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Die Lehrtexte von Vissarion

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     Die Zeit der Wende, Kapitel 12       

Frühling in der Taiga
Fest im Freien   

1. Dadurch dass der Mensch sein Leben fern von der Wahrheit Gottes aufbaut und aktiv eine egoistische interessierte Wahrnehmung der Menschen um ihn äußert, stellt er ständig mit beneidenswerter Hartnäckigkeit ein gewisses, aus seiner Sicht notwendiges schützendes Hindernis zwischen seinem Herzen und dem Herzen des Nächsten auf.

2. Und es hat sich erwiesen, dass ihr fähiger seid, Liebe und Sanftmut den Tieren gegenüber zu zeigen, als denen gegenüber, die ein Aussehen haben, das eurem ähnlich ist.

3. Denn das Bild eines Tieres ruft in eurem Bewusstsein keinen Vergleich mit dem Bild eines wahrscheinlichen Rivalen hervor, da ihr es nicht nur nicht nötig habt, euch mit den Tieren um notwendige Lebensgüter zu streiten, sondern selbst wenn dies auch unter gewissen Umständen geschieht, so begreift ihr, weil euch eure deutliche Überlegenheit an Können bewusst wird, dass der Streit zu euren Gunsten ausgeht.

4. Demnach wird euch nicht das Bild des Tieres vor allem beunruhigen, sondern ein Bild, das eurem ähnlich ist.

5. Gerade durch das Erscheinungsbild eines Mitmenschen offenbart sich im Laufe bisher noch der ganzen Daseinsgeschichte der menschlichen Gesellschaft unermüdlich Heimtücke und Gewalt im Bestreben, euch zu hintergehen, zu besiegen und zu beseitigen, als Hindernis auf dem Weg, möglichst viele angebliche Werte zu erlangen, die ihr auch selber zu besitzen träumt, indem ihr euch bemüht, sie nach und nach anzuhäufen.

6. Gerade der Nächste ist fähig, habgierig euch das wegzunehmen, was ihr bereits erworben habt, und oftmals durch nicht geringe Arbeit.

7. Gerade durch die Existenz der Nächsten werden euch Leid und Tränen zugefügt, und sie können das Leben anscheinend untröstlich machen.

8. Und da diese kummervollen Schicksale in einer wie es scheint unermesslichen Fülle vorkommen, hat der Mensch in seinem Innersten eine beständige Angst vor dem Bild, das seinem ähnlich ist,

9. Obwohl auch noch eine gewisse Erfahrung existiert, dass einige gerechte, tatkräftige Menschen selbstlos dem Wohl ihrer Mitmenschen dienen.

10. Groß ist die Angst des Menschen vor den Mitmenschen.

11. Deshalb entstehen bei der Begegnung mit einem Bild, das eurem gleicht, Verdacht und Misstrauen eher als vernünftige Schlüsse.

12. Gerade darum erwarten auch viele krankhaft interessiert Meine neue Ankunft, aber auf keinen Fall im Körper, der in der heutigen Gesellschaft geboren ist.

13. Denn wie soll man den Lehrer der Wahrheit erkennen, wenn durch den menschlichen Körper ringsum so viel Lüge und Durcheinander offenbart wird?

14. Die im Herzen Unreinen haben vor der Wahrheitsprüfung Angst!

15. Deshalb erwarten sie leidenschaftlich Meine neue Ankunft, welche sich selbst angeblich auf unbestreitbar überzeugende Weise beweisen soll, damit sich die geistig Trägen nicht mit dem entscheidenden beunruhigenden Suchen zu bemühen brauchen.

16. Aber auch darin schmälern mit derartigem Erwarten diejenigen die Herrlichkeit Gottes, die nur mit dem Mund den Namen Gottes eifrig preisen, indem sie sich an ihre egoistische Begierde binden,

17. Indem sie eifrig das behaupten, wovon sie nichts verstehen können, und aus Unwissenheit zu bestimmen wagen, was allein der Wille des Vaters zu bestimmen hat.

18. Gerade in einem Körper, der eurem ähnlich ist, muss Ich Mich unter euch offenbaren.

19. Denn gerade darin können die lebensnotwendigen Gesetzmäßigkeiten sich zu eurem Wohl in vollem Maß manifestieren.

20. Und besonders jetzt, da sich in eurem Bewusstsein ein festes pathologisches Verhältnis zu dem Bild, das eurem ähnlich ist, festgesetzt hat, wird Mein Erscheinen unter euch in der gleichen Gestalt und euer Verstehen Meiner Person, das von Meinem Geist durchtränkt ist, unbedingt dabei helfen, diese Verzerrung zu berichtigen, die sich bei denen verfestigt hat, die gebührend zum Licht streben.

