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Die Letzte Hoffnung, Kapitel 5:
Den Egoismus überwinden

In der Taiga
In der herbstlichen Taiga    (Foto: Bekeshin)

       Der aufblühende Egoismus

1. Die natürlichen Gefühlsgewohnheiten, in deren absolut volle Abhängigkeit ihr euch seit dem Altertum gebracht habt, begannen ständig auf die Tätigkeit des sich formenden Verstandes einzuwirken und zwangen ihn dazu, nur in jene Richtung zu wirken, die der aufblühende Egoismus benötigte.

2. Der junge Verstand entwickelt sich ständig weiter, die Ausrichtung seiner Entwicklung bleibt jedoch ständig die gleiche.

       Das Prisma der Wahrnehmung

3. Bildlich ausgedrückt könnte man sagen, dass die natürlichen charakteristischen Besonderheiten des Verstandes gerade in der Fähigkeit bestehen, die eintreffende Information sachlich nüchtern aufzunehmen.

4. Bezüglich der natürlichen Gefühlswelt ist aber eine Wahrnehmung charakteristisch, die eigenartig gefärbt ist.

5. Eure natürliche egoistische Wahrnehmung der geschehenden Realität ist einer Art Prisma ähnlich, das die gesamte Wirklichkeit auf charakteristische Weise bricht und in verschiedene Farben zerlegt. Diese Farben enthalten Bedeutungsmerkmale, was in Bezug auf den eigenen Egoismus günstig oder ungünstig ist.

       Die Gefühlswelt dominiert den Verstand

6. Da eure Gefühlswelt die Tätigkeiten des Verstandes vollständig beeinflusst, was ursprünglich für den beweglichen Verstand in der Harmonie nicht vorgesehen war, so nimmt euer Verstand unter solchen Bedingungen die Realität natürlich nur durch diese eigenartige Färbung wahr;

7. Deshalb beginnt der junge, sich formende Verstand damit, alle Fakten jeder Erscheinungsform der Umgebung mit dieser für die Entwicklung anormalen Deutung zu kennzeichnen und zu überschütten.

       Der Verstand kann euch nicht bei eurer wahren Entwicklung helfen

8. Und je mehr Information mit egoistischen Merkmalen angehäuft wird, umso leichter und schneller findet euer Verstand in der einen oder anderen umstrittenen Situation die beste Lösung für die auftretende Schwierigkeit ausschließlich im Sinne des Egoismus.

9. Der Verstand tut für euch, indem er die ihm eigenen Gesetze des Denkens benutzt, alles nur Mögliche, aber dabei kann der Verstand selbst nicht wissen, was er in Wirklichkeit für euch getan hat.

10. Und weil euer Verstand nicht die wahren Kenntnisse darüber besitzt, was zum Wohle der Seelenentwicklung dient und was nicht, ist er trotz all seiner beliebigen Möglichkeiten und seiner Arbeitsfähigkeit doch nicht in der Lage, euch bei eurer wahren Entwicklung zu helfen.

11. Seit Tausenden von Jahren schaut euer Verstand auf die geschehende Realität immer nur durch das Prisma des maßlosen Egoismus.

       Die Kennzeichnung von Information

12. Dabei habt ihr während der Erfahrung des eigenen Bewusstseins in dem zeitweiligen materiellen Körper, während der Erfahrung eurer Seele sowie der Erfahrung eurer ganzen menschlichen Zivilisation durch alle Zeiten eurer Existenz hindurch, ausnahmslos Informationen über alle eure möglichen egoistischen Taten in riesigem Umfang angesammelt, sowohl bezüglich aller Alltagserscheinungen, als auch in absolut jeder anderen Erscheinungsform innerhalb der Gesellschaft, des Planeten und selbst des Weltalls.

13. Ohne Ausnahme wurde diese ganze Information von euch auf besondere Art und Weise gekennzeichnet.

14. Dem Prozess derartiger Kennzeichnung liegen bestimmte Gesetzmäßigkeiten zugrunde.

       Verstandesniveau und Instinktniveau

15. Der natürliche Körper, der mit dem Verstand ausgestattet ist, hat zwei Niveaus um Informationen über die umgebende Realität zu kennzeichnen:

16. Das Verstandesniveau, welches die Informationen aus der Sicht - genaues oder ungenaues Wissen - einstuft,

17. Und das Instinktniveau, das die Informationen als günstig oder ungünstig für den natürlichen Körper einstuft unter Berücksichtigung der egoistischen Erscheinungsformen, die genau diesem Niveau eigen sind.

       Die Instinkte in der Tierwelt

18. Bei Vertretern der Tierwelt, wo Instinkte vollständig die Tätigkeit des einen oder anderen Tieres bestimmen und die Fähigkeiten des Verstandes eng begrenzt sind, wird die Information über die umgebende Welt ausschließlich aus der Sicht des Instinktniveaus gekennzeichnet.

19. Mit der Zeit beginnt der Tierverstand mehr und mehr nur noch über Informationen zu verfügen mit Kennzeichen wie: essbar oder nicht, gefährlich oder ungefährlich usw., in der völligen Abhängigkeit vom Egoismus als nicht unwichtiger Eigenschaft unter den gegebenen Bedingungen.

