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Die Lehrtexte von Vissarion

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     Die Zeit der Wende, Kapitel 6       

Frühling in der Taiga
Frühling in der Taiga   

       Die Taufe mit geweihtem Wasser

1. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, euer Verständnis bezüglich eines wichtigen Geheimnisses möglichst zu vertiefen, das euch unter dem Wort "Taufe" bekannt ist.

2. Um das Wesen der üblichen Deutung des Geheimnisses der Taufe in allgemeinen Worten auszudrücken, wird es genügen zu sagen, dass dieses Sakrament zur Vergebung der Sünden durch die Waschung mit geweihtem Wasser geschaffen wird, die allen denjenigen angeboten wird, die danach dürsten, fest den Weg der Läuterung zu betreten.

3. Bis zur jetzigen Zeit wird die physische Seite dieses Sakramentes von Christen ebenso vollzogen wie es auch der erste Täufer machte, der Wasser verwendete.

4. Dabei braucht man eine gewisse von den Gläubigen später eingeführte äußere Vielfalt beim Vollziehen dieses Sakramentes nicht in Erwägung zu ziehen, nur weil man dies naiv für bedeutsam hält.

5. Wasser ist ein besonderer lebenswichtiger Stoff, der leicht Informationen von großer Mannigfaltigkeit einzuprägen und zu tragen vermag. Dabei verändert es sich bedeutsam in seinen Eigenschaften.

6. Was auch einst in dem den Christen gut bekannten Geheimnis der Verwandlung von Wasser in Wein in einer Siedlung des alten Israel vorkam.

7. Die Waschung mit geweihtem Wasser während des Sakramentes der Taufe wäscht natürlich die Sünden nicht ab, denn das ist auf diese Weise unmöglich; aber mit diesem Sakrament gelingt es allen, die bestrebt sind, den Weg der Läuterung zu gehen, als Hilfestellung für diese gute Unternehmung ein günstiges energetisches Informationsfeld zu schaffen, welches der Strebende nutzen kann, wenn er nach Empfang solch einer Taufe mit der praktischen Anwendung rechter Anstrengungen beginnt.

8. Aber leider nimmt der größte Teil aller Christen das Sakrament der Taufe nur als ein Zeichen auf, das angeblich die Rettung garantiert.

9. Und da sie nicht weiterhin bestrebt sind, gebührend zu ihrer Läuterung und der Herrlichkeit ihres Himmlischen Vaters tätig zu sein, so verlieren sie ziemlich schnell das künstlich erlangte energetische Hilfsfeld.

10. Im Laufe der ganzen Zeitperiode des geschichtlichen Werdegangs des Christentums hätte das Bewusstsein des Menschen dem Sakrament der Taufe, das von den Priestern praktiziert wird, natürlich genau solch eine Bewertung geben sollen.

11. Denn der Egoismus kommt in erster Linie bei eigennützigem Verhältnis zu allem Geschehen zum Vorschein, das Bewusstsein aber, das unter seiner Kontrolle steht, wird unbedingt nach einer vorteilhaften Befriedigung des eigennützigen Antriebs suchen.

12. Und gewiss war es unmöglich, den Vorteil darin zu übersehen, dass man angeblich allein durch die Waschung mit geweihtem Wasser gerettet sein kann, ohne tägliche mühselige Anstrengung zur Läuterung seiner inneren Welt.

13. Gerade ein solches Verständnis versuchen fast alle, die sich als Christen bezeichnen möchten, ständig in sich zu bewahren.

14. Das vollzogene allgemeingültige Sakrament der Taufe ist zwar in der Lage, bis zum heutigen Tag in allen christlichen Vereinigungen für die zum Licht Strebenden eine gewisse Hilfsgrundlage zu schaffen, trägt jedoch einen mehr sozusagen psychologischen Charakter.

15. Die ganze vorherbestimmte Fülle des Sakramentes der Taufe ist dazu da, unter anderen Umständen wirksam zu werden, unter denen es praktisch unmöglich sein wird, dass diejenigen die Taufe vollwertig empfangen, die sich selbst, wenn auch nur ein wenig, unaufrichtig dazu verhalten haben.

16. Dabei besteht das Wichtigste darin, dass eine solche Unmöglichkeit nicht dadurch bestimmt wird, dass jemand den, der mit unaufrichtigem Motiv kommt, ausschließt, sondern solch einer wird selber außerstande sein, dieses Sakrament der Taufe bis zum Schluss durchzuhalten.

17. Im fernen Altertum war der erste Täufer berufen, die Warnung zu geben, dass er mit Wasser tauft, dass aber Der kommt, Der mit Feuer taufen wird. (Matthäus 3,11 - Anm. d. Übers.)

18. Aber was für ein Sakrament einer neuen besonderen Taufe das ist, dieses Geheimnis konnte man den Vermutungen der Phantasie überlassen bis zu der Zeit, wenn das Geheimnis der Feuertaufe ein jeder in vollem Maße erkennen muss, der an die Erfüllung des erneut gekommenen Wortes Gottes von ganzem Herzen glaubt.

19. Und nun ist die Zeit gekommen.

       Die Taufe mit Feuer

20. Es ist nicht nur die Zeit Meiner zweiten Erfüllung gekommen, sondern auch der Zeitabschnitt der Erfüllung, in der man bereits mit der notwendigen Erkenntnis des Wesens der Feuertaufe beginnen muss,

21. Was gerade auch zur endgültigen Läuterung und Umwandlung aller führt, die würdig bestrebt sein werden, die ganze Fülle des Heiligen Glaubens an Den, Der euch auf dem Weg der Wahrheit führen wird, in die Tat umzusetzen.

22. Den Alten ist eine Erwähnung hinterlassen worden, die davon erzählt, dass Ich euch wie Silber und Gold ausschmelzen werde, um aus euch verhängnisvolle Beimischungen auszuscheiden. (Maleachi 3,3 - Anm. d. Übers.)

23. Und heute ist die Zeit gekommen, diesen Begriff euch gegenüber erneut und definitiv zu formulieren, denn in ihm ist die Wahrheit, da jetzt bereits nach dem Wort das Bedürfnis, es zu verwirklichen, entsteht.

24. Wenn man die eingeführten graphischen Bilder anwendet, kann man sagen, dass der Abschnitt des Bogens der Wende vom Beginn der Wende bis zum Punkt des Aufstiegsbeginns der Weg des intensiven Feuers ist, in dem alles das in euch zu verbrennen berufen ist, was geeignet ist, euch in die Bahn des allgemeinen Stroms des Reiches der Macht herunterzuziehen. (s. Abb. 10)

25. In diesem Feuer wird der starke Trägheitsdruck, den Ich bereits erwähnte, verbrennen.

26. Hierbei wird jemandem von euch, der stärkere Trägheitseigenschaften in sich trägt, desto größere Stärke des Brennens zu erfahren bevorstehen.

27. Und natürlich, je mehr solcher Besonderheiten ihr in euch tragt, eine desto größere Zahl von feurig brennenden Zuständen ist zu durchschreiten.

28. Aber möge euer Schritt nicht wanken!

29. Nach Ablauf der ersten siebenjährigen Phase Meiner Aufrufe an euch beginnt Mein heute wirkendes Wort durch zahlreiche möglichst konkrete Festsetzungen der Gesetze und Gebote für euch besondere Bedingungen zu schaffen, die vor allem auch die Grundlage der Feuerläuterung zusammensetzen werden, die auf dem entscheidenden Abschnitt des Bogens der Wende für die Mir Nachstrebenden sich besonders extrem und stark offenbaren wird.

30. Dieses wird auch dazu beitragen, euch aus der Bahn der allgemeinen Strömung des Reiches der Macht aktiv herauszuführen.

31. Dabei wird die Reihe der Feuerprüfungen für jeden von euch in völliger Übereinstimmung mit den individuellen Besonderheiten der inneren Welt eines jeden von euch vonstatten gehen.

32. In den verantwortungsvollen entscheidenden Phasen des Durchschreitens des Geheimnisses der Feuertaufe, die es im Laufe einiger Zeit schafft, eure ungestüm übermäßig anwachsenden Triebe des Egoismus mehrmals zu verbrennen, muss man besonders wachsam sein.

33. Nicht für einen Augenblick sollt ihr die Hand Dessen, Der euch führt, loslassen, versucht Ihm weiter voll zu vertrauen.

34. Lasst es nicht zu, dass der Schmerz des verbrannten Egoismus für einen Augenblick bedeutsamer wird als euer Heiliger Glaube.

35. Denn dieser Augenblick wird immer der Anfang gefährlicher Übertretungen und ernsthafter Verluste sein.

36. Es existieren zwei Arten des Schmerzes, die sich durch charakteristische Besonderheiten voneinander unterscheiden: der physische Schmerz und der psychische Schmerz,

37. Ungeachtet dessen, dass alle diese Arten des Schmerzes im Grunde eine gemeinsame Natur eigenartiger Erscheinungsformen der Gesetze der Materie haben.

38. Der physische Schmerz ist vor allem als ein Schutzsignal gekennzeichnet, der davor warnt, dass eine Störung im einheitlichen System biologischer Zellen die von der Natur zugelassene Norm überschritten hat.

39. Dieses ist berufen, die Schutzreaktion des Organismus in Gang zu bringen, die darauf beruht, eine Lösung in der Befreiung vom Schmerz und folglich auch eine Lösung in der Beseitigung der entstandenen Störung zu finden.

40. Den psychischen Schmerz kann man als die Reaktion auf die sogenannte negative Einwirkung seitens der einen oder anderen sich herausbildenden Umstände auf das bestimmte System festgefügter psychologischer Einstellungen im Bewusstsein des Menschen kennzeichnen.

41. Die sogenannte negative Einwirkung kann sich im ganzen Spektrum wahrscheinlicher Einwirkungen wie anormaler Umstände auf normale innere psychologische Einstellungen, so auch umgekehrt - die Einwirkung normaler Umstände auf anormale Einstellungen äußern.

42. Genau so kann Ähnliches auch dementsprechend bei der Einwirkung des einen Anormalen auf das andere Anormale zutage treten, wie auch bei der Einwirkung des einen Normalen auf ein ebensolches Normales anderes.

43. Dabei muss man immer unter dem Begriff einer normalen psychologischen Einstellung das vollständige Fehlen eines jeden Widerspruchs zu der Wahrheit der geistigen Entwicklung in einer solchen Einstellung verstehen.

44. Und die einen oder anderen Umstände berührend, muss man in erster Linie Umstände betrachten, die durch Lebensäußerungen des Menschen entstehen, denn sie spielen die aktive Hauptrolle in der Entwicklung eines jeden Menschen, der mit derartigen Umständen in Berührung gekommen ist.

45. In diesem Zusammenhang sind normale Umstände die, deren Entstehung durch Anstrengungen des Menschen geschieht, die der Wahrheit der geistigen Entwicklung nicht widersprechen.

46. Der Mensch hat bis zur jetzigen Zeit eine große Vielzahl von allen möglichen stabilen psychologischen Einstellungen hinsichtlich aller seiner Lebensäußerungen in sich gebildet.

47. Und nur dank der unschätzbaren Hilfe des Himmlischen Vaters, Seiner weisen Obhut und Führung ist es, wenn auch nicht allen auf der Erde lebenden Kindern Gottes, gelungen, und wäre es eine sehr geringe Zahl psychologischer Einstellungen aus dem Ganzen, das sich gebildet hat, zu dieser Zeit zu erwerben, und da diese doch noch der Qualität nach unter die von der Wahrheit zulässigen Grenzen fallen, kann man sie als normal bezeichnen.

48. Die übrige überwältigende Masse der stabilen psychologischen Einstellungen, die sich im Leben des Menschen behauptet haben, sind trotz der äußerlich ausgeprägten, oft scheinbar wohlgestalteten Färbung anormal.

49. Eine solche Wohlgestaltung ist illusorisch und beruht vorläufig noch auf fast völliger Unkenntnis der Wahrheit über den Menschen.