21. Und, natürlich, wer sonst als Ich, muss das ganze Ausmaß der Schwierigkeit kennen, das sich unvermeidlich durch euer Bewusstsein in bezug auf Mich auftut.

22. Denn ihr alle werdet selbstverständlich, weil ihr notwendigerweise dazu tendiert, Meine äußerlich offenbarten Bemühungen zu beurteilen, in Wirklichkeit eure eigenen Eigenschaften erkennen und das erkennen, was ihr in Mir zu sehen und anzutreffen begehrt.

23. Und Mir gegenüber wird eure unterschiedliche Interessiertheit äußerst merkwürdig hervortreten.

24. So sind die bestimmten Gesetzmäßigkeiten der Eigenschaften der menschlichen Psyche, die ihr nicht umgehen könnt und durch die ihr in Mir, genauso wie in allen euren Mitmenschen, ein gewisses Ebenbild von euch selbst erkennen werdet.

25. Bei Begegnungen mit Mir wird immer zwischen Mir und euch euer Bild von Mir stehen, durch welches ihr Meine Taten und Bemühungen betrachtet.

26. Und wenn eure Lebensäußerungen immer offensichtlicher eure ständig zunehmende Bereitschaft, den Lehrer der Wahrheit zu suchen und zu finden, zu zeigen beginnen, versucht ihr natürlich, Ihn euch auf Grund der geistigen Qualitäten vorzustellen, die gerade ihr durch die Lebenserfahrung individuell unwiederholbar erworben habt.

27. Ihr werdet natürlich das Bild des Lehrers aus den eurer Meinung nach positivsten Qualitäten erstellen, zu denen ihr in eurem Verständnis herangereift seid.

28. Aber selbst in dem Bestreben, aus eurem Verständnis etwas Positives im Wesen Meiner Erscheinung vorauszusetzen, werdet ihr vorerst noch fast immer in den Vermutungen irren, da ihr noch nichts darüber wisst, was in Wirklichkeit das wahre Positive zu eurem Wohl ist, das gerade von eurem Lehrer getan wird.

29. Dadurch, dass ihr euch eine bestimmte Menge Vorstellungen vom Lehrer gemacht habt, die der Qualität nach unterschiedlich sind und gerade euch zufrieden stellen, beginnt ihr zu glauben, dass ihr euch jetzt in etwa zutreffend vorstellen könnt, wie sich der Lehrer zu benehmen hat, wie Er zu reden hat und was Er zu tun hat.

30. Je deutlicher dabei eure egoistisch interessierte Realitätsempfindung zum Vorschein kommt, um so stärker werdet ihr an derartigen im Voraus von euch konstruierten Einzelheiten des erfundenen Bildes festhalten.

31. Denn je stärker der Egoismus sich noch manifestiert, um so größer ist die innere Furcht vor der Wahrscheinlichkeit eines Irrtums, und folglich ist auch das Bestreben um so größer, das was geschah, mit irgendwelchen Orientierungspunkten zu vergleichen, nach welchen man angeblich genau bestimmen könnte, ob es zum Wohl oder zum Schaden ist,

32. Obwohl der Mensch sich beeilt, solche Orientierungspunkte selbst auf Grund dessen festzulegen, was die Charaktereigenschaften seiner eigenen Innenwelt ausmachen.

33. Wenn jedoch unter diesen Umständen in der Innenwelt des Menschen die wahren geistigen Werte vorherrschen, dann kommt die Furcht vor einem möglichen Irrtum weniger zum Ausdruck und der Glaube äußert sich weniger von irgend etwas abhängig, indem man etwa das, was wirklich geschieht, mit den psychologischen Einstellungen vergleicht, die man selbst entwickelt hat.

34. Nur unter solchen Bedingungen beginnt sich in euch die günstige Grundlage dafür zu zeigen, dass ihr anfangt, euch angemessen zu bemühen, die Wahrheit des Wesens dessen zu erkennen, was mit dem Lehrer der Wahrheit verbunden ist.

35. Die egoistisch interessierte Wahrnehmung wird immer durch das Vergleichen dessen, was äußerlich real geschieht, mit den innerlichen Begriffen im Hinblick auf dieses Geschehende gekennzeichnet.

36. In diesem Fall ist das Bestreben gemeint, das Vergleichbare in eine gewisse im voraus festgelegte Norm hineinzubringen.

