Vadim 17

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  Kapitel 3  

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Sich scheiden lassen, wenn die Frau in der Welt lebt und nicht gläubig ist? ~ Ist es normal, einem Kätzchen gegen die Ohren zu schnippen, wenn es miaut? ~ Hausherr werden bei einer Frau, die in diesen Mann verliebt ist? ~ Zeige einer in dich verliebten Frau gegenüber keine Initiative, wenn du nicht wünscht, dass sich das Verhältnis entwickelt. ~ Eine neue Frau nehmen, wenn die Ehefrau nicht mehr kommen will, weil ihr das Haus zu klein ist? ~ Ein alleinstehender Mann der einer verheirateten Frau Handy-Mitteilungen schickt ~ Ist es wichtig, die Nachtträume verstehen zu lernen?


1. Hier Ausschnitte aus den Treffen mit dem Lehrer nach der Verschmelzung am elften und achtzehnten März.

2. „Lehrer, ist es für mich normal, wenn ich geduldig warte, bis meine Frau für sich selbst bestimmt, ob sie meine Ehefrau bleibt oder nicht? Sie lebt in der Welt, das Verhältnis zwischen uns ist gut.“

3. „Und was heißt "einfach geduldig warten"? Was wird darunter auch noch verstanden?“

4. „Ich stelle keine Frage zum Thema Scheidung. Denn wenn ich ihr sage: "Finde es für dich heraus, komm hierher", so sagt sie, dass ich sie verraten würde.“

5. „Wenn du diese Frage stellst?“

6. „Ja.“

7. „Nein, das ist falsch, dass du in diesem Fall wirklich ein Verräter wärest. Alles kommt darauf an, wie lange es dauert, wie irgendein Gedanke ihrerseits diesbezüglich geäußert wird, um zusammenzuleben (was sie möchte und, vielleicht, was sie momentan stört, sie aber dieses Thema löst). Also jetzt kann Ich sofort anhand dessen, was du berührst, keine Einschätzung geben, denn hier kann es sich um verschiedene Umstände handeln.

8. Aber wenn sich die Frau auf keine Weise bemüht, an Deiner Seite zu sein, diese ganze Unbestimmtheit sehr lange dauert, du aber siehst, dass du dieses Thema, das mit deinem Leben zusammenhängt, schon heute lösen sollst, dann kannst du diese Thematik selber in Gang bringen. Das ist möglich.

9. Aber wir reden jetzt etwas verallgemeinernd, denn die Hauptdetails wurden jetzt nicht erwähnt.“

10. „Nun, Details... Sie hat hier gelebt, sie kam mit mir hierher. Aber dann... Sie ist nicht gläubig, darum hat sie es hier nicht leicht gehabt.“

11. „Nun, natürlich, das ist schwierig. Aber wenn du jetzt keine neue Familie gründen musst, so brauchst du dem einfach keine Aufmerksamkeit schenken.

12. Wenn du aber siehst, dass bei dir schon eine Notwendigkeit entsteht und diese Frage immer noch offen ist, dann ja, dann kannst du schon die Frage stellen, wenn sie bisher auf keine Weise gelöst wurde und überhaupt keine Perspektiven einer Lösung gesehen werden.“

13. „Lehrer, ist es normal, ein Kätzchen, wenn es miaut, mit den Fingern gegen seine Ohren zu schnippen und in einen kalten Schneehaufen hinauszuwerfen, um seinem Schreien nicht zuzuhören? Ist das nicht ein brutaler Umgang mit dem Tier?“

14. „Das ist ein brutaler Umgang, natürlich. Wenn man seine Ohren schnippt, wird es Ohrenschmerzen haben. Auf so eine Art ist es schon grausam. Warum hat man denn ein Kätzchen? Was ist denn bei euch passiert? Warum ist es denn bei euch, wenn ihr ihm gegenüber keinerlei Liebe habt?“

15. „Nur ein Mensch mag es nicht, und dort wohnen mehrere Menschen, und Mäuse plagen auch.“

