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Die Lehrtexte von Vissarion (Vissarion)   
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     Ansprache 16:   Die Überwindung der Gegensätze

In der winterlichen Taiga
Unterwegs mit dem Pferdeschlitten    (Foto: Simkin)

       Ohne Vergangenheit keine Entwicklung

1. Bei der Bewegung des Menschen zu seiner Weiterentwicklung spielt die Vergangenheit eine große Rolle - sowohl die nahe, als auch die ferne.

2. Der Mensch ist ohne eine Vergangenheit unfähig, sich zu entwickeln.

3. Doch in der Vergangenheit leben zwei Geister - der Geist des Guten und der Geist des Bösen.

4. Sowohl der eine als auch der andere ist fähig, auf die Entwicklung des Menschen auf seine Art einzuwirken.

5. Weshalb nicht alles, was in der Vergangenheit gemacht wurde, eine Wiederbelebung verdient.

6. Welcher sich selbst achtende Mensch trachtet schon danach, über seine ehemaligen beschämenden Laster zu berichten, damit andere nicht so handeln?

       Nicht alles aus der Vergangenheit verdient Beachtung

7. Die Vergangenheit muss man nicht deshalb studieren, damit man Fehler nicht wiederholt,

8. Denn das ist unmöglich:

9. Aus den bitteren Erfahrungen Außenstehender lernt man nicht.

10. Das ist nur dort günstig, wo einer Handlung unverzüglich ein Resultat folgt.

11. Einzelheiten über Laster aus der Vergangenheit sollten im Nichts verschwinden, weil dort ihr Platz ist.

12. Was aber vergessene Wohltaten betrifft, so müssen sie ins Licht gerückt werden.

13. In der heutigen russischen Gesellschaft ist die günstige Gelegenheit erschienen, seine Vergangenheit unbändig anzuschwärzen.

14. Doch welchen Wert hat so eine Gesellschaft? Und wird sie in der Lage sein, sich normal zu entwickeln, wenn sie zu ihrer nahen Vergangenheit so eine Abneigung hat?

       Die Entwicklung des Verstandes und die geistige Entwicklung

15. Das Studium und das Aufdecken von Fehlern der Vergangenheit, damit sie sich nicht wiederholen, ist nur auf dem Weg der Entwicklung des Verstandes und der Materie möglich.

16. Die geistige Entwicklung verbietet das Graben in verdorbenen Böden:

17. Solches kann nur Schaden bringen.

18. Das Leben des Menschen, der sich seines wahren Wesens nicht bewusst war, ging im Chaos unter, was seine Aufwärtsentwicklung behinderte.

19. Im Bestreben, zuerst ihren Verstand zu entwickeln, decken die Menschen außerdem eifrig die Fehler und Laster der Vergangenheit auf.

       Die Samen des Bösen

20. Die Samen des Bösen vergehen nicht und können bei ihrer Aufdeckung leicht zur Nahrung werden.

21. Die Unkenntnis des wahren Wertes der Entwicklung der Seele bringt den Menschen dazu, endlos die Handlungen der Finsternis in seiner Vergangenheit umzugraben.

22. Und das führt zu einem gewaltigen Wachstum der Kälte in den Seelen der Leute.

23. Zweifle nicht an der Vollbringung des Guten, doch zweifle an der Vollbringung des Bösen!

24. Die aus dem Nichts wiedergeborenen Geister des Bösen bleiben nicht tatenlos.

25. Sie sind die Wärter der Schlüssel, mit deren Hilfe in euren Seelen den Lastern zusätzliche Tore geöffnet werden.

       Die wahren geistigen Werte bewahren

26. Stabil und geachtet ist nur jenes Volk, das die wahren geistigen Werte seiner Vergangenheit bewahrt.

27. Und wer kann schon garantieren, dass jener, der heftig die vergangenen Laster beschimpft, nicht unter den gleichen Bedingungen ein führender Beihelfer derselben Laster gewesen wäre?

28. Dass die eine oder andere Person Fehler begeht, bleibt immer ihrer Epoche und dem Verständnisniveau jener Zeit eigen.

29. Konnte eine schlechte Absicht nicht ausgeführt werden, so bedeutet das nicht, dass sie auch in Zukunft nicht ausgeführt wird.