37. Unter diesen Umständen wird immer eine negative Bewertung von jenen Teilen des Vergleichbaren vorausgesetzt, die mit den bereits vorhandenen angenommenen Normen nicht übereinstimmen können.

38. Diejenigen unter den Glaubenden, die eine besonders egoistisch interessierte Wahrnehmung Meines Wesens haben, können einen befriedigenden und sogar begeisterten Zustand in bezug auf ihren Heiligen Glauben haben, solange Meine Handlungen, ihrer Ansicht nach, mit ihren eigenen Vorstellungen über Meine möglichen Manifestationen übereinstimmen oder auch ihnen nicht widersprechen.

39. Wenn sie aber merken, dass die Form Meiner Erscheinung mit dem, was sie gerade selbstständig für Mich als ein Muss in dem einen oder anderen Fall festgelegt haben, nicht zusammen passt, so wird ihre nicht geringe innere Furcht vor der Gestalt, die eurer ähnlich ist, und die einen wahrscheinlichen Rivalen oder Feind darstellt, offensichtlich unvermeidlich nicht unbedeutende Verdächtigungen und Zweifel hervorrufen.

40. Je nachdem, welchem der Mensch den Vorzug geben kann, der Bedeutsamkeit der Erkenntnis des Heiligen Glaubens oder der Bedeutsamkeit seiner Zweifel, wird sich dementsprechend die schicksalhafte Lebenslinie dieses Menschen entwickeln.

41. Der Lehrer aber kommt nicht, das zu offenbaren, was ihr hervorbringt, denn wenn das, was ihr hervorbringt, normal ist und ihr das bereits erzeugt, so gibt es überhaupt nichts, was man euch in diesem Fall noch beibringen kann.

42. Wenn der Lehrer kommt, bedeutet das unvermeidlich eine lebenswichtige Notwendigkeit, in sich irgendetwas oder gar alles in einer neuen, noch nicht bekannten Richtung zu verändern.

43. Die geistig interessierte Wahrnehmung des Lehrers der Wahrheit muss immer ausschließlich durch einen andersartigen Vergleich gekennzeichnet sein, und zwar durch einen Vergleich der Begriffe, die man selbst in seinem Inneren in bezug auf etwas festgelegt hat, mit dem, was die Wahrheit über dasselbe festlegt.

44. Und zwar nicht durch den Versuch, das von außen Kommende in die innerlich festgelegten Normen einzuführen, sondern mit dem Bestreben, das Eigene in die vom Wort Gottes außen festgelegten Normen einzuführen.

45. Und dann wird auf Grund des Gesetzes eures Bestrebens, irgendwelche Anteile negativ einzuschätzen, die zu keiner Norm passen, die ihr vorher als die wahre angenommen habt, bereits nicht mehr die Neigung auftreten, etwas negativ zu bewerten, was in der Manifestation des Lehrers noch unverständlich ist,

46. Sondern es wird sich das Bedürfnis zeigen, vor allem die eigenen Qualitäten richtig zu bewerten, die der wahren Norm nicht entsprechen,

47. Was schon eine günstige Bedingung dafür ist, gerechte Anstrengungen zu machen, um sich in Übereinstimmung mit der Anforderung der Wahrheit zu verändern.

48. Eure Neigung, irgendwelche Eigenschaften des Nächsten zu verurteilen, beruht allein auf der Neigung, das Äußere mit dem zu vergleichen, was ihr im Inneren habt.

49. In diesem Fall verspürt ihr kein Bestreben, etwas in euch zu verändern, sondern ihr habt ein Verlangen, dass das Äußere selbst sich so verändert, wie ihr es wünscht.

50. Nur das richtige Bestreben, Mich zu erkennen, und das, was Ich euch nach dem Willen des Großen Gottes gebe, kann euch erlauben, alle falschen Lebensbegriffe zu verändern, wovon eure wirkliche Entwicklung direkt abhängt.

51. Denkt daran, je größer eure innere Furcht ist, mit einem wahrscheinlichen Rivalen oder Feind in Kontakt zu kommen, desto stärker wird eure eigene Angst zwischen euch und Mir stehen und verhindern, Mein wahres Wesen zu erkennen!

52. Und wenn jemand den Heiligen Glauben an die Wahrheit Meiner lebendigen Erfüllung noch nicht erfahren hat, wird er unter diesen Umständen äußerst geneigt sein, in beliebigen von Mir geäußerten Manifestationen die Qualität von Motiven zu erkennen, die er als negativ einzuschätzen befähigt ist und die er gerade vermutet und fürchtet.