16. „Das ist brutal, er soll so etwas nicht machen.“

17. „Und mehrmals sagen "ich werde dir deine Ohren wegschnippen"...“

18. „Das darf keinesfalls sein. Das ist schon ein grobes Verhalten.“

19. „Eine Frau, die mich liebt, bietet mir ihr Haus und ihr Grundstück an, damit ich dort Hausherr werde...“

20. „Und was verwirrt den Mann? Warum fragt er?“

21. „Ihn verwirrt, dass es nicht seines ist. Wie soll man das auf die Art – annehmen?“

22. „Bedingt.“

23. „Was heißt das, "bedingt"?“

24. „Nun, wenn das alles mit Worten geäußert wird, einfach durch Worte geäußert. Jeden Tag triffst Du konkrete Entscheidungen unter konkreten Umständen, nicht aber unter bedingten Umständen. Man schlägt dir vor, dass du irgendeine Hilfe leistest. Schau auch, ob du diese Hilfe leisten kannst, oder nicht. Aber nicht unbedingt: "Ist es richtig, dieses für das Meine zu halten? Oder darf ich es nicht für das Meinige halten?"“

25. „Und gerade sie...“

26. „Deine Frage ist nicht zu verstehen. Du fragst sozusagen: "Ist es für einen Mann normal, dies in diesem Fall für das Eigene zu halten?"“

27. „Sie bittet mich so darum.“

28. „Dass du dies für das Deinige hältst?“

29. „Ja.“

30. „Damit du einfach sagst: "Ja, gut, ich werde es für das Meinige halten" - fragt sie dich danach? Wartet sie unbedingt auf gerade solche Worte von dir?“

31. „Nun ja.“

32. „Genau so?“

33. „Nun ja, ich habe sie gefragt und sie sagte das.“

34. „Was hast du gefragt? Benenne genau, was du sie gefragt hast.“

35. „Ich habe nicht gefragt, sie hat mir... “

36. „Du hast Mir gerade gesagt: "Ich habe sie gefragt."“

37. „Nein, sie hat mir das gesagt, und ich habe ihr geantwortet, dass ich dies nicht als das Meinige halten kann.“

38. „Na und? Und jetzt habt ihr wegen dieser Sache beinahe Krach?“

39. „Aber nein. Handle ich richtig?“

40. „Wenn du sagst, dass du dies nicht als das Deinige ansehen kannst?“

41. „Ja.“

42. „Ja, bitte. Wenn du sogar "nun gut" sagst, so bedeutet das doch nicht, dass du es für das Deine halten musst. Das ist doch die Bedingtheit.“

43. „Ja, verstanden.“

44. „Je nachdem, was für Umstände sich entwickeln, kannst du in etwas einwilligen. Aber das bedeutet nicht, dass du tatsächlich dein Verhalten gegenüber irgendwas irgendwie ernsthaft ändern sollst.

45. „In diesem Fall wird es dir so angeboten. Nun, wenn der Mensch es sehr wünscht, dass du dich so verhältst, so sag: "Gut". Aber das ist nur eine Bedingtheit, aus der jetzt erfolgt – etwas muss gemacht werden. Und hier sollst du schon überlegen: Etwas machen – ist das richtig?

46. Zum Beispiel besteht sie darauf, dass du alles auf deinen Namen umregistrieren lässt. Hier kannst du schon verzichten, sag: "Wofür brauche ich das? Das ist gar nicht nötig." Aber das ist schon die Tat.“

47. „Auf die Frage "warum?" antwortet sie: "Dass du in diesem Haus wohnst."“

48. „Dann sag: "Und ist es etwa so, dass, wenn du mir die Möglichkeit anbietest, dort zu wohnen, werde ich bis zu dem Zeitpunkt dort nicht wohnen, bis ich es auf meinen Namen registrieren lasse? Hängt alles etwa davon ab?" Du wirst sowieso dort wohnen, weil man dir diese Möglichkeit anbietet.