       Die Instinkte bei den Vertretern des beweglichen Verstandes

20. Bei den Vertretern des beweglichen Verstandes aus der Welt der Materie (Außerirdische - Anm. d. Übers.) verringert sich die Stimme der Instinkte allmählich bis zu unbedeutenden Erscheinungen, so dass die Besonderheiten des Egoismus fast gar nicht mehr auftreten.

21. Deshalb werden die notwendigen Informationskennzeichen, die mit den Instinkten verbunden sind, in ihrem Fall nur im Anfangsstadium der Entwicklung gesetzt, weiter aber beginnt der Verstand, befreit von jeglichem Einfluss der Instinkte, die Information ohne Verzerrungen und unabhängig von den natürlichen Bedürfnissen des Körpers aufzunehmen.

       Das geistige Niveau beim Menschen

22. Ihr aber habt in eurem Wesen nicht zwei, sondern drei Niveaus beim Einschätzen der umgebenden Welt.

23. Neben jenen, die bereits genannt wurden, habt ihr auch noch das geistige Niveau bei der Kennzeichnung der eintreffenden Information.

24. Für dieses Einschätzungsniveau wie auch für das Instinktniveau sind Einstufungen wie "günstig" oder "ungünstig" charakteristisch; nur dass es sich in diesem Fall auf die Entwicklung der Seele bezieht.

       Ein bildlicher Vergleich

25. Wenn man für dieses Niveau auch einen bildlichen Vergleich anführt, werden sich die bunten natürlichen Erscheinungsformen der Gefühle von den farblosen Erscheinungsformen der Verstandesbesonderheiten unterscheiden.

26. Würde man die Verstandesbesonderheit mit einer kristallklaren Kugel, die alles durch sich hindurchlässt ohne jegliche Einfärbung, vergleichen, könnte man demgegenüber zwar die geistigen Gefühlsbesonderheiten mit einer ebensolchen Kugel vergleichen, jedoch wäre diese voll zarter und warmer Schattierungen mit einem sehr angenehmen Leuchten.

27. Genau auf der Grundlage dieser besonderen Ausstrahlung hat bei eurer Inkarnation die Vielfarbigkeit der natürlichen Gefühlsbesonderheiten eine äußerst starke Farbsättigung bekommen,

28. Unter deren Einfluss verfallt ihr einer im Grunde überflüssigen Unruhe gefolgt von einer unvermeidlichen psychischen Erschöpfung.

       Die günstigste Einwirkung der Gefühlswelt auf den Verstand

29. Doch nur wenn ihr die Besonderheiten eurer Seele angemessen entwickelt, vermag eure Geisteskraft, die die Intensität der natürlichen Gefühlsklänge im Inneren unvermeidbar verstärkt hat, immer mehr eure natürliche Gefühlswelt von außen mit ihrem zarten Licht zu umhüllen und übermäßige Farbsättigung richtig zu löschen,

30. Indem ihr die Farbklänge veredelt und alles das zur Harmonie bringt.

31. Die Einwirkung der Gefühlswelt auf den Verstand ist dann die Günstigste und die für euch einzig Zulässige.

32. Doch gerade euer Verstand wird nie den Gefühlseinwirkungen entgehen.

33. Und obwohl all eure Verstandesanstrengungen beim Erfassen der Gesetzmäßigkeiten der materiellen WELT immer das Einschätzungsprinzip bezüglich eingetroffener Informationen - genaues und ungenaues Wissen - benutzen werden, wird die Gefühlswelt solchen Informationen immer eine zusätzliche Grundfarbe geben.

34. Dabei wird euer Wohlergehen vollständig davon abhängen, welche Gefühlswelt in euch die führende ist: die natürliche oder die geistige.

       Der Egoismus beim Tier und beim Menschen

35. Der Egoismus tritt bei Tieren nur direkt mit der Befriedigung grundlegender Instinkte in Erscheinung, das bewirkt Konkurrenzbedürfnis, so existiert letztendlich die eine oder andere Art weiter und entwickelt sich kraft der Stärksten.

36. Der Egoismus des Menschen begann sich ebenfalls auf der Grundlage derselben Gesetze zu entfalten, doch während der Verstand bei den Tieren mit den im voraus bestimmten starken Einschränkungen ein unüberwindbares Hindernis schuf, das die natürlichen Erscheinungen der Gefühle im Rahmen der Harmonie hielt, haben dagegen die Möglichkeiten des beweglichen Verstandes beim Menschen solche Einschränkungen nicht;

37. Dadurch konnte die Entfaltung der natürlichen Gefühlsbesonderheiten nicht in vernünftigen und harmonischen Grenzen gehalten werden,

38. Und die natürliche Gefühlsäußerung des Egoismus nahm eine sehr entstellte Form an.

39. Im Unterschied zu den Tieren seid ihr fähig, eine unzählige Menge aller möglichen Formen von gegenseitigen Beziehungen zueinander und zur restlichen umgebenden Welt zu schaffen.