50. Aber das Wenige, zu dessen Erwerb es gelungen ist, einer genügenden Zahl der Kinder Gottes zu helfen, schuf günstige Bedingungen, auf deren Grundlage es jetzt schon möglich ist, die zur Rettung des Menschengeschlechts entscheidende Erfüllung zu vollbringen.

51. Weiter halte Ich für notwendig, einige wichtige Hilfsorientierungspunkte zu geben, indem Ich zwei früher berührte charakteristische Hauptbedingungen etwas mehr streife.

52. Bei der Einwirkung eines anormalen Umstandes auf die existierende normale psychologische Einstellung ist eine unvermeidliche Empfindung einer inneren schmerzhaften Gemütsbewegung möglich.

53. Und obwohl das schmerzhafte Erlebnis immer mit der Anhänglichkeit zu verschiedenen inneren bewusst gebildeten Einstellungen verbunden ist, sollte man die betrachtete schmerzhafte Gemütsbewegung nicht eindeutig mit dem Vorhandensein der gefährlichen Form der Anhänglichkeit an eine normale psychologische Einstellung vergleichen.

54. Das einzige, wozu dem Menschen erlaubt ist große Anhänglichkeit zu haben, ist nur das, was vollständig mit der Wahrheit des Aufblühens der Menschenseele übereinstimmt.

55. Deshalb muss in diesem Fall das Bestreben des Gläubigen, die eigenen schmerzhaften Emotionen zu korrigieren, nicht auf das Bestreben hinauslaufen, die Abwesenheit eines solchen Schmerzes überhaupt zu erreichen, er muss aber unbedingt nachprüfen, ob in ihm selbst eine Anforderungshaltung an den Mitmenschen in bezug auf dessen Handeln besteht, das zum anormalen Zustand geführt hat.

56. Man darf keine Anforderung an den Nächsten stellen,

57. Und vor allem keine innere Anforderung an den Mitmenschen, dass er sich so benimmt und handelt, wie ihr es momentan gerade von ihm erwartet, ungeachtet dessen, wie die Fähigkeiten eures Nächsten überhaupt sind.

58. Das Vorhandensein solcher Anforderungen, zu denen vorläufig noch ein jeder Mensch neigt, ist immer fähig, zu den schmerzhaften Emotionen zusätzliche unreine Gefühlszustände hinzuzufügen.

59. Andernfalls ist bei der Einwirkung eines jetzt schon normalen Umstandes auf eine anormale psychologische Einstellung das Entstehen beliebiger schmerzhafter Erlebnisse stets dem Vorhandensein gefährlicher Anhänglichkeiten zu solchen inneren Einstellungen gegenüberzustellen.

60. Und selbst das Vorhandensein irgendeiner psychologischen Einstellung ist immer mit dem Vorhandensein einer bestimmten Anhänglichkeit ihr gegenüber verbunden.

61. Deshalb kann man in Abhängigkeit von den einen oder anderen schmerzlichen Gefühlen überprüfen, welche Art psychologischer Einstellung im Bewusstsein existiert.

62. Wenn man sich präziser ausdrückt, ist zu bemerken, dass ein schmerzhaftes Gefühlserlebnis nicht durch eine unmittelbare Einwirkung des einen oder anderen Umstandes auf die psychologische Einstellung selbst entsteht, sondern auf die eigentliche Anhänglichkeit zu ihr.

63. Und je größer eine solche Anhänglichkeit zur inneren Einstellung ist, desto stärkeren Schmerz wird man als ein seltsames Brennen im Inneren empfinden.

64. Die Stärke des schmerzhaften Brennens kann abhängig von der Eigenschaft der Einwirkung auf die Anhänglichkeit und vom Charakter der Anhänglichkeit selbst in unterschiedlichem Grade in Erscheinung treten, indem sie Reaktionen von einer extrem ausgeprägten unausgeglichenen Abneigung bis zu einer mehr beherrschten Äußerung von Unzufriedenheit, Befremden und Unverständnis erzeugt.

65. Und wenn in die Lebenstätigkeit der biologischen Zellen ausschließlich die Natur selbst Einstellungsnormen hineinbringt, und folglich auch die Harmonie, so sind diese Normen wirklich lebensnotwendig, und man muss sie ehren und befolgen, falls dies keine bedeutenden Abweichungen von der Norm infolge der anormalen Lebenstätigkeit der sogenannten zivilisierten Gesellschaft sind.