49. Zumindest es versuchen, dort zu wohnen – bitte. Aber verstehst du, mit welchem Ziel die Frau das vorschlägt?“

50. „Mit dem Ziel, dass sie bei mir wäre, mir helfen würde.“

51. „Und letztlich deine Frau werden könnte?“

52. „Sie will das sehr.“

53. „Und du, wenn du dich in diese Richtung bewegst, kannst zulassen, dass du durchaus bereit bist, darin einzuwilligen?“

54. „Nein.“

55. „Warum denn wirst du ihr Angebot annehmen, wobei du die Hoffnung der Frau stärkst, ihre Anhänglichkeit an dich vermehrst?“

56. „Alles klar.“

57. „Oder willst du ihr einfach schnell diese Gefühle abgewöhnen, indem du dich unmöglich benimmst?“

58. „Nein, das will ich nicht.“

59. „Du willst es nicht. Du wirst dich bemühen, dass sie dir noch mehr anhängt?“

60. „Nein, ich will nicht, dass sie anhänglich ist.“

61. „So, du willst nicht, dass sie anhängt, und du willst sie nicht enttäuschen?“

62. „Ich will ihr als Freund nützlich sein.“

63. „Dann berücksichtige dies: Wenn eine Frau Gefühle dir gegenüber hat, so wünscht sie im Inneren, deine Frau zu werden...“

64. „Sie wünscht das sehr.“

65. „...und je mehr du deine Initiative in ihre Richtung äußern wirst, um so mehr schaffst du die Versuchung für sie, sich vermehrt an dich zu hängen.

66. Wenn du die Entwicklung solcher Ereignisse nicht beabsichtigst – so darfst du dann keine einzige Initiative deinerseits äußern, nur eindeutig Hilfe...

67. Du darfst nie deine Initiative äußern, wenn du davon ausgehst, dass sich das Verhältnis zwischen euch nicht entwickeln soll. Du kannst nur auf die Initiative von ihrer Seite her antworten. Fragt sie: "Wie geht es?" – erzählst du ihr, wie es dir geht. Aber du läufst nicht schon als erster auf sie zu, du sprichst sie nicht an und du fragst sie nicht, wie es ihr geht.“

68. „Aber wir wohnen zusammen, hier ist es sozusagen auch nicht nötig, aufeinander zuzulaufen.“

69. „Unter einem Dach?“

70. „Ja, wir wohnen in einer Werkstatt.“

71. „In wessen Werkstatt?“

72. „In der der Einigen Familie, in der Werkstatt der Kirche.“

73. „Hat man euch dort untergebracht?“

74. „Na ja. Ich habe sie fertig gebaut, ich wohne auch dort.“

75. „Du hast deine Werkstatt fertig gebaut, und man hat gesagt, dass die Frau bei dir wohnen solle? Oder hast du darum gebeten?“

76. „Sie kam mit dem Wunsch, sich nützlich zu machen. Ich habe es ihr erlaubt, neben mir zu sein.“

77. „So, du hast es erlaubt. Und jetzt sollst du die Folgen verstehen von dem, was Ich dir gerade gesagt habe. Es war nicht richtig, das zu erlauben, da du es nicht gewünscht hast, dass sich eure Gefühle entwickeln, oder dass sie noch mehr dir gegenüber anhänglich wird.“

78. „Aber ich habe nicht gewusst, dass bei ihr Gefühle entstehen würden. Sie haben sich erst im Laufe des Alltags entwickelt.“

79. „Folglich, wenn du sie eingeladen hast, wobei du davon nichts gewusst hast, dann kann man sich demgegenüber irgendwie milder verhalten.

80. Aber wenn es einer alleinstehenden Frau erlaubt wird, bei einem alleinstehenden Mann zu wohnen, so kann man vermuten, dass sich Gefühle einstellen, die mit ihrer weiteren wahrscheinlichen Vereinigung als Ehepaar zusammenhängen. Etwas anderes ist schwerlich zu vermuten. Wenn ihr gute gegenseitige Beziehungen haben werdet, so können Gefühle leicht hochkommen.“

81. „Und ist meine Hilfe bei der Fertigstellung ihres Hauses normal? Oder setzt dies auch voraus...“

82. „Wenn du ihr versprochen hast, ihr zu helfen, ihr Haus fertig zu bauen?“

83. „Ja.“

84. „Nun, du hast es schon versprochen.“

85. „Wird sich ihre Anhänglichkeit dadurch auch weiterentwickeln?“

86. „Sie wird sich schon entwickeln. Aber das ist ein zulässiger Aspekt, weil sowieso jemand es fertig bauen muss. Das soll vor allem mit den Händen eines Mannes fertiggestellt werden. Folglich ist es nicht wichtig, welcher Mann es fertig bauen wird.