       Die Wahrnehmung der Welt durch das Prisma des Egoismus

40. Ihr besitzt sehr große schöpferische Möglichkeiten, und euer Verstand ist immer bereit, zahllose Mengen verschiedener Wege zu finden, die euch helfen, das gesetzte Ziel am bequemsten und leichtesten zu erreichen.

41. Doch da in eurer inneren Welt die natürlichen egoistischen Gefühlsbesonderheiten maßgebend sind, wird euer Verstand die umgebende Welt unvermeidlich durch das Prisma dieses Egoismus aufnehmen und Information allein nach dem Prinzip kennzeichnen und speichern: gereicht es zum Wohle eurer egoistischen Ansprüche oder nicht.

42. Da ihr während der ganzen Geschichte eurer Existenz endlos fast ausnahmslos nur mit Egoismus gekennzeichnete Information anhäuft, befindet ihr euch in der ständigen Situation, dass jeder Versuch eures Verstandes, die eine oder andere in eurem Leben auftretende Schwierigkeit zu erfassen, immer abgleiten wird in Richtung Liebedienerei vor dem eigenen Egoismus,

43. Dessen Ausmaße und Besonderheit ihr vorerst weder in der Lage seid, einzuschätzen noch euch vorzustellen.

44. Denn für eine Einschätzung solcher Art bedürfte es eines Verstandes, der die Realität ausschließlich durch die Gefühlsäußerungen der Seele sieht.

45. Und genau diese Eigenschaft hat in der ganzen Geschichte der Existenz der menschlichen Zivilisation noch keiner von euch erreicht.

46. Obwohl einige von euch bereits bestimmte nicht geringe Resultate in dieser Richtung doch erreicht haben.

47. Aber das ist für jeden von euch die Zukunftsperspektive.

48. Und während in der Welt der Materie der bewegliche Verstand an sich fähig war, den Egoismus im Rahmen unbedeutender Erscheinungsformen einzuschränken, ist dies bei euch nur dank einer geistigen Entwicklung möglich.

49. Wenn man vom Verstand bildlich sagen kann, dass er sehen kann, dann kann die ganze Gefühlswelt nicht sehen.

       Störungen des Gleichgewichts führen zur Selbstzerstörung

50. Die ganze Welt der Materie, die in ihrer vollen Vielfalt ganzheitlicher Systeme sichtbar wird, hat in den Grundlagen von Lebenserscheinungen bestimmte Gesetze des Gleichgewichts und zwei Grundnormen.

51. Tiefer als die eine darf man nicht sinken, denn das würde zur Erschöpfung führen, und höher als die andere darf man sich nicht erheben: dann gibt es Übersättigung.

52. Die Verletzung sowohl der einen als auch der anderen Norm führt immer zur Störung eines bestimmten Gleichgewichts, wonach der Prozess der Selbstzerstörung beginnt.

       Die Kontrolle der Instinkte bei den Tieren

53. Die natürliche Gefühlswelt der Tiere wird von der Harmonie selbst kontrolliert mit Hilfe der Information, die in die Instinkte des einen oder anderen Tieres hineingelegt ist.

54. Der Verstand der Tiere befindet sich in einem solchen Zustand, dass er mit seinen Möglichkeiten bei der richtigen Befriedigung der Instinkte nur ein gehorsamer Gehilfe sein kann, ohne stärker als sie zu sein.

       Die Beschränkung der Instinkte beim beweglichen Verstand

55. Der bewegliche Verstand dagegen hat zwar die Möglichkeit, die Gefühlswelt des Körpers über die Grenzen der Norm hinauszuführen, doch er ist nicht in der Lage, solches auszuführen, nur weil er sich in diesem Fall der bestehenden Gefahr bewusst ist,

56. Und für das Wohl seiner Tätigkeit beschränkt er die Signale der instinktiven Erscheinungsformen der Gefühle auf das niedrigste Niveau, ohne jedoch die untere Ebene der Norm zu unterschreiten.

57. Die Zusammensetzung der Besonderheiten des natürlichen Körpers und des Verstandes wird von der Harmonie so ausgeglichen, dass sich die "blinde" Gefühlswelt immer auf dem Niveau der normalen Lebenstätigkeit befindet.

       Die gefährliche Situation beim Menschen

58. Beim Menschen besteht für den beweglichen Verstand folgende Situation: der Verstand ist, obwohl er weiterhin fähig ist zu sehen, dazu verurteilt, die Realität ausschließlich durch das Prisma der einen oder anderen Gefühlswelt aufzunehmen.

59. Und solange der Verstand auf die Welt durch das Prisma der übermäßig verstärkten Erscheinungen der natürlichen Gefühlsbesonderheiten schaut, mit einem sich ständig über die Norm verstärkenden Egoismus, kann der Verstand vorerst leicht getäuscht werden.

60. Und er wird nicht in der Lage sein, ein vernünftiges Maß der Befriedigung der natürlichen Gefühlsbesonderheiten zu bestimmen, was bei euren Handