf das, was ihr macht, zu schauen, wenn man Kultur entwickelt - so bedeutet das die Fähigkeit, sich an vielen solchen Tätigkeiten, die mit materiellen Werten verbunden sind, zu beteiligen.

114. Aber sie müssen einen besonderen Charakter haben, der in diesem Fall schon zulässig ist. Das ist jenes, was eurer inneren Welt hilft, sich zu entwickeln. Das sind materielle Werte, die die Berufung haben, eure innere Welt zu verbessern.

115. Darum, wenn die Musik richtig ausgewählt wird, wenn etwas aus dem Bereich der bildenden Kunst, Architektur ausgewählt wird... so sind dies Erscheinungen, die fähig sind, eure innere Welt wirklich zu verändern. Bestimmte Laute bei bestimmten Tönen von Melodien können die Arbeit von inneren Organen verbessern. Und man kann auf diese Weise die Gesundheit verbessern, gravierend verbessern, die Psyche ausgleichen.

116. Darum, alles, was mit Kultur zusammenhängt - das ist das Wichtige im Leben des Menschen. Etwas sehr Wichtiges! Aber das ist unvermeidlich mit irgendwelchen materiellen Werten (von schon eigener Art) verbunden, die man herstellen, verbessern, bauen, erschaffen können soll.

117. Jetzt berühre Ich wiederum ein sehr großes Thema. Darum wollte Ich hier nur eine kleine Ergänzung einbringen, insofern, als es nicht richtig ist, von materiellen Werten, von materiellem Wohlstand einfach in irgendeiner eindeutigen Färbung zu sprechen, das ist nicht genügend richtig. Denn hier gibt es noch eine andere Variante.

118. Aber vor allem neigt der Mensch natürlich zur falschen Variante, zur nicht richtigen Variante, einer, die nichts Edles in sich hat, der geistigen Welt des Menschen keine Entwicklung bringt, sondern einfach nur seinen Geldbeutel betrifft, seinen Magen füllt und sehr stark die Physis zerstört.

119. Wie verläuft heutzutage das Leben, so, wie es sich ergibt? Menschen verlieren ihre Gesundheit, um Geld zu verdienen, und danach geben sie dieses Geld aus, um ihre Gesundheit zu verbessern. So stellt sich "das Leben der wunderbaren Menschen" dar.

120. Also, dies ist eine besondere Seite, die auch richtig betrachtet werden muss. Und nur im Zusammenhang damit, dass es natürlich wünschenswert ist, hier Werkstätten zu errichten, man möchte hier Kindergärten und schöne Schulen für Kinder bauen, irgendwelche Theater, wo man Konzerte, Ausstellungen durchführen kann, also etwas Wertvolles und Wichtiges, was euch wirklich veredeln, euch im Inneren schöner machen, euch helfen kann, die Welt besser wahrzunehmen und euch auch zur schöpferischen Tätigkeit anregt.

121. Aber um das zu bewerkstelligen, sind wieder einige Nuancen notwendig, die auch mit einer anderen Seite eures Lebens zusammenhängen – mit den Schwächen. Und nun bei alle dem richtig handeln zu können, das ist keine einfache Aufgabe.

122. Darum kann Ich dieses Thema nicht sofort grundsätzlich ausschließen, weil es sehr erstrebenswert ist, dass ihr vieles für eure Kinder baut und macht. Aber bis jetzt könnt ihr nicht etwas aus dem Nichts heraus nehmen und mit leeren Händen etwas für eure Kinder bauen.

123. Ihr habt nicht jene altertümlichen Fertigkeiten, die eure Vorfahren hatten, die mit einer einzigen Axt zu neuen Plätzen kamen und gebaut haben... das hat bei ihnen alles geklappt. Es war bescheiden, aber es gab alles, was für das Leben nötig war. Und ihr seid jetzt sozusagen zivilisierter, progressiver, mehr entwickelt, habt auch viele Werkzeuge, nicht nur eine einzige Axt, aber es gelingt euch nicht, etwas herzustellen.

124. Deshalb möchte man hoffen, dass, wenn es euch erlaubt wird, etwas zusätzlich zu verdienen, sich an irgendwelchen Tätigkeiten, die mit Geld verbunden sind, zu beteiligen, dass ihr das jedoch weise nutzen könnt, und ihr werdet irgendwelche Seiten im Werden eures Lebens wirklich beschleunigen, in der Formung der Gemeinschaft, die ihr angefangen habt zu bilden, indem ihr mit eurem ganzen Herzen auf den Ruf der Wahrheit, des Vaters, geantwortet habt, Der auch das Leben gegeben hat, dass ihr dies immerhin richtig bestimmen könnt.

125. Aber seid aufmerksam. Gerade der Umstand, dass der Mensch kulturell nicht richtig geformt wurde, wirkte sehr stark auf das Leben des Menschen ein. Nämlich jetzt gibt es Wohltätigkeit – eine Seite, deren rechte Anwendung sehr selten vollzogen wird.

126. Und wenn die Menschen, die Geld haben, sich auch irgendwie wohltätig beteiligen, so geschieht das in der Regel ausschließlich deshalb, damit ihnen dies einen Vorteil verschafft. Und sobald sie es als nicht vorteilhaft einschätzen, wird das Geld für etwas Gutes nicht ausgegeben.

127. Also werden materielle Werte einseitig und auf sehr primitive Weise betrachtet, weswegen sich dabei schon eine andere psychologische Struktur formt.

128. Wenn es früher noch irgendwie den Menschen wegen ihrer Bedeutsamkeit wichtig war, sich als Kenner von Kultur zu äußern (dass sie an der Entwicklung irgendeines Kulturbereiches, irgendwelcher Aspekte der Kultur irgendwie beteiligt waren), so konnten sie Gemälde kaufen, Galerien einrichten, Komponisten unterstützen, also so etwas hielt man für das Anständige im Menschen, so ist das nun verlorengegangen, diese Art der Bedeutsamkeit hat sich jetzt verloren. Und die Bedeutsamkeit äußert sich schon in einer ganz anderen, viel primitiveren Weise.

129. Das ist aber wiederum ein neues, nicht so einfaches, großes Thema. Ihr seht selber vieles, ihr seht, wie all dies vor sich geht.

130. Seid jetzt aber aufmerksam. Ihr habt eure Augen, eure Ohren, sozusagen lest ihr die Wahrheit, ihr wisst, ihr versteht vieles – nun, verwendet das jetzt. Seid aufmerksam: Es gibt viele Versuchungen, wo es sehr einfach ist, euch in die falsche Richtung zu lenken.“