53. Denn als Wesensgrund beliebiger Äußerungen in bezug auf irgendwelche Lebensumstände, seien sie bedeutend oder unbedeutend, kann man gleichermaßen Motive erschließen, die der Bedeutung nach absolut gegensätzlich sind.

54. Dabei bestätigt die ganze Daseinsgeschichte der menschlichen Gesellschaft die reale Möglichkeit dieser Wahrscheinlichkeit, weshalb vorläufig noch alle möglichen Schliche und Hinterhältigkeiten ohne Zahl weiterhin auftreten.

55. Während aber das, was viele hindert, Mich in Wahrheit zu erkennen, in Wirklichkeit für sie rettend ist - denn es lässt nicht zu, dass sie die Verantwortung für das bekommen, was vorerst noch ihre Kräfte übersteigt, das heißt, sie müssen dementsprechend auch weiterhin eine andere Last tragen, die im Voraus von Oben vorgesehen ist,

56. So werden diese Ängste für diejenigen, die den Heiligen Glauben in sich erlebt haben, unbedingt verhängnisvoll sein.

57. Dass die Auswirkungen des Heiligen Glaubens Empfindungen hervorrufen, soll für eine Zeitlang die tiefen Ängste zusätzlich dämpfen, die vom Egoismus reichlich erzeugt werden, damit ihr, wenn ihr die Größe der Verantwortung begreift, die auf eure Schulter gelegt wird, bestrebt seid, das, was ihr mit eurem ganzen Herzen angenommen habt, gebührend zu erfüllen,

58. Weshalb der Heilige Glaube immer mehr euer Wesen erfüllen wird, für die verhängnisvollen Ängste aber immer weniger Platz bleiben wird.

59. Und wenn ihr das Erfassen dessen, was mit euch geschieht, unwürdig umsetzt, und nachdem ihr den Heiligen Glauben erlangt habt, die erforderlichen Anstrengungen nicht unternehmt, so wird unvermeidlich im Laufe der Zeit das Hilfreiche sich verringern und eure tiefen Ängste werden für euch immer bedeutsamer werden.

60. Um so mehr, da Ich nicht gekommen bin, um euren Schwächen zu schmeicheln und Mich so zu benehmen, wie ihr es für Mich erdacht habt und von Mir erwartet.

61. Aber ICH BIN GEKOMMEN, um mit Meinen Gesetzen schmerzhaft das zu treffen, was ihr fälschlicherweise in euch als das Wahre festgelegt habt, und das ihr besonders zu bewahren versucht, oftmals sogar indem ihr das Leben der Mitmenschen missachtet.

62. ICH BIN GEKOMMEN, um die Herangereiften und Dürstenden auf den schwierigsten Lebensweg zu führen, auf dem all eure Gifte unbedingt mit nicht geringen Schmerzen ausbrennen sollen.

63. Dieser WEG ist in dieser entscheidenden Periode eures Werdegangs die einzige reale Möglichkeit, euch zum erforderlichen Sieg über euch und zur Auferstehung zum wahren und ewigen Leben zu führen.

64. Denn im Körper zu leben und lebendig zu sein, ist nicht ein und dasselbe.

65. Und möge die Bedeutsamkeit eures Heiligen Glaubens für euch die Bedeutsamkeit der Ängste und Zweifel übertreffen, die in Fülle von dem durcheinandergebrachten Egoismus erzeugt werden.

66. Wenn ihr einmal fähig gewesen seid, von ganzem Herzen Meinem RUF zu antworten, so bedeutet das, dass gerade euch in erster Linie vorbestimmt war, den ersten Schritt für den Anfang der Großen Wiedergeburt des menschlichen Geschlechtes zu machen.

67. Aber die Vorherbestimmung ist keine Garantie für den Sieg, sondern sie wird durch die Veranlagung bestimmt, welche gebührend zu benutzen ist, um selbstlos all seine Kräfte im gerechten Dienst für das Vermächtnis Gottes einzusetzen.

68. Dabei wird jeder, der nicht richtig versteht, dass das Bedürfnis, gerecht zu handeln, obligatorisch ist, indem er weiterhin zögert und zunächst seine Unentschlossenheit oder Trägheit zeigt, unvermeidlich einmal die Veranlagung verlieren, das Wahre zu seinem Wohl und zum Wohl der Mitmenschen zu erfüllen.

69. Und wenn ihm dieser Verlust einmal bewusst wird, wird es für ihn sehr bitter sein.

70. Und was soll man darüber reden, wenn er keine Möglichkeiten hatte, aber es ist etwas anderes, wenn er wenigstens irgendwelche Möglichkeiten hatte, aber zunächst seine Schwächen weiter pflegt und vom rechtschaffenen Dienst nur träumt.

71. Denjenigen, die von ganzem Herzen Meinem RUF geantwortet haben, müssen jetzt schon wirklich und aktiv zur Erfüllung des Wahren und zur Rettung dieses Menschengeschlechts ihre Ängste überwinden.

72. Einmal im Altertum habe Ich allen Dürstenden einen Hinweis darüber hinterlassen, dass jeder, der seine Hand an den Pflug legt und zurück sieht, zum Reich Gottes nicht geschickt ist. (Lukas 9,62 - Anm. d. Übers.)

73. Die Entschlossenheit soll den Schritt eines Gläubigen unbeirrbar machen.

74. Nicht mit halben Maßnahmen, die auf Zweifel und Misstrauen beruhen, kann man die Wände des Tempels der Seele errichten,

75. Aber in dem Entschlossenen und Selbstlosen wird die LIEBE unbedingt ewig bestehen.

76. Die STUNDE IST GEKOMMEN!

77. Die ZEIT ist gekommen, endgültig und vollwertig, konkret und aktiv seine Innenwelt in völliger Übereinstimmung mit dem Wort Gottes zu verändern.

78. Die ZEIT ist gekommen, dass ihr würdig den Anfang macht, vollständig aus dem Einfluss der gewaltigen Gesetze des allgemeinen Stroms des Reiches der Macht herauszugehen, der Gesetze, die ihr unter Schmerzen verbrennen müsst, indem ihr die Feuertaufe gebührend durchschreitet.

79. Und jetzt werdet ihr auf diesem gerechten Weg unvermeidlich bemerken, dass es euch schwer fallen wird, das Leichte zu durchschreiten, und dass alles übrige überhaupt nicht möglich sein wird, wenn ihr irgendeinen Grad von Misstrauen bewahrt, dessen Gefahr ihr vorerst noch unterschätzt, und wenn die Mehrheit der Glaubenden sich immer noch daran festhält.

80. Der Grad eures Vertrauens auf Mich bestimmt ausschließlich immer den Grad eurer geistigen Verschmelzung mit Mir, wodurch ihr immer die Möglichkeit habt, von der Kraft Meines Geistes in schwierigen Augenblicken auf diesem äußerst komplizierten Weg eures Werdens zu schöpfen.

81. Und wenn Ich die Hand eures Himmlischen Vaters bin, die ihr finden und für immer behalten sollt, indem ihr eure Hände vertrauensvoll in SIE legt, so kann es, wenn ihr irgendwelches Misstrauen bewahrt, für euch leicht unvermeidbar werden, dass die Bedeutsamkeit des Schmerzes des verbrannten Egoismus für euch die Bedeutsamkeit eures Heiligen Glaubens übersteigt.

82. Und dann kann auch eure Hand entgleiten, und erneut verliert sich eure Stimme in der Nacht.

83. Der Heilige Glaube kann sich nur in vollem Vertrauen normal äußern, und wenn ihr dieses gebührend erreicht habt, bekommt ihr die gute Fähigkeit, euch von den falschen Werten im Namen der wahren loszusagen,

84. Von den falschen Werten, die ihr aus Unkenntnis für die Grundlage der Formung angeblicher wahrer Eigenschaften eurer Person gehalten habt.

85. Deshalb seid ihr auch fest an sie gebunden und schätzt sie, wie ihr das Leben schätzen solltet.

86. Nur dass vieles, was ihr vorerst noch fähig seid, als etwas Gutes für euch aufzufassen, in Wirklichkeit nur das wahre Verderben verbirgt, das aber, was ihr bisweilen negativ betrachten möchtet, ist nicht selten gerade für euch rettend.

87. Habt ihr nicht oft im Zusammenhang mit der Erziehung eurer kleinen Kinder damit zu tun, die oft launisch sind, weil sie ihre Schwäche nicht verstehen und die Bemühungen ihrer liebenden Eltern oft eigenartig beurteilen.

88. Und wenn die Kinder doch noch das Recht haben, ihren Eltern manchmal nicht ohne Grund zu misstrauen, da sie deren natürliche Fähigkeit, sich zu irren, verstehen, so muss das Misstrauen, wenn man sich den Heiligen Glauben zu eigen macht, absolut unzulässig sein.

89. Fast alles, was ihr in diesen bedeutsamen und entscheidenden Tagen mit all eurem Leben und all eurer Geschichte angehäuft habt, ist in Wirklichkeit eine Tragödie verschiedenen Ausmaßes in eurem Leben.

90. Je mehr ihr all das Angehäufte wertschätzt, indem ihr eine bedeutende Anhänglichkeit zu den falschen und scheinbaren Werten zeigt, desto weniger besteht für euch die Möglichkeit, Mich wahrhaft zu erkennen, und folglich wird es für euch unmöglich, Mir nachzufolgen,

91. Ebenso wie es unmöglich wäre, die Schönheit des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs zu begreifen, indem ihr den Schatten, den euer Körper wirft, unablässig anstarrt.

92. Denn die Sonne und euer Schatten sind immer in gegenüberliegenden Richtungen.

93. Solange ihr fest an das Angehäufte gebunden bleibt, das zum größten Teil aus Falschem besteht, werdet ihr unvermeidlich genauso an euer Bild von Mir gebunden sein, das ihr natürlich aus demselben Angehäuften und den persönlich erworbenen Eigenschaften webt.

94. Solch ein Bild, das ihr aus Details eurer Vorstellung über Mich gestaltet habt, wird euch je nach dem Grad eurer Bindung daran hindern, die von Mir überbrachte Realität zu begreifen.

95. Deswegen wird es für euch schwer sein, Mich wahrhaft zu sehen, und ihr werdet mehr dazu geneigt sein, einem Bild, das ihr von Mir geschaffen habt, nicht aber Meinen real und lebendig von Mir hinterlassenen Fußstapfen zu folgen.

96. Deshalb seid von heute an besonders wachsam und achtsam darauf, wie ihr das real Geschehende einschätzt und erfasst.

97. Alles, was ihr angehäuft habt, zwingt euch, euch in eurem Leben immer wieder so zu äußern und die Realität für euch typisch derart wahrzunehmen, dass euer Leben unvermeidlich vor allem von kummervollen und quälenden Erlebnissen erfüllt wird,

98. Das zwingt euch, in einer gewissen Spannung ständiger Erwartung möglicher Gefahren zu sein, die bei dem Charakter der existierenden Lebensordnung der ganzen menschlichen Gesellschaft als eine unvermeidliche Notwendigkeit existieren werden.

99. Ein Kampf mit solch rauer Notwendigkeit, ohne grundsätzlich die kennzeichnende Basis der für alle Menschen existierenden Lebensbedingungen zu verändern, kann nicht den Sieg davontragen.

100. Und folglich ist es unter diesen Umständen völlig sinnlos, der Befreiung von Plagen aller Art zu erwarten.

101. Ihr gebt euch selbstverständlich Mühe, euch all dem Negativen anzupassen, indem ihr von Zeit zu Zeit etwas für euch Erleichterndes und Belustigendes veranstaltet.

102. Aber ein falsches Verstehen des Belustigenden und ein falsches Verhalten dazu führt seinerseits auch zu den nächsten quälenden Gemütsbewegungen.

103. Dadurch, dass ihr gelernt habt, euch alles mögliche Falsche über eure lebenswichtigen Wesensäußerungen vorzustellen, was sich dadurch ausgedrückt hat, dass ihr verschiedene falsche egopsychologische Einstellungen gebildet und angehäuft habt, habt ihr, ohne es zu wollen und entsprechend den natürlich entwickelten bestimmten Gesetzen eurer Psyche, durch euer charakteristisches Zusammenleben eine eigenartige Welt der Leiden gebildet,

104. Deren Existenzfrucht unvermeidlich ein falsches Verstehen war, dass ein Leben auf der Erde angeblich unumgänglich immer mit Sünde und Leiden verbunden sei.

105. Und das muss natürlich Erwartung und Hoffnungen erzeugen, dass man solch ein Leben auf der Erde einst unwiederbringlich verlassen muss als eine lang erwartete Befreiung von unendlichen quälenden Leiden.

106. Was wiederum eine Entstehungsursache von zahlreichen falschen religiös-philosophischen Deutungen des wahren Wertes des Menschen und der Vorbestimmung seiner Erscheinung im Weltall geworden ist.

107. Die Welt der Sünde und der Leiden kann nicht aus sich selbst existieren und beginnt sich vor allem nur im Bewusstsein des Menschen selbst zu entwickeln, auf der Grundlage extremer Äußerung seines primitiven egoistischen Interesses.

108. Mein Kommen zu euch zu eurer Rettung kann man vorerst noch dem Abstieg in die Welt der Qual und Trauer gleichsetzen.

109. Und gerade jetzt werde Ich Mich bemühen, euch möglichst gut alles Wahre zur Verfügung zu stellen, und Ich werde anfangen, aus eurer von euch geschaffenen Trauerwelt diejenigen herauszuführen, die schon reif geworden sind in ihrem Streben, eine dazu notwendige Art von Prüfungsstufen würdig zu durchschreiten.

110. Ich muss euch nicht aus irgendeinem trostlosen und trüben Abgrund des Erdinneren herausführen, wohin ihr angeblich wegen des Zusammentreffens der Umstände hingeraten seid und wo ihr bis heute verweilt,

111. Sondern aus trüber und krankheitserregender Illusion, die ihr ständig in eurem eigenen Bewusstsein bestätigt.

112. Die euch umgebende Umwelt der Mutter Erde ist jedoch wundervoll und schön und hat alles Günstige für euch.

113. Das besonders in Erscheinung tretende egoistische Interesse ist die Ursache eures Glaubens an die Wahrhaftigkeit der eigenartigen Eigenschaften dieser Illusionen, und diese Grundlage habt ihr im Laufe eurer ganzen Existenzgeschichte auf gleiche Art gebildet und in eurem Bewusstsein mit Hilfe von allen möglichen egoistischen psychologischen Bedingtheiten gefestigt.

114. Dass ihr an diese eigenartige Illusion und ihre charakteristischen Eigenschaften glaubt, hält euch ständig in voller Abhängigkeit von diesen Eigenschaften fest und zwingt euch, die geschehende Realität gehorsam wahrzunehmen und eine Reihe der äußerlich gezeigten Lebensbemühungen so zu unternehmen, dass die Früchte, die ihr durch derartige Bemühungen unvermeidlich gezüchtet habt, für euch unbedingt kummervolle Emotionen und Trauer bringen werden.

115. Und wenn man die Notwendigkeit betrachtet, aus dem vorliegenden Zustand der menschlichen Innenwelt herauszukommen und in den Zustand eines wahrhaft geistig blühenden Menschen überzugehen, dann braucht man vor allem unbedingt ein bewusst gewolltes Einleben in eine andere Reihe psychologischer Einstellungen von geistiger Art, die den Geboten der Wahrheit der menschlichen Entwicklung im Schöpfungsgefüge des Weltalls völlig entsprechen.

116. Dadurch dass ihr euch bewusst willentlich in ein erforderliches Maß wahrer Vorstellungen von den Lebenserscheinungen einlebt, die mit dem Leben gerade der Kinder Gottes verbunden sind, werden diejenigen natürlich ihre Innenwelt in erforderlicher Weise verändern, die bestrebt sind, das vom Wort Gottes Geschaffene gebührend aufzufassen.

117. Aber das nach dem Willen des Großen Gottes zu eurem Wohl Vorbestimmte würdig zu verwirklichen, ist nur unter einer Bedingung möglich, wenn ihr die Bedeutsamkeit des vom Wort Gottes Behaupteten mehr wahrnehmt, als die Bedeutsamkeit dessen, was ihr habt, ebenso wie die Bedeutsamkeit des realen Lebens im Vergleich zu einer Illusion darüber.

118. Denn Mein Wesen ist immer das Wesen Dessen, Der das Leben gibt, und Ich bin unfähig euch etwas zu geben, was eurem Leben in der Wahrheit auch nur ein wenig hinderlich sein kann.

119. Es steht euch bevor, eure Welt gegen Meine Welt einzutauschen, und diese Welt werde Ich nach dem Willen des Himmlischen Vaters zu eurem Wohl schaffen.

120. Aber solange ihr fälschlicherweise glaubt, dass das, was sich in euch festgesetzt hat, angeblich euer wahres Leben ausmacht, werdet ihr das, was von Mir entgegengestellt wird, unvermeidlich als Illusion empfinden, und natürlich werdet ihr nicht imstande sein, euch in die Bedingungen Meiner Welt gebührend einzuleben.

121. Denn ihr werdet um Meinetwillen auf das Eure nicht vollständig verzichten können, wenn ihr hartnäckig das Falsche und Dunkle aus eurer Vergangenheit festhaltet.

122. Eben dadurch ist es auch unmöglich, Mich wahrhaft zu sehen, und ihr werdet nicht imstande sein, Mich zu erkennen, indem ihr Mir nachfolgt.

123. Denn ihr werdet weiterhin in bezug auf das, was Mich betrifft, umherirren, durch alle möglichen Erfindungen über Mich und Urteile über das Meine, wie sie jedem von euch einfallen.

124. Und erst dann, wenn ihr die Bereitwilligkeit bekundet, das Meine als wahres Leben zu empfinden, indem ihr reif genug werdet, eure menschliche Weisheit als illusorisch zu verstehen, wird es euch wirklich möglich sein, eure Welt gegen die wahre Welt einzutauschen und endgültig die Welt des Leidens und der Trauer zu verlassen.

125. Vergesst nicht, dass je nachdem, ob in der menschlichen Innenwelt entweder diese oder jene Eigenschaften dominieren, ein Mensch entweder völlig von dem Bestreben erfüllt ist, die nötige Stunde der Begegnung mit der Wahrheit nicht zu verpassen, oder vor allem von der Angst, einen Feind nicht rechtzeitig zu erkennen.

126. Diese Besorgnisse bilden den Grund von zweierlei verschiedenartigem Suchen, wo die einen das Licht suchen, und die anderen, trotz ihrer manchmal lauten Losungen über das Erhabene, in der Tat nur das Dunkel suchen.

127. Unter den Bedingungen des globalen Egoismus, der das Wesen des Lebensaufbaus der ganzen menschlichen Gesellschaft auf Mutter Erde bildet, wo ein Mensch im Innersten ständig seinen Nächsten als einen vermutlichen Rivalen und folglich als einen vermuteten Feind empfindet, dominiert in der Psyche eines Menschen vor allem die Angst der zweiten erwähnten charakteristischen Eigenart.

128. Die Bestrebung, die Feinde ausfindig zu machen, ist ausschließlich aufgrund der inneren Befürchtung vor deren vermutlichem Auftauchen möglich.

129. Und dann werden die Äußerungen eines derartig Verängstigten gekennzeichnet durch erhöhte Verschlossenheit, Argwohn und die Neigung, vor allem nur der negativen Information über jemanden zu trauen.

130. Der auf solche Weise fürchtende Mensch hat eine ernsthafte psychische Schwierigkeit, die ihn wesentlich daran hindert, das vom Großen Gott Kommende rechtzeitig zu sehen.

131. Es entsteht jetzt für viele eine große Schwierigkeit, mit Hilfe dessen, was bei ihnen vorhanden ist, die Ankunft der Erlösung zu erkennen, weil es in der menschlichen Gefühlswelt einen riesigen Mangel an Positivem gibt.

132. Es ist sinnlos, einander mit der angeblich wahrscheinlichen Ankunft eines gewissen mächtigen Dieners der Finsternis zu erschrecken, denn ihr habt das Reich der Finsternis noch nie verlassen, da ihr ständig ihre Gesetze ausführt.

133. Das Interesse, in allem, was tatsächlich wenig bekannt, ja sogar unbekannt ist, das Negative zu finden, bildet das Wesen der gefährlichen Blindheit und die nicht geringe Wahrscheinlichkeit, an der realen Ankunft der Errettung ganz einfach vorbeizugehen.

134. Denn was sonst als die Wahrheit selbst bleibt bisher für einen Menschen wenig bekannt und in vielem sogar unbekannt.

135. Dagegen zeigte das umherirrende Menschengeschlecht die ganze Fülle der Weltgewandtheit bisher mit seiner ganzen Geschichte nur in unsauberen Äußerungen.

136. Derjenige, der vor allem mit der Angst vor dem wahrscheinlichen Auftauchen eines Feindes beschäftigt ist, was ausschließlich immer mit seiner Erwartung und folglich mit seinem Suchen verbunden ist, ist nicht geneigt, Blumen zu pflücken, sondern er begehrt mehr, Steine zu sammeln.

137. Denn in Steinen sieht er das Mittel, sich zu schützen.

138. Und die Hände dessen, der mehr um das Suchen nach Wahrheit besorgt ist, streben immer zu den wundervollen Blumen. Und sein Gesicht ist vor allem von einem Lächeln erhellt.

139. Denn sehr groß ist das Begehren, mit Blumen und von ganzem Herzen und mit seinem ganzen Leben dem Erwarteten mit Ehrfurcht und Liebe zu begegnen.

140. Deshalb betrachtet häufiger und aufmerksamer das, was ihr in euren Händen habt.

141. Womit eure Hände gefüllt sind, damit wird vor allem das Wesen eures Suchens und eurer Erwartung bestimmt.

142. Und Ich Bin nicht dazu gekommen, um euch in das euch gut bekannte Vergangene zu führen,

143. Sondern dorthin, wo ihr noch nie gewesen seid.

144. Dorthin, wo allein ihr ewig sein sollt!

 

 

 

 

 

 

 

 

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