30. Eine erfolgreiche schlechte Tat kann nur die Kräfte jener stärken, die danach streben.

       Die lichten Kräfte stärken

31. Wer etwas schaffen will, glaubt immer an den Erfolg und verlässt sich nur auf seine eigenen Kräfte.

32. Wer einen Misserfolg hinnehmen musste, verliert in den meisten Fällen das Vertrauen zu sich selbst.

33. Weshalb jeder Anfänger überzeugt ist, dass genau ihm diese Tätigkeit gelingen wird.

34. Ist es nicht besser, wenn man das Bewusstsein eines sich entwickelnden Menschen vor der Menge jeglicher grausamer Laster bewahrt,

35. Damit sie mit der Zeit ganz aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwinden?

       Die Entwicklung schwarzer Systeme verhindern

36. Fallen die Samen des Bösen auf einen unfruchtbaren Boden, so werden sie nicht wachsen.

37. Doch in der Welt gibt es eine gewaltige Menge fruchtbaren Bodens, wo sie reichlich aufkeimen werden.

38. Denkt daran! Solange in der Welt ausreichend Seelen existieren, die für die Einwirkungen des Bösen empfänglich sind, wird jedes Erinnern an Einzelheiten widerlicher Taten dazu beitragen, die schwarzen Systeme zu entwickeln.

       Die Mission Russlands

39. Es ist unklug, gegen jene zu kämpfen, für die man günstige Entwicklungsbedingungen geschaffen hat.

40. In Russland und den ihm angeschlossenen anderen Völkern sind heutzutage die Bedingungen günstig, um das Wesen der menschlichen Eigenschaften zu erkennen,

41. Die sich lange Jahre entwickelt haben.

42. Und jetzt streben die angeschlossenen Länder danach, ihre Unabhängigkeit zu erlangen.

43. Russland wurde von Gott für eine große Mission vorbereitet,

44. Vor deren Stunde diesem Land eine Prüfung auferlegt wurde.

       Der Weg des Lichts und der Weg der Finsternis

45. In dieser Zeit werden die Menschen das Angesicht ihrer Umwelt erkennen und sich offen für die Kräfte des Lichtes oder der Finsternis entscheiden.

46. Ihr müsst einen der beiden Wege wählen.

47. Die Bewegung auf dem Weg des Lichtes jedoch ist das unermüdliche Bestreben, Gutes zu schaffen.

48. Eine solche Wesenheit wird das wahre Antlitz eines Menschen sein, der ins Reich der Seele eintritt.

49. Das größte Übel wird das Fehlen eines solchen Bestrebens sein, selbst wenn nichts Schlechtes getan wurde.

50. Wer diesen Weg nur in Worten wählt, wird ab jetzt zum Träger des Bösen,

51. Denn Untätigkeit in der Zeit der Wiederkunft verstärkt nur die Gegensätze.

       Der Mensch besteht nicht nur aus dem Körper

52. In letzter Zeit ist der Mensch anscheinend so fest davon überzeugt, dass er nur aus dem Körper besteht, dass alle Fragen, die die Völker unter sich austragen müssen, auf ökonomischen und politischen Erfolgen beruhen.

53. Das Verhältnis der Menschen untereinander hängt vom materiellen Wohlstand ab.

54. Die Menschen schließen sich auf der Suche nach ökonomischen und politischen Vorteilen zusammen und fühlen sich dennoch weiterhin fremd.

       Zersplitterung und Entfremdung

55. Das sich in Russland vergrößernde Chaos, das eine gewaltige Verbreitung der Kälte und des Verfalls nach sich zieht, zwingt jene, die nur ihr eigenes Leben anerkennen, die Zersplitterung anzustreben,

56. Und das bedeutet eine noch größere Entfremdung untereinander.

57. Die Menschen werden über nationale Interessen reden, doch das ist nicht das Wahrhaftige:

58. Das Interesse kann nur ein gemeinsames sein.

       Nur die Kultur ist national

59. National bleibt nur die Kultur,

60. Die die verschiedenfarbigen Blumen der geistigen Tätigkeit des Menschen zeitigt.

61. Diese Blumen bewahren die Wurzeln der vergangenen Generationen,

62. Deren Geist das heutige Leben unterstützt,

63. Denn wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft.

       Einigkeit anstatt Differenzen über die wahre Entwicklung

64. Was für gute Absichten man auch haben mag, jede Verbreitung der Zerstückelung ist ein Einfluss der dunklen Mächte.

65. Denkt daran! Wie achtungsvoll ihr euch auch zueinander verhalten solltet - solange ihr unterschiedliche Meinungen über die wahre Entwicklung habt, werdet ihr sie nie erreichen.

66. So seid denn einig! Friede und Glück sei mit euch!

Amen.              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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