66. Man kann eine von diesen Normen nur im Falle einer offensichtlich auftretenden außerordentlichen Notwendigkeit ändern.

67. Bezüglich der sich entwickelnden psychologischen Gefühlswelt bringt die Natur ebenfalls eine gewisse Menge lebensnotwendiger Anhänglichkeiten ein, die mit der Manifestation der Instinkte zu tun haben.

68. Nur im Unterschied zu den Vertretern der Tierwelt sind die Besonderheiten des frei überlegenden beweglichen Verstandes berufen, die Kraft und die Qualität der Manifestation von solchen Anhänglichkeiten zu kontrollieren und zu verändern.

69. Da aber diese ursprünglich durch die Natur eingeführten Anhänglichkeiten als erste in Erscheinung treten und die wichtigsten Lebensbedürfnisse betreffen, und die Verstandestätigkeit der Vertreter der jungen Menschheit einst sehr schnell unter die volle Kontrolle der eigenen egoistischen Gefühlswelt geraten ist, so entwickelten sich als erste bewusst schnell sowohl qualitativ als auch in der äußeren Vielfalt zahlreiche anormale psychologische Einstellungen gerade in bezug auf die Instinktäußerung mit völligem Loslassen der lebensnotwendigen Kontrolle über die Entwicklung der Anhänglichkeitsstärke zu ihnen.

70. Zugleich mit der großen Menge verschiedenartiger bewusster Einstellungen solchen Charakters, bei denen die äußerste Einfachheit von der Natur sich in eine übermäßig gefährliche Komplexität umgestaltet hat, wurde durch dieselben verfeinerten Möglichkeiten des Bewusstseins eine noch größere Vielfalt aller möglichen psychologischen Einstellungen gebildet, die alle übrigen Sphären der Lebensäußerungen des Menschen betreffen.

71. Dies schuf und schafft weiterhin eigenartige, für das je eigene Volk typische sogenannte moralisch-ethische Normen und Ehrenkodizes, welche die Mannigfaltigkeit und Einzigartigkeit des Lebensraumes bei einer jeden abgesonderten Gesellschaftsgruppe ausmachen.

72. Die Vielfalt derartiger Einstellungen kann leicht bei verschiedenen Völkern gegensätzliche Bedeutungen erlangen. Abhängig von diesen können die gleichen charakteristischen psychologischen Besonderheiten des menschlichen Organismus, und zwar Emotionen der Freude und der Bitterkeit, in Form von diametral gegensätzlichen Gefühlsausbrüchen in bezug auf ein und denselben Lebensumstand auftreten.

73. Das zeigt ausdrucksvoll ein in diesem Fall unvermeidliches Vorhandensein eines Begriffs, der keine Übereinstimmung mit der Wahrheit hat.

74. Denn die Wahrheit der Seelenentwicklung ist einheitlich für einen jeden Vertreter des Menschengeschlechts.

75. Wenn das, was als aufgestellte Norm in die Physiologie des Naturorganismus des Menschen durch die Natur hineingelegt wird, fähig ist, mittels schmerzhafter Äußerungen fehlerfrei vor Übertretung der Harmonie zu warnen, so zwingt die ganze Fülle aller möglichen psychologischen Einstellungen, welche die Frucht des bis zur heutigen Zeit vom Egoismus geblendeten Bewusstseins ist, den Menschen in den meisten Fällen vorläufig noch, ernsthaftes schmerzhaftes Gefühlsbrennen dort zu erleiden, wo in Wirklichkeit keine Störungen der Harmonie sowie der Wahrheit geschehen.

76. Dabei wird solches Brennen zur Ursache der Entstehung physiologischer Störungen.

77. Der Mensch reagiert in der Regel nicht darauf, was tatsächlich in der Realität geschieht.

78. Er reagiert auf das, was er genau mit dem eigenen eigenartig denkenden Bewusstsein erdacht oder hinzugedacht hat.

79. Die ganze Fülle der psychologischen Einstellungen im Bewusstsein des Menschen stellt auch ein gewisses symbolisches Prisma dar, durch das der Mensch die ganze geschehende Realität wahrnimmt.

80. Da man aber fast alle vom Menschen gebildeten psychologischen Einstellungen bis auf den heutigen Tag als anormale qualifizieren kann, so sieht der Mensch das, was in der Realität wirklich geschieht, nicht nur einfach nicht, sondern er sieht das alles in einem für sein Leben gefährlichen Spektrum.

81. Dabei zeigt er auch noch eine große Anhänglichkeit zu einem solchen symbolischen Prisma mit anormalen charakteristischen Besonderheiten, bemüht, es hochzuschätzen und es unter den Nächsten zu behaupten.

82. Um den Begriff "Anhänglichkeit" konkreter zum Ausdruck zu bringen, genügt es, den Begriff "Interesse" zu verwenden, wenn der eine oder andere Mensch egoistisches Interesse daran zeigt, dass der eine oder andere Umstand der geschehenden Realität gerade den Sinn haben möge und gerade so aussehen soll, wie es sein eigener Egoismus möchte, der in einer bestimmten Form zutage tritt.

83. Die Erscheinungsform des Egoismus jedoch ist von der Atmosphäre der Erziehung des Menschen und von dem Entwicklungsniveau seines Bewusstseins abhängig.

84. Dies wurde seinerseits im eigenartig erbauten System der Lebensordnung der ganzen Menschengesellschaft zur Ursache der Herausbildung einiger sozialer Ebenen der Manifestation der charakteristischen Besonderheiten verschiedener Formen des Egoismus.

85. Die Manifestation aller dieser Formen des Egoismus kann man kurz qualifizieren: von gröberen bis zu feineren.

86. Dabei ist unabhängig von der Auserlesenheit und der Grobheit der Äußerung aller Formen des Egoismus ihr Wesenswert gleich.

87. Der Egoismus entwickelt sich bei allen Vertretern der menschlichen Gesellschaft dem Wesen nach gleichartig und nur äußerlich offenbart er sich vielfältig durch die entsprechenden psychologischen Einstellungen.

88. Und da ursprünglich die Entwicklung der ganzen menschlichen Gesellschaft in Richtung der unaufhörlichen Bestrebung floss, die eigenen egoistischen Ansprüche zufrieden zu stellen, was individuell in den Lebensbemühungen eines jeden Vertreters der jungen Menschheit zum Vorschein kam und was bis zum heutigen Tag weiterhin erhalten bleibt, geschah und geschieht die Herausbildung aller psychologischen Einstellungen weiter ausschließlich der anormalen Erscheinungsformen des eigenen Egoismus zuliebe.

89. Dabei haben sich auf einer so verseuchten Grundlage fast alle moralisch-ethischen Normen herausgebildet, die sich im Leben der menschlichen Gesellschaft erfolgreich behauptet haben, die aber in ihrem Wesen krankheitserregende Eigenarten tragen, mit Ausnahme einer äußerst geringen Menge wirklich der Wahrheit entsprechender Normen.

90. Und wenn die Herausbildung aller psychologischen Einstellungen, die das menschliche Bewusstsein reich aufgefüllt haben, in erster Linie dazu geschah, um die ungestümen jungen Triebe des Egoismus, die sich anormal auszubreiten bemüht sind, zu beschützen und zu unterstützen, so wird das Interesse daran, dass solche Einstellungen weiter erhalten bleiben, selbstverständlich außergewöhnlich sein.

91. Derart bedingte, äußerlich vielfältige, im Überfluss gebildete Einstellungen haben die psychologische Spaltung nicht nur der größeren und kleineren Völker untereinander, nicht nur die Aufteilung der großen und kleinen Gruppen von Menschen in soziale Ebenen innerhalb des einen oder anderen Volkes, sondern auch grundsätzlich eine nicht weniger gefährliche Spaltung der Kinder Gottes untereinander besonders deutlich gemacht,

92. Selbst wenn diese Kinder Gottes meinen, dass sie eifrig dem wahren Weg folgen.

93. Die entstandenen der Wahrheit weithin nicht entsprechenden psychologischen Einstellungen nötigen euch, euch von den umgebenden Mitbrüdern zu isolieren.

94. Fürwahr, Ich sage euch, dass ein beliebiges Bestreben, sich von seinen Mitbrüdern abzusondern, durch welche Lebenspraxis sie sich auch zeigen mögen, ein Zeichen der geistigen Unwissenheit ist.

95. Um den wahren Wert des Antriebs, sich abzusondern, besser zu verstehen, kann man einen einfachen Vergleich heranziehen.

96. Gewöhnlich seid ihr in der Gesellschaft eurer Mitbrüder aufgrund der naturgemäß auftretenden egoistischen Besonderheiten, die euch bewahren sollen, bestrebt, euch sowohl von denen abzusondern, die eine direkte Bedrohung für euer Leben sind, als auch von denen, die eine ansteckende Krankheit haben, so auch von denen, durch die man nicht nur moralisch verunreinigt werden kann, sondern auch einfach sich physisch beschmutzen kann, wenn ihr einen besonderen Wert auf eure äußerliche Reinheit legt.

97. In normalen Verhältnissen ist man nie bestrebt, sich von denen abzusondern, die euch zu verteidigen, zu heilen, zu bereichern, zu reinigen und euch andere Güter zu bringen fähig sind, die ihr nötig habt.

98. Darum setzt das Bestreben, sich abzusondern, in erster Linie voraus, dass ihr in bezug auf den Nächsten normaler, gesunder, erhabener und reiner seid.

99. Und obwohl dies allein von der logischen Seite gemäß den Eigenschaften eurer Verfassung auch wirklich der Fall sein kann, so wird das Vorhandensein der Neigung und der Bestrebung zu irgendwelcher psychologischer Absonderung immer das Merkzeichen einer gefährlichen geistigen Abweichung von der Wahrheit sein.

100. Und weil das Existieren anormal bedingter Einstellungen die psychologische Spaltung der Kinder Gottes untereinander charakteristisch betont und bestätigt, so macht in diesem Fall das Vorhandensein eines besonderen egoistischen Interesses an der Erhaltung derart anormaler psychologischer Bedingtheiten die Wahrscheinlichkeit der Vereinigung der Kinder Gottes in eine Einige Familie auf Mutter Erde unmöglich.

101. Dies wäre ein angemessener und wirklich vernünftiger, für die normale Entwicklung der Menschheit lebensnotwendiger Schritt.

102. Doch die große Vielfalt anormaler psychologischer Einstellungen bürgert sich weiterhin fest im Leben aller Vertreter des Menschengeschlechts ein.

103. Die Kinder des Großen Gottes kennen ihr wahres Gesicht nicht und haben es noch nie gekannt, denn dieses müsste auch durch gerechte Arbeit im Leben bezeugt werden.

104. Der Egoismus aber, dem der Mensch alle günstigen Bedingungen für das ungestüme Wachstum gewährt hat, strebt immer laut der ihm eigenen natürlichen Gesetze nach Selbstbehauptung und folglich nach dem Bestreben, sein irgendwie bedeutsames Gesicht zu zeigen.

105. Deshalb gleicht für den Menschen die individuelle Herausbildung einer bestimmten Vielfalt eigenartiger psychologischer Einstellungen, durch welche in Wirklichkeit sein eigener Egoismus sich real zu offenbaren bestrebt ist, dem Geheimnis der angeblich wahrhaftigen Entwicklung der Persönlichkeit, was auch im besonderen Interesse daran zum Ausdruck kommt, all diese Einstellungen zu erhalten.

106. Und folglich wird jegliches Attentat auf solche bedingte Einstellungen selbstverständlich als ein Attentat auf das angeblich wahre Wesen des Menschen eingeschätzt und äußert sich als Entrüstung und Abneigung gegenüber dem Urheber dieser Gefahr.

107. Heute steht es bevor, sich endgültig klarzumachen, dass gerade die sklavische Einhaltung des besonderen, manchmal mit Wahnsinn zu vergleichenden Interesses, irgendwelche anormale bedingte Einstellungen im Laufe der ganzen Geschichte des Daseins des Menschengeschlechts bis heutzutage zu erhalten und zu festigen, in der Regel zum Anfang für das Blut- und Tränenvergießen, für große Not und Unglück wurde, wodurch die ganze Mutter Erde ausgiebig mit Leiden der Kinder Gottes benetzt wurde.

108. Und jeder Tag der gesamten vorläufig noch kurzen viele Jahrtausende langen Geschichte des Beginns des Werdens der im Schöpfungsgefüge des Weltalls einzigen Menschengesellschaft ist gefärbt durch solch ein nicht auszudenkendes Unglück.

109. Aber einst, als dafür günstige Bedingungen geschaffen werden sollten, ist vorherbestimmt worden, aus diesem Sumpf ständiger Ausgeburt von immer neuem Unglück in erster Linie diejenigen herauszuziehen, die einverstanden sind, die große und nicht einfache Arbeit zu ihrer Rettung und zur Rettung der ganzen Menschheit auszuführen.

110. Einige Denker und würdige einsatzbereite Menschen vermochten heranzureifen, um die tödliche gefährliche Hauptkrankheit richtig festzustellen, durch die ständig das menschliche Leben zerfällt und zerbricht.

111. Nur vermag der Mensch nicht, den Charakter der Krankheit genau zu erfassen und umso weniger, das wahre Heilmittel dagegen selbstständig zu entdecken.

112. Dies erlauben die naturgemäß entstandenen, sein wahres Wesen betreffenden Gesetzmäßigkeiten nicht, aber Anstrengungen diesbezüglich ohne Teilnahme des Wortes Gottes wurden dennoch unternommen.

113. Das führte von Zeit zu Zeit innerhalb eines Systems religiös-philosophischer Lehren nur zum Austausch von egoistisch bedingten Einstellungen durch andere, die ihnen ähnlich sind.

114. Obwohl hierbei im Prozess des Austausches der einen psychologischen Bedingtheiten durch andere doch noch irgendwelche egoistischen Triebe abgehauen wurden, so trugen die eingeführten bedingten Einstellungen, weil sie ebenfalls weit von der Wahrheit entfernt waren, unvermeidlich zur Entstehung neuer egoistischer Triebe anstelle der abgeschnittenen bei.

115. In der Regel wuchsen in derartigen Prozessen egoistische Triebe öfters als dass sie abgeschnitten wurden.

116. In einem anderen System der religiös-philosophischen Lehren aber waren die Bemühungen im Sieg über die egoistische Erkrankung von etwas mehr Erfolg gekrönt.

117. In diesen Lehren zeigte sich am meisten der Versuch, eigenartige Anstrengungen im Loslassen aller Anhänglichkeiten an alles Irdische zu unternehmen, die ein Mensch haben kann, und folglich dementsprechend alle psychologischen Einstellungen abzubauen, die diesbezüglich im Bewusstsein bestanden.

118. Obwohl dieser typische offenbarte Weg auch zu einigen Siegen über den Egoismus führen kann, macht er dennoch unvermeidlich den, der auf diesem Weg strebt, lebensunfähig.

119. Denn, statt leben zu lernen, wie das allein dem Menschen vorbestimmt ist, ist er aus Unkenntnis gerade der echten Wahrheit Gottes über sein Wesen bestrebt, sich mit Hilfe einer eigenartigen Weltanschauung und bestimmter Übungen vom Leben zu entfernen, indem er sich mit dem Zustand des reinen Existierens begnügt.

120. Aber indem der Mensch die wahre Fähigkeit verlernt, den ganzen Reichtum zu beherrschen, der ihm geschenkt ist, neigt er dazu, immer unfähiger zu werden, seine Gesellschaft in voller Übereinstimmung mit der offenbarten Wahrheit Gottes zum Wohl des Menschengeschlechts zu formen, als eine große Einige Familie Seiner Kinder,

121. Diese sind berufen, immer vollkommener zu werden und die Ewigkeit zu erfüllen, und damit die der Menschheit vorherbestimmte geistige Mission zum Wohle des Schöpfungsgefüges des Weltalls zu realisieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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