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Die Lehrtexte von Vissarion (Vissarion)   
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     Ansprache 32:   Kindheit und Reife

In der winterlichen Taiga
Feier im Frühjahr

       Der Mensch ist berufen, Schöpfer zu sein

1. Die geistige Entwicklung ... ein großartiger Flug des Geistigen Gewebes des Menschen ...

2. Wie unglücklich ist der Mensch! Wie unglücklich ist das Kind Gottes, das auf der Mutter Erde lebt und nichts weiß über diesen einzigartigen Flug, über die wunderbaren geistigen Schätze,

3. Die dazu berufen sind, dem Menschen zu helfen, würdig die Gebote des Himmlischen Vaters zu verkörpern - Ihm gleich zu sein! Schöpfer zu sein,

4. Denn auch die Funken der mächtigen Flamme tragen weiterhin Wärme und Licht in sich. (In diesem Bild entspricht die mächtige Flamme dem Himmlischen Vater, Seine Funken sind die Menschen - Anm. d. Übers.)

5. Eine großartige Gabe - Schöpfer zu sein.

       Die zwei Schöpfungsströme

6. Doch zusammen mit dem Verstehen dessen, dass das All zwei grundlegende Prinzipien besitzt, muss der Mensch zwei verschiedene Schöpfungsströme erkennen:

7. Den Strom des materiellen Daseins und den Strom des geistigen Daseins.

8. Doch was stellt der eine und was der andere dar?

9. Das Gesetz der Entwicklung der Harmonie geht immer nur den Einen Weg -

10. Den Weg der Wahrheit. Das bedeutet, dass Sie immer existiert und von keinerlei Wünschen abhängt.

       Der Alleinige und Seine Schöpfungen

11. Der Lebensgeist, der vom Alleinigen ausgeht, ist ewig;

12. Denn Er war immer und wird immer sein.

13. Die Schöpfungen des Alleinigen aber waren nicht immer und erst vor langer Zeit sind die ersten Tätigkeiten Seines mächtigen Prinzips erschienen, die sich jetzt bis zu bestimmten Grenzen ausgebreitet haben.

14. Diese Kinder entwickeln sich nach einem strengen, unabänderlichen Gesetz und werden sich endlos im unendlichen Weltraum ausbreiten.

15. Dieser Weg bewegt sich immer vom Gröberen zum Feineren, zum Vollkommeneren,

16. Worin die Wahrheit über die ursprüngliche Geburt des Schöpfers des Alls besteht -

17. Des Schöpfers der gewaltigen materiellen Welt, der gewaltigen Ewigkeit des materiellen Daseins.

18. Und erst vor langer Zeit erblühte in Seinem Schoße eine wunderbare Blume,

19. Die einer neuen Ewigkeit den Anfang gegeben hat - der Ewigkeit des Segens, des mächtigen geistigen Daseins.

20. Bei der Entwicklung des Alls hat sich der Alleinige ursprünglich nie ein Ziel gesetzt,

21. Denn das Weltall entwickelt sich immer auf dem besten Weg und nach einem strengen, unabänderlichen Gesetz,

22. Wonach alles, was entsteht, in Harmonie mit der Entwicklung des Alls treten muss, und nur dann kann es sein Dasein fortsetzen.

23. Wenn es das aber nicht erreicht, so wird es sich wie ein schädlicher Virus selbst zerstören,

24. Weshalb eine endgültige Zielsetzung sinnlos ist.

       Der Himmlische Vater und Seine Schöpfungen

25. Da der Himmlische Vater den Weg kennt, den Seine Kinder begehen sollen, und weiß, wie viele Fehler sie machen werden, während sie sich auf dem noch nie begangenen Weg bewegen und Seiner Stimme nicht gehorchen, sind Seine Schöpfungen darauf gegründet, dass der Himmlische Vater immer versucht, Seinen Kindern zu helfen,

26. Indem Er euch zusätzliche Hinweise und neues Wissen gibt, und den Weg zu den wahren Gipfeln ebnet,

27. Die der Vater Seinen geliebten Kindern bereitet hat.

28. Der geistige Weg besitzt also nicht die unabänderliche Strenge, die dem materiellen Weg eigen ist.

       Die Fürsorge der Kinder des Alleinigen

29. Der Alleinige trachtet nie danach, jenen zu helfen, die aus Seiner Harmonie treten.

30. Doch Seine Kinder, denen kolossale Möglichkeiten des beweglichen Verstandes gegeben wurden, haben diese Strenge wesentlich belebt.

