Startseite Vissarion

Vissarions Schriften
  - Redaktionelle Hinweise
  - Verkündigung
  - Das Gebet
  - Die Gebote
  - Ansprachen
  - Grundlagenbuch
  - Das Nachwort
  - Fragen u. Antworten...
  - Die Letzte Hoffnung...
  - Die Zeit der Wende...
  - Themen-Index...

Vadims Jahresberichte
Stichwortliste
  Version: Russisch-Deutsch                                         zurück     rückwärts blättern     vorwärts blättern  
Die Lehrtexte von Vissarion (Vissarion)   
  Zur Download-Seite  
     Ansprache 38:   Richtiges Denken

In der winterlichen Taiga
... und ihre Erbauer

       Im Menschen ist erstmals das geistige und das vernünftige Prinzip vereint

1. Vernünftige Gedankengänge setzen immer bestimmte logische Schlussfolgerungen voraus, womit man bestimmte Grenzen findet und setzt, in deren Rahmen eine bestimmte Handlung vonstatten gehen soll.

2. Im kollektiven Schaffensprozess der rein vernünftigen Wesen führt so ein Sakrament immer nur zu einer einzigen Lösung - der logischsten,

3. Wonach alle Denker mit großer Freude diesen einzigen Schritt tun.

4. Das geistige Dasein aber setzt richtige Handlungen voraus, die weit von der Logik entfernt sind.

5. Und da der Mensch zum ersten Mal das geistige und das vernünftige Prinzip miteinander vereint, so versucht er ungewollt, in Unkenntnis der Wahrheit der geistigen Entwicklung, vernünftig über jenes nachzudenken, was ein solches vernünftiges Nachdenken überhaupt nicht benötigt,

       Die Kinder Gottes sollen sich an den Erscheinungen des Lebens ergötzen

6. Genau so wie es unsinnig und überflüssig ist, über jede nächste Welle des stürmischen Meeres nachzudenken und zuvor die Höhe der Welle zu bestimmen, die sich bald über den Sandstrand ergießen wird.

7. Ist das nicht ein zauberhafter Moment, wenn wir diese Welle bewundern?

8. Die Kinder Gottes sollen nicht über das Leben nachdenken.

9. Man muss Seine Erscheinungen einfach unentwegt in sich aufnehmen und sich an jedem nächsten Schritt ergötzen.

10. Vernünftige Gedanken setzen unbedingt eine Grenze voraus.

11. Das geistige Leben aber kennt keine Grenzen.

12. Welchen Wert aber haben Überlegungen, die niemand jemals benutzen wird?

       Setzt dem Erreichbaren keine Grenzen

13. Der Mensch hat gelernt zu denken und die Welt und das Dasein in bestimmten begrenzten Kategorien aufzunehmen,

14. Seine Handlungen und die Handlungen der anderen in gewissem Umfang zu betrachten.

15. Doch wahrlich, dahinter kann er das Wesen der Bewegung nicht würdig erkennen.

16. Und da ihr nicht dazu berufen seid, die individuellen Höhen des von euch Erreichbaren zu kennen, so versucht ihr in eurer Schwäche ungewollt, den Umfang der notwendigen Schöpfung im Voraus zu bestimmen.

17. Und erreicht ihr ihn nicht, so leidet ihr an einer furchtbaren Unzufriedenheit in eurem Bewusstsein.

18. Denn, indem ihr ein Maß setzt, fordert ihr unglücklicherweise das, was ihr nicht kennen könnt.

19. Wahrlich, Ich sage euch: Wer das Göttliche erstrebt, setzt dem Schöpfbaren keine Grenzen, sondern achtet auf das Wesen der Schöpfung.

       Das Erreichte würdig einschätzen - ein Gleichnis

20. Einst hörte der Mensch die Stimme des Himmlischen Vaters, Der sprach: "Geliebtes Kind, betritt würdig den Weg, der vor deinen Füßen liegt! Ich erwarte von dir außerordentliche Werke."

21. Das Herz dessen, der Ohren hatte, hüpfte vor Freude, und er nahm den Bau eines prächtigen Gebäudes in der wasserlosen Wüste in Angriff.

22. Bebend und mit Liebe legte er Stein auf Stein, doch als sich die Wand ein wenig über das Fundament reckte, zerstörte ein plötzlich aufkommender Wirbelwind das Geschaffene völlig.

23. Der Mensch aber erinnerte sich der Worte Gottes und sammelte friedlich das Zerstreute wieder ein, und Liebe begann erneut das sich Erhebende zu sättigen.

24. Und als das Gebäude etwas gewachsen war, erschien unerwartet wiederum der Wirbelwind.

25. Und erneut bekräftigte das Kind Gottes den Glauben an seinen Vater und sammelte demütig das Umhergeworfene ein.

26. Die müden, doch starken Hände legten mit noch mehr Geduld und Liebe wieder Stein auf Stein. Doch auch das wieder und wieder Geschaffene wurde zerstört.

27. Und da betete der Mensch zum Himmlischen Vater mit einem übermächtigen Schmerz im Herzen: "Vater, unzuverlässig bin ich vor deinem Antlitz, denn ich konnte nicht würdig jenes schaffen, was du von deinem Kind erwartet hattest.

28. Mein Leben geht zu Ende, und ich habe nicht mehr die Möglichkeit, das Erwartete zu bauen."

29. Und der Große Vater antwortete: "Mein geliebtes Kind, warum siehst du auf die zerstörten Taten deiner Hände? Blicke zurück - und du siehst an Stelle der Wüste grüne Wiesen.

30. Denn während du ganz in die Arbeit deiner Hände versunken warst, hat dein Herz unbemerkt wunderbare Blumen geschaffen.

31. Und das ist das Werk, das Ich von Meinen Kindern erwarte.

32. So schreite denn in die lebensspendenden Weiten, und deine Seele soll in den Strahlen der Herrlichkeit deines Gottes jubeln!"

       Weisheit ist nur mit dem Demütigen

33. Erst wenn du den vor dir liegenden Gipfel erreicht hast, kannst du eine richtige Schlussfolgerung ziehen.

34. Und das wird geschehen, wenn eine günstige Zeit dafür gekommen ist, und nicht nach deinem Willen.

35. So seid denn würdige Kinder des Himmlischen Vaters und wisset, dass nur mit dem Demütigen die Weisheit ist.

Amen.              

 

 

 

 

 

 

 

 

  rückwärts blättern     zum Seitenanfang     vorwärts blättern