87. Gefühle können natürlich entstehen, aber die Handlung ist zulässig. Sie muss von einem Mann vollzogen werden. Wenn eine Frau Not hat, etwas fertig zu bauen und dafür Manneskräfte, Fertigkeiten eines Mannes nötig werden, so ist es natürlich normal, wenn der Mann auf so eine Bitte reagiert. Wenn du es schon versprochen hast, so baue es fertig.“

88. „Aber ich habe nicht vor, dort hinzugehen, um...“

89. „Natürlich. Es ist normal, dass du das nicht vorhast.“

90. „Also ist es richtiger, einfach schon meinen eigenen Haushalt parallel zu organisieren, ein Grundstück für mich zu suchen?“

91. „Natürlich, natürlich. Aber wenn du jetzt in diesem Fall schon die Situation erleben sollst, wo man dich sichtlich verstehen lässt, dass man dich als Ehemann sehen will, mit irgendwelchen Umwegen, vielleicht mit direkten Äußerungen...“

92. „Nein, offensichtlich.“

93. „Du solltest dann eine Erklärung abgeben, dass du das nicht beabsichtigst: Deswegen wolltest du dich dort auch nicht als Hausherr sehen, weil du eine Weiterentwicklung nicht für möglich hältst; du bist bereit, sie als deinen Freund zu betrachten, dem du bei Bedarf immer bereit bist zu helfen, aber es wäre besser, besonders deinerseits, die Phantasie nicht zu entwickeln.“

94. „Und wenn das Schwesterchen mich fragt, warum ich nicht mit ihm eine Familie gründen will?“

95. „Aber man gründet doch nicht eine Familie vom Kopf her! Solch eine Verbindung darf man nicht von der Position her anschauen, inwieweit das logisch oder bequem ist.

96. Also, auf die Frage "warum?" werden vielmehr irgendwelche Überlegungen von dir vermutet, die dich sozusagen zu einer Schlussfolgerung darüber gebracht haben, dass eure Vereinigung nicht nötig ist. Das ist ein nicht richtiger Gedankenvorgang.

97. Darum ist die Frage "warum?" in Wirklichkeit nicht passend. Du brauchst dich auf Überlegungen zu diesem Thema nicht besonders stark einlassen. Du siehst es einfach innerlich als unmöglich an, du bist nicht bereit.“

98. „Wird diese Antwort ausreichen, ja?“

99. „Ich weiß nicht.“

100. „Aber sie insistiert bei mir weiterhin...“

101. „Alles hängt von der Frau ab, die diese Antwort hört. Eine Frau sagt: "Gut, ich habe verstanden." Eine andere Frau wird dir noch eine Unmenge Fragen stellen.“

102. „Nun, eine der Fragen lautet so: "Was ist, werde ich in ästhetischer Hinsicht nicht wahrgenommen?"“

103. „Sag: "Lieber vertiefen wir uns nicht in dieses Thema."“

104. „Verstanden, danke. Und ist es richtig, die Frau zu bitten, mich überhaupt nicht zu berühren, keine Massage anzuwenden, mir nicht die Füße zu waschen, damit sich ihre naturgegebenen Wünsche mir gegenüber nicht verstärken? Sie sind offensichtlich, sie möchte mich berühren.“

105. „Auf die Weise... überraschend? Also du liegst – und fühlst, dass man dir schon eine Massage gibt? Das ist schon irgendein anderer Schritt. Er beginnt doch mit etwas anderem. Vielleicht mit einem Vorschlag?

106. Also du fragst, kann man der Frau eine Absage erteilen, wenn sie vorschlägt, eine Massage zu geben?“

107. „Ja, ja.“

108. „Ob man ihr in diesem Moment eine Absage erteilen darf, ja? Vorher hieß es deinerseits: "Ihr nicht erlauben, dich zu berühren." Dies bedeutet, dass sie dich schon überraschend berührt und du nicht weißt, wie du ihre Hände festhalten kannst, die schon alles... sie kleben schon an dir.“

109. „Auch das kommt vor.“

110. „Gibt es das sogar auch noch? Du hast diese Bedingungen geschaffen! Dann muss man es ihr erklären, man muss vorsichtig sein, hier musst du schon eine Grenze einhalten. Wenn du nicht möchtest, dass sich eure Beziehung entwickelt. Obwohl, wenn für dich etwas notwendig ist (Massage wird manchmal rein medizinisch benötigt), so ist das möglich. Hier muss man schon entsprechend auf die Situation schauen.

111. Denn grundsätzlich kann es hier kein kategorisches Verbot geben, nur den Wunsch – lieber die gegenseitige Beziehung nicht entwickeln... Es gibt hier keine Übertretung. Hier können einfach Schwierigkeiten vorkommen, denen gegenüber du bereit sein sollst und welche du wiederum im Weiteren lösen musst.“

112. „Ist es richtig, sie zu bitten, sich prinzipiell nicht auf mein Bett zu setzen und zu legen?“

113. „Prinzipiell? Wenn sie müde ist, und es gibt nichts weiter, wo sie sich setzen kann, muss sie sich dann etwa auf den Fußboden setzen?“

114. „Es gibt etwas, wo sie sich hinsetzen kann. Aber bitten, sich nicht auf mein Bett zu setzen und sich nicht aufs Bett zu legen.“

115. „Nun, das ist auch möglich. Wiederum kommt es darauf an, wie aufdringlich ein Mensch seine Gefühle dir gegenüber äußert. Es kann auch vorkommen, dass ein Mensch seine Aufmerksamkeit auf sehr aufdringliche Weise äußert.

116. Wenn solche Gefühle sehr aufdringlich geäußert werden, so entsteht natürlich der Wunsch, diesen Menschen anzuhalten, ihn immer wieder in seiner Gefühlsäußerung zu bremsen. Also hier kann so etwas durchaus sein. Und dann soll man das besprechen, wenn du siehst, dass es immer aufdringlicher zutage tritt. So etwas ist möglich.

117. Aber wie kann so etwas vor sich gehen, wenn ihr tatsächlich in einem Haus, in einem Raum, unter einem Dach sein müsst?“

118. „Es gibt eine zweite Etage, die extra für sie gemacht wurde.“

119. „Aber es wäre besser, wenn ihr nicht unter einem Dach wohnen würdet. Wenn es solche Gefühle, solche Äußerungen gibt und du keine Möglichkeit siehst, sie zu entwickeln, so ist es natürlich besser, nicht unter einem Dach zu wohnen, sonst wird es große Komplikationen geben. Sowieso werdet ihr nicht lange so wohnen, das wird sich bei euch so stark verschärfen, dass auf der Energieebene, also psychologisch, das dann sehr schwer zu ertragen ist. Es wird sich eine große Schwierigkeit ergeben, und ihr müsst dann sowieso bitten, die Entwicklung solcher Beziehung zu beenden. Aber führt es lieber nicht in eine tiefe Sackgasse hinein.“

120. „Lehrer, darf ich ohne Einwilligung meiner Frau, die schon beinahe drei Jahre "in der Welt" lebt, eine Frau als Helferin in mein Haus einladen – mit der eventuellen Perspektive, eine neue Familie zu gründen, wenn der Hauptgrund dessen, dass meine Frau nicht kommt, der ist, dass ich kein großes Haus besitze (es gibt einfach ein kleines Häuschen)?“

121. „Und besteht die Absicht, ein größeres zu bauen?“

122. „Ja, diese Absicht besteht. Aber gerade hier fing bei uns die Meinungsverschiedenheit an: Meine Frau will, dass wir sofort ein großes Haus haben, und ich in der Weise, dass ich einfach von meinen finanziellen und körperlichen Möglichkeiten ausgehe...“

123. “ ...das für wenig wahrscheinlich hältst, ja?“

124. „Ja, das ist wenig wahrscheinlich.“

125. „Also, im Grunde genommen ist damit verbunden, dass sie dann wahrscheinlich überhaupt nicht kommt. Ja, in diesem Fall ist es möglich, dass du einen Menschen als Hilfe einlädst.