31. Wenn sie von einer schwachen Entwicklung erfahren, versuchen sie immer zu helfen, damit das Schwache nicht aus der Harmonie herausfalle.

32. Doch auch dieses Bestreben, Hilfe zu leisten, verbleibt im Rahmen des strengen Gesetzes.

33. Das Weltall, das das Geistige Gewebe nicht besitzt, hat seinen eigenen Begriff vom Guten und Bösen.

34. Deshalb existiert eine einfache Lösung: das Wenigere wird im Namen der Entwicklung des Größeren geopfert.

       Die Fürsorge des Himmlischen Vaters

35. Die große Herrlichkeit des Himmlischen Vaters aber besteht darin, dass Er niemals das beliebigste, scheinbar hoffnungsloseste Seiner Kinder ohne Aufmerksamkeit und Unterstützung lässt.

36. Deshalb sendet Er Gesetze aus, die das Verständnisniveau der Empfangenden berücksichtigen.

37. Und die Strenge, die dennoch in Erscheinung tritt, ist nur in jenem Licht zu sehen: Wenn ihr die Gesetze Gottes nicht einhaltet, sät ihr unvermeidlich den Samen der Kälte aus und damit setzt ihr das strenge Gesetz des materiellen Daseins in Bewegung.

38. Dieser Samen aber wird immer aufgehen. Und dann steht euch bevor, die Früchte des Baumes zu ernten.

39. Die Früchte des Baumes aber sind wesentlich mehr an der Zahl als der ausgestreute Samen.

40. Und so wie einst ein auf den Kopf fallender Apfel den Menschen zu mehr Wissen verholfen hat, so können die steinigen Früchte, wenn sie vom Baum der Kälte fallen, auch den Kopf eines Unglücklichen aufschlagen.

41. Das jedoch ist keine göttliche Strafe. Und wahrlich, Ich sage euch: Nur ein Blinder kann das Gegenteil behaupten.

       Die Gesetze des Alleinigen bestrafen die Ungehorsamen streng

42. Und versucht nicht, euch auf das im Alten Testament Gesagte über die Strafe Gottes zu berufen und darauf, dass Gott die Herzen grausam mache.

43. Denn, indem die Menschen im Ozean der Wildheit und der Ehrung der größeren physischen Stärke verblieben sind, konnten sie sich nur vor der größeren Kraft verneigen.

44. Deshalb wurde in diesen lang vergangenen Zeiten den jungen Kindern die ursprüngliche Wahrheit über die Macht des Schöpfers des Weltalls offenbart,

45. In Dem zwei Prinzipien eingeschlossen sind: die Erschaffung und die Zerstörung, und Dessen Gesetze die Ungehorsamen streng bestraft haben.

46. Die Angst vor dem mächtigen Schöpfer der materiellen Welt hat die wilden Ausschweifungen der unvernünftigen Kinder gezügelt.

       Der Himmlische Vater ist nicht fähig zu bestrafen

47. Doch das ist nicht die Wahrheit über die Herrlichkeit eures Himmlischen Vaters.

48. Und natürlich - versucht nicht etwas Gemeinsames zwischen dem Wesen der Liebe des Himmlischen Vaters und eines Vaters zu finden, zu dem jeder Mann des Menschengeschlechts wird.

49. Denn euer Herr steht über den Gesetzen des materiellen Daseins.

50. Er ist der Beginn eines neuen Daseins.

51. Die Entwicklung eurer Seele ist nur dank des Körpers möglich.

52. Doch wenn ihr euch in einen Körper kleidet, so fallt ihr auch in die Umarmung der materiellen Gesetze. Und der Stempel der Strenge berührt euch.

53. Von daher kommt der harte Stoß des irdischen Elternteils für seine geliebten ungehorsamen Kinder.

54. Wahrlich, Ich sage euch: Der Himmlische Vater ist unfähig zu bestrafen. Und untersteht euch nicht, Seine Herrlichkeit zu schmälern, indem ihr das Gegenteil behauptet.

55. Erkennt die Größe der Herrlichkeit des Herrn,

56. Der euch die Möglichkeit geschenkt hat, vor dem Antlitz des Daseins die einzigartigen Schätze zu offenbaren, die es im Weltall noch nicht gibt, doch die in Form von wunderbaren Fünkchen noch immer im Inneren von jedem von euch verborgen sind.

       Die Welt des Alleinigen ist herrlich, doch sie atmet Kälte

57. Die Welt des Schöpfers des Universums ist herrlich.

58. Sie ist endlos und glitzert in allen Regenbogenfarben.

59. Einen Tropfen aus diesem Ozean bewundert ihr im Antlitz der Mutter Erde.

60. Doch diese Welt besitzt den Atem der Kälte.

61. Die Gesetze dieser Welt sind immer unabänderlich und keiner kann sie brechen.

62. Sie werden im Schoße des Stromes der ewigen Bewegung geboren und bringen das Wesen nur dieses Stromes zum Ausdruck.

63. Die Zeit fließt ständig in eine Richtung.

64. Deshalb kennt das All nur eine Richtung.

       Der Weg des Verstandes ist einem Kristall ähnlich

65. Der außerirdische bewegliche Verstand ist vielseitig und einem Kristall ähnlich.

66. Seine Vertreter bilden eine gewaltige Menge von Welten im All, und von Seiten des Verstandes sind sie eure älteren Brüder.

67. Die Harmonie bewegt sich immer entlang Eines Weges: vom Wenigeren zum Größeren.

68. Und, heutzutage euer Antlitz vor der Welt offenbarend, die viele Millionen Jahre älter ist als ihr, seid ihr nicht nur wahrhaftig geringer im Verstand, sondern auch die ersten und einzigen in der Liebe.

69. Von eurem Aufblühen wird es jetzt abhängen, ob sich die Wüste mit Rosen bedeckt, ob alles aufblüht und das All in Liebe entflammt. Wahrlich, Ich sage euch: Das steht in eurer Kraft!

70. Die außerirdische Welt aber wird weiterhin in Regenbogenfarben glitzern. Doch wie groß ist die Kälte!

71. Ein Kristall hat viele Kanten, doch es gibt eine Grenze, die Form ist festgelegt.

72. Der Kristall besitzt eine großartige Ausgeglichenheit, denn der Verstand unterliegt nicht dem Sakrament der Freien Wahl, weshalb sich der Strom geradeaus bewegt.

       Der Weg der Seele ist dem Feuer ähnlich

73. Der Weg der Seele, die du bist und die ein erstaunliches Kind Gottes ist, ist dem Feuer ähnlich.

74. Die Flamme hat nie eine beständige Form und besitzt die Unausgeglichenheit. Über die Menge der Kanten zu sprechen ist unsinnig.

75. Das Feuer ist ebenfalls fähig, vielfarbig zu sein, doch es bringt eine ungeheure Wärme. Wie ungeheuer ist die Kraft des Feuers!

76. Und ihr werdet fähig sein, sie zu beherrschen. So erreicht dies denn würdig, damit euch kein Brand verbrenne!

       Der Verstand möchte jede Frage klären

77. Achtet auf die Stimme der Wahrheit, denn so spricht der Herr.

78. Vor vielen Jahren, bereits vor eurem Erscheinen auf der Erde, haben eure zukünftigen Körper, die das Geistige Gewebe noch nicht besaßen, auf natürliche Weise ihren Aufstieg nach den Gesetzen der allgemeinen Entwicklung des Verstandes des Weltalls begonnen.

79. Denn der Verstand ist nur dem Körper eigen. Und der Verstand begann zu analysieren.

80. Das Bestreben, jede Frage zu klären - ist der mächtige Antrieb zur Entfaltung des Verstandes.

       "Esst nicht von jenem Baum ..."

81. Doch dann hat die Seele einen Körper bekommen. Feuer traf auf Wasser.

82. Zischen ... Und der Dampf vernebelte die Augen. Der Horizont verschwand aus dem Blickfeld, doch der allesliebende Vater führte sorgsam Seine Kinder.

83. Eine sanfte Stimme sprach einst: "Esst nicht von jenem Baum: Ihr werdet sterben."

84. Doch der Verstand existiert und das Gesetz seiner Entwicklung ist noch stark.

85. Der Glaube an den Vater kam ins Wanken und zwei Fruchtstängel am Baum blieben ohne Früchte. Der Kummer warf seinen kalten Umhang aus.

86. Die Neugierde war stärker als der Glaube, und der Erbfehler (wörtlich: das Grundübel - Anm. d. Übers.) wurde geboren,

87. Den ihr massenweise bis zum heutigen Tag begeht. Dabei erfahrt ihr jedoch nur das, was eure geistige Welt zerstört und eure Seele abkühlt.

88. Und jetzt beinhaltet der Begriff des menschlichen Wortes "Weiser" einen Alten, der das Wesen des weiten Feldes des Daseins umgegraben hat.

       Der Verstand ist immer der Qualität eurer Seele untertan

89. Die vernünftige Denkweise ist der materiellen Welt eigen.

90. Der Körper aber ist euch gegeben worden, um die Seele zu entwickeln, und seine Handlungen sollen auf der Grundlage des Glaubens geschehen.

91. Denn der Verstand entwickelt sich auf der Grundlage des Wissens, die Seele aber - auf der Grundlage des Glaubens.

92. Heute müsst ihr erkennen lernen, dass euer Verstand nicht das Bestimmende ist, sondern nur eine Hilfsfunktion ausübt.

93. Denn euer Verstand ist immer der Qualität eurer Seele untertan.

94. Und bis zu jenem Moment, in dem eure Seele einen reineren Zustand erreicht, wird der Verstand dem Einfluss dunkler Seiten der Seele unterliegen und sich in die falsche Richtung entwickeln.

       Seelenarmut macht den Menschen gefährlich

95. Seelenarmut aber macht den Menschen ungewöhnlich gefährlich, und er ist fähig, nicht nur seinesgleichen und der Natur, sondern auch dem Weltall zu schaden.

96. Deshalb muss jeder Mensch den Weg der Reinigung und Entwicklung seiner Seele gehen.

97. Hört vor einer Entscheidung auf die Stimme eurer Seele, der Verstand aber ist berufen zu helfen, das Gewählte so gut wie möglich umzusetzen.

98. Die volle Blüte des Verstandes ist nur bei euren älteren Verstandesbrüdern möglich, bei denen das Geistige Gewebe fehlt und sich der Verstand ungehindert entwickeln kann.

       Der Mensch versucht vergeblich, das Geistige mit dem Verstand zu erfassen

99. Der Verstand aber kann das Geistige nicht erreichen.

100. Er kann nur schlussfolgern: ist etwas zum Guten oder zum Schlechten - nachdem die Seele den einen oder anderen Weg zur Eroberung der Geistigkeit betreten hat.

101. Wahrlich, Ich sage euch: Es ist unsinnig zu versuchen, zuerst das Wesen des geistigen Aufstiegs zu ergründen.

102. Und im Versuch, sich zuerst in den Bahnen des Verstandes zu entwickeln, versucht der Mensch, ohne es zu wollen, das Geistige mit dem Verstand zu erfassen.

103. Doch der kristallene Torriegel bleibt unberührt -

104. Ein einfacher Riegel, den man nur zurückzuschieben brauchte, und das Märchen würde in euren Seelen rauschen wie ein duftender Strom.

105. Ihr aber zieht es vor, dieses Tor zu umkreisen und dabei einen tiefen Graben auszuscharren, der euch schon fast bis zum Kopf reicht, während ihr über den Nutzen der Existenz eines Tores in der wüsten Gegend nachdenkt.

       Hilfe durch die außerirdischen Brüder

106. Das Weltall hat ebenfalls lange Zeit versucht, das Wesen eures Daseins zu ergründen.

107. Und als der außerirdische Verstand die Schlussfolgerung gezogen hatte, dass dem Menschen die wissenschaftlich-technische Entwicklung nicht eigen ist, sondern nur die geistige, da versuchten sie, euch zu helfen, die geistigen Gipfel zu erreichen,

108. Indem sie euch das aussandten, was ihrer Meinung nach das Beste auf diesem unbekannten Weg sei.

109. Eine riesige Menge weiser Gedanken hat sodann das Bewusstsein der Menschen erfüllt.

       Weise Gedanken reichen nicht aus, um eure Seele zu entwickeln

110. Doch ist es möglich, durch das Bewusstsein seine Seele zu entfalten? Wahrlich, Ich sage euch: Nein.

111. Die Entwicklung der Seele geht nur dank der Handlungen des Körpers vonstatten.

112. Deshalb geht das Aufblühen eures Geistigen Gewebes nicht dadurch vonstatten, dass ihr immerfort immer weisere Gedanken anhäuft, sondern nur unmittelbar mit den ersten wahren Schritten eurer Füße auf der Mutter Erde,

113. Wenn ihr bei jeder Berührung mit jeglichem Körper der Umwelt bestrebt seid, ihm die Wärme eurer Seele hinzugeben.

       Kindheit und Reife sind keine Gegensätze

114. Einst ist gesagt worden: "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Lukas 18,17 - Anm. d.Übers.)

115. Die Kindheit - das sind jene großartigen Sakramente, die dazu berufen sind, das Geistige Gewebe des Menschen unermesslich zu bereichern.

116. Sie sind euch von den ersten Tagen eures Daseins an gegeben worden, und ihr seid verpflichtet, sie während eures ganzen Lebens zu entwickeln.

117. Oh, wie überaus groß ist der Wert der erstaunlichen Sakramente der Phantasie und des Träumens!

118. In eurer Unwissenheit habt ihr sie allerdings wie einen Teil der unvernünftigen Kindheit verworfen,

119. Indem ihr heuchlerisch die Kindheit und die Reife in zwei Gegensätze geteilt habt.

120. Und mit diesem Schritt wurde der erwachsene Mensch einem großen Würfel ähnlich, der durch das Leben rollt, sehr viel Lärm macht und mit seinen Ecken seine Nächsten zerkratzt.

121. Die Menschheit hat einen großen Verlust hinnehmen müssen.

122. Seht, wie das Kind die Welt kennen lernt, im Unterschied zum Weg des Erkennens bei einem Erwachsenen.

123. Die Kinder überragen weithin einen großen Teil der erwachsenen Bevölkerung in ihren menschlichen Eigenschaften.

124. Ihre geistige Welt ist noch nicht verkrümmt durch alle möglichen Unbeständigkeiten wie im Leben der Erwachsenen, die den fatalen Fehler gemacht haben, sich widersinnig weit von der Kindheit zu entfernen.

125. Kindheit und Reife sind keine Gegensätze. Reife ist die Fortsetzung der Kindheit.

126. Und Ich sage euch wahrlich: Tief unglücklich sind jene Männer, die fähig sind mit herablassendem Lächeln auf die Taten eines Menschen zu blicken, in dessen Handlungen etwas Kindliches durchschimmert.

       Die grenzenlose Gestaltungskraft der Kinder

127. Die grundlegendste Eigenschaft der Kinder besteht in ihrer Fähigkeit, das sie Umgebende rein und zauberhaft aufzunehmen.

128. Sie nehmen mit Leichtigkeit die Wahrheit an, dass die umgebenden Bäume, die Erde und die Steine sie spüren können.

129. Und eine richtige geistige Unterstützung der Kinder in diesen lichten Minuten führt dazu, dass sie keinen Zweig mehr abbrechen, ohne dafür gewichtige Gründe zu haben; und sogar dazu, dass sie keinem Stein gedankenlos einen Tritt versetzen, der sich unter ihren Füßen befindet.

130. Die Kinder der Wahrheit besitzen die Fähigkeit, mit den Blumen zu sprechen, die Wolken zum Freund zu haben und unhaltbar im Windstoß zu fliegen, wobei sie eine große Menge smaragdenen Staub mit sich ziehen, der von den Blüten der Träume herabgefallen ist.

131. Sie erlangen die Möglichkeit grenzenlos zu gestalten, trotz aller Gesetze des materiellen Daseins.

132. Von den Tätigkeiten dieser Kinder erscheinen am Himmelszelt gestreifte Wolken, im All drehen sich Planeten in Form von Kringeln und sonstigen unerwarteten Umrissen,

133. Und ein Meer wunderbarer Blumen kann jegliche Sternoberfläche bedecken.

134. Ihr könnt euer Leben in einer beliebigen Ecke des Alls verbringen und dabei jene geistigen Eigenschaften gewinnen, die euch niemand zur Verfügung stellen kann.

135. Und das ist die Herrlichkeit Gottes - unsichtbar, doch überall anwesend!

       Die Vorstellungskraft gibt der Seele einen immensen Reichtum

136. Die jungen Leute jedoch betreten den Weg des grenzenlosen Wissens, wo mit Hilfe der wissenschaftlichen Erkenntnis die Geheimnisse aller Erscheinungen gelüftet werden.

137. Das lebendige Licht, das Geheimnisse ausstrahlt, verliert an Farbe und verwandelt sich in eine unendliche Reihe von Formeln und chemischen Elementen.

138. Im Menschen verkümmert die Vorstellungskraft - jene Lebensquelle der geistigen Welt.

139. Und im weiteren Leben ruft die Einwirkung eines Geheimnisses das quälende Gefühl der Unzufriedenheit hervor, das mit Hilfe von zusätzlichem Wissen beseitigt wird,

140. Was dem Menschen Ruhe und ein Minimum an Lebensfreude gewährt,

141. Wonach das Interesse an der erkannten Erscheinung abkühlt.

142. Die Vorstellung lässt nie das Interesse am Unbekannten abkühlen, denn sie hat die Fähigkeit, sich mit der Zeit ständig zu ändern,

143. Und hängt davon ab, wie der Mensch das Erkennbare sehen möchte.

144. Die Fähigkeit, dank derer der Mensch das Unbekannte so sieht, wie es seine Vorstellungskraft erlaubt, hilft das zu fühlen, was mit dem Verstand zu fühlen unmöglich ist.

145. Das gibt seiner Seele einen immensen Reichtum.

       Durch die Vorstellung bekommt ihr die vollständigste Erfüllung

146. Und mit der Großartigkeit einer der Seiten der Vorstellungskraft kommt ihr in eurem Leben ständig in Berührung, ohne ihr die würdige Aufmerksamkeit zu widmen.

147. Wenn einer eurer Nächsten, ohne seine Bewunderung zu verbergen, etwas gesehenes Schönes beschreibt und ihr möchtet ebenfalls damit in Berührung kommen, so schafft eure Vorstellung in Erwartung eines Zusammentreffens damit lebendige Bilder, die für die günstigste Betrachtung durch eure individuellen Empfindungen in einem bestimmten Moment notwendig sind.

148. Doch für gewöhnlich empfindet ihr eine gewisse Enttäuschung, wenn ihr dann mit der Realität zusammentrefft.

149. Denn die Realität existiert für sich und ist unabhängig von menschlichen Wünschen.

150. Durch die Vorstellung jedoch bekommt ihr die vollständigste Erfüllung.

151. So erkennt denn würdig das grenzenlose Sakrament, das eure Seelen unendlich bereichert!

       Schämt euch nicht, Kindern ähnlich zu sein

152. Erlernt die Reue! Und nehmt die Hand, die euch der Himmlische Vater heute reicht. Beginnt den wahren Aufstieg!

153. Werft den grauen Umhang des falschen Erwachsenseins ab;

154. Solange es nicht zu spät ist, entwickelt die Vorstellungskraft und träumt!

155. Denn die Vorstellung ist eine gewaltige Quelle der wahren Erkenntnis des Daseins.

156. Versucht nicht, die Kindheit hinter euch zu lassen und schämt euch nicht, Kindern ähnlich zu sein.

       Im Wesen der Kindheit liegt das Nehmen, im Wesen der Reife das Geben

157. Doch wisset, dass im Wesen der Kindheit das Nehmen, im Wesen der Reife - das Geben enthalten ist.

158. Diese Wahrheit weist darauf hin, dass die Reife danach trachtet, die größte Erfüllung darin zu finden, ihre wunderbaren Gaben mit den Mitmenschen zu teilen.

159. Das geschieht mit Hilfe von Tätigkeiten, die den Mitmenschen zum Nutzen gereichen.

160. Wahrlich, Ich sage euch: Solche Schöpfungen werden Sonnenlicht ausstrahlen.

       Falsches Erwachsensein bringt Leid für Mitmenschen und Umwelt

161. Denkt daran! Solange ihr auf der Erde seid - seid ihr ihre Kinder,

162. Und nur euer Streben nach dem falschen Erwachsensein ist in der Lage, euch zu unvernünftigen Wesen zu machen, die den Mitmenschen und der Umwelt Leiden bringen.

163. Deswegen muss die Mutter Erde heutzutage unwahrscheinliche Leiden erdulden, so dass ein gewaltiger Nebel des Kummers bald eure Augen umwallen wird.

164. Denn wie unendlich grob sind die Fehler, und wie gewaltig ist die Taubheit des Menschen gegenüber dem Ruf seines Herzens!

       Die einzige Schlacht, die Kinder gewinnen werden

165. Die Macht der Finsternis steigt heute auf und verdeckt die Sonne immer mehr. Eine gewaltige Schlacht wird vorbereitet.

166. Das ist eine Schlacht, die das Schicksal des Menschengeschlechts auf der ganzen Mutter Erde bestimmen wird, und das ist die einzige Schlacht, die Kinder gewinnen werden. Doch wo sind Meine Krieger?

167. Wahrlich, Ich sage euch: Nicht weit sind die Tage, wo es euch gewaltigen Schmerz bereiten wird, wenn ihr einen grünen Zweig nicht zu würdigen wisst. Oh, wie wenig wird von dem verbleiben, was das Auge erfreut!

168. Und eure Hand soll von jetzt an fürchten, der Umwelt Schmerz zuzufügen!

       Aus der Warte des Himmlischen Vaters

169. Der Mensch ist ein Schöpfer erstaunlichen Glücks.

170. Die Freie Wahl ist eine großartige Grundlage.

171. Wege gibt es viele. Der Verstand sucht, doch das Herz ist nicht zu hören.

172. Der Weise erwartet das Gebührende. Der Unehrliche sucht Bequemlichkeiten.

173. Der Glaube an den Himmlischen Vater - dem Großen Führer Seiner Kinder ...

174. Wie weise ist Seine Hand!

175. Doch was ist der Mensch? Kann eine Ameise denn weiter sehen als eine Taube?

176. Kann eine Taube weiter als Jener sehen, an Dessen Füßen sie fliegt, wenn sie Höhe gewonnen hat?

       Der Himmlische Vater bereitet jedem den richtigen Weg

177. Der Vater hat Seinen Kindern den Weg bereitet, jedem - seinen Gipfel des Erreichbaren zu einer bestimmten Zeit.

178. Jedem bereitet der sorgsame und liebende Vater den richtigen Weg. Wird das Herz aber erhört werden?

179. Je weniger du auf dein Herz hörst, desto schwieriger ist es für dich, den richtigen Weg zu wählen.

180. Eine gewaltige Menge Schwierigkeiten bereitet sich heute der Mensch selbst. Welchen Sinn aber hat dann das Wehklagen?

181. So seid denn würdige Kinder eures liebenden Himmlischen Vaters!

       Euch erwartet ein neues Märchen - das euer Leben ist

182. Zieht den kristallenen Riegel entschlossen zurück und öffnet das Tor, das euch seit Jahrhunderten erwartet.

183. Wenn ihr hindurch schreitet, werdet ihr nicht die Wüste sehen, die ihr ringsum erblickt, wenn ihr das verschlossene Geheimnis umkreist.

184. Euch erwartet ein neues Märchen, das euch vom Großen Vater bereitet worden ist. Ein Märchen, das - euer Leben ist.

185. So erreicht denn würdig die großartige Vorsehung, mit der euch euer Himmlischer Vater versehen und eingehüllt hat! Seid Schöpfer!

Amen.              

 

 

 

 

 

 

 

 

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