126. Aber teile es deiner Frau vorher mit, sag ihr, dass du Frauenhände, ein Frauenherz brauchst, damit die notwendige Hilfe in deinem Haus, selbst in diesem kleinen Häuschen, geleistet wird. Sag es so: "Es wird einfach die Hilfe einer Frau benötigt. Und da es in der nächsten Zeit nicht wahrscheinlich ist, dass du kommst, so bleibt mir nichts anderes übrig, als jemanden einzuladen."“

127. „Und sie einfach wissen lassen, dass die Entwicklung der Ereignisse möglich ist?“

128. „Ja. Sag es so: “Entweder kommst du jetzt, weil ich deine Hilfe brauche, oder ich sehe keinen anderen Ausweg. Ich brauche Hilfe."“

129. „Habe ich richtig verstanden, dass ich in dieser Situation meiner Ehefrau eine letzte Frist zu kommen festsetzen soll (zum Beispiel einen Monat), nach deren Ablauf eine helfende Frau einlade?“

130. „Du brauchst keine Frist festsetzen, du bittest einfach, sofort zu antworten.“

131. „Einfach zu antworten?“

132. „Ja. Eine Antwort ihrerseits ist notwendig – ob man nun auf sie warten soll oder nicht. Das heißt, sie hat einfach zu antworten.“

133. „Und wenn im letzten Telefonat so ein Satz kam: "Wofür brauche ich so einen Mann?" Und einfach direkte Beleidigungen folgten. Sollte ich dem Aufmerksamkeit schenken?“

134. „Ja, warum sollst du dem Aufmerksamkeit schenken?“

135. „Sollte man nicht? Einfach die Frage stellen?“

136. „Ja, ja.“

137. „Ein alleinstehender Mann hat einer verheirateten Frau SMS-Mitteilungen geschickt...“

138. „A-a...“

139. „Also irgendwelche Anekdoten, Witze, Fragen über ihre Meinung zu etwas... Solche Verbindung fand weiterhin statt...“

140. „Sie soll nicht antworten.“

141. „Soll sie nicht, ja?“

142. „Sie soll einfach das alles nicht beantworten.

143. Ein alleinstehender Mann darf sich an eine verheiratete Frau nur wegen einer offensichtlichen Angelegenheit wenden: wenn sie eine Expertin auf irgendeinem Gebiet ist, und er ihre Ratschläge und Schlussfolgerungen in so einem Fall benötigt.

144. Also, angenommen, sie ist eine Meisterin im Bereich Bauen (wir übertragen das in eine euch verständliche Form), und der Mann will ein Haus für sich bauen, aber er ist in dieser Sache ohne Erfahrung. Darum sein Wunsch, sich an diese Frau zu wenden, damit sie ihm einige Fragen bezüglich des Baus klären hilft, das ist normal.

145. Aber Anekdoten, einfach irgendetwas Amüsantes, was sich einfach auf etwas Emotionales bezieht, zuzuschicken – so ein alleinstehender Mann hat kein Recht, in Bezug zu einer verheirateten Frau initiativ zu werden. Er hat einfach kein Recht, das als erster zu unternehmen, das ist seinerseits nicht normal.

146. Darum soll die Frau einfach nicht antworten, wenn sie so etwas Unnormales erblickt. Sie darf das nicht unterstützen.“

147. „Ich will fragen: Ist es wichtig, die Nachtträume verstehen zu lernen?“

148. „Verstehen bedeutet nicht, sich geistig zu entwickeln. Die Änderung einer Information im Kopf muss nicht eindeutig ebenso parallel mit der Veränderung des Geistes im Menschen zusammenhängen.“

149. „Dann frage ich so: ist es wichtig zu lernen, auf Träume richtig zu reagieren?“

150. „Ob man lernen soll, in einem Traum richtig auf etwas zu reagieren, um sich geistig zu entwickeln?“

151. „Im Traum, ja. Und dann beim Aufwachen...“

152. „Nein, ist nicht nötig. Denn in Wirklichkeit wird das nicht von euch gefordert. Ich verstehe, was du fragen willst, nur gelingt es dir nicht, es richtig auszudrücken.

153. In Wirklichkeit ist das, was ihr nachts träumt – das Ergebnis des Geistigen, das euch jetzt zueigen ist. Ihr reagiert auf etwas im Zusammenhang mit dem, was ihr habt. Das ist mit keiner Übung verbunden, die euch entwickelt oder zur Degradierung führt (falls ihr euch damit nicht beschäftigt, es nicht entwickelt). Dies bezieht sich nicht auf aktive Handlungen. Das ist einfach das Ergebnis von dem, was ihr seid.

154. Natürlich bezieht sich das auf das Geistige. Das ist nämlich das Merkmal dessen, was ihr seid. Aber nur das. Morgen schon seid ihr anders. Wenn sich bei euch irgendwelche inneren Besonderheiten ändern, könnt ihr beim nächsten Mal schon etwas anderes in Bezug auf dasselbe Bild verspüren. Wenn ihr euch innerlich wirklich irgendwie ändern werdet.“

155. „Habe ich also richtig verstanden, dass ein Traum vergangene Ereignisse sozusagen registriert?“

156. „Diese Ereignisse müssen nicht unbedingt mit diesem Menschen zusammenhängen.“

157. „Nicht unbedingt?“

158. „Natürlich. Mit vielen anderen Menschen... Einfach reagieren vor allem natürlich eure Gefühle, aber in einer Verzerrung, die in eurem Bewusstsein vor sich geht, wenn ihr diesen Traum seht. Ihr seht etwas und reagiert, es öffnet sich etwas in euch, eure eigene Reaktion bezüglich dieses Themas.“

159. „Und auf welche Weise kann man lernen, Träume maximal richtig für sich zu nutzen?“

160. „Auf keine Weise. Das ist nicht nötig, einfach nicht nötig. Um euch herum ist die Realität, die ihr lernen sollt, richtig zu nutzen. Es ergibt sich, dass ihr, wenn ihr nicht gelernt habt, die Realität zu nutzen, lernt, im Traum die Illusion zu nutzen, die in eurem entspannten Bewusstsein eigenartig verzerrt wird. 161. Man soll sich dahinein nicht so vertiefen. Nun, lass fahren! Das nächste Mal wird es ein anderes Ergebnis geben. Und ihr werdet euch in der Realität verändern, wenn ihr im Wachzustand seid.“

162. „Also soll man den Träumen keine Aufmerksamkeit schenken?“

163. „Ist nicht nötig. Man soll sich nicht so tief darin versenken. Es kommt vor, dass man in Träumen einen Hinweis zu sehen versucht. Aber es ist der Kopf, der sich bemüht, den Hinweis zu erkennen. Das ist gefährlich. Denn ihr beginnt, euch dabei schon weniger an eurer Gefühlswelt zu orientieren und mehr an euren Einstellungen, die sich in eurem Bewusstsein formen. Das kann leicht zu einer Gefahr werden.“

164. „Und ich habe versucht, Träume zu verstehen, ich habe gelernt, mit meinen Gefühlen Träume zu definieren. Sie sind unterschiedlich. Zum Beispiel, wenn ich Schwächen in meinem Leben zulasse, und man in einem Traum irgendwie auf mich einwirken will, so beginnt man eben diese Schwächen zu berühren.“

165. „Na ja.“

166. „Und während ich aufwache, fange ich an, sozusagen genau zu formulieren, dass das da meine Schwäche ist, und dass ich dem meine Aufmerksamkeit schenken soll. Von diesem Standpunkt aus ist ein Traum...“

167. „Aber das ist auch ein Ergebnis von dem, was du bist (das habe Ich bereits gesagt). Du siehst dort einfach vor allem deine nicht verzerrte Erscheinung. Wenn du in deinem wachen Zustand versuchen kannst, etwas zu verstecken, so gelingt es in der Regel nicht, während des Träumens etwas zu verstecken. Es zeigt sich deine natürliche Reaktion.“

168. „Habe ich also richtig verstanden, dass der Traum eine nützliche Sache für meine Entwicklung, für das Verstehen meiner selbst ist?“

169. „Dort kann auch etwas Nützliches für dich sein. Besonders, wenn du vor allem deine eigene Reaktion betrachtest.“

170. „Ich danke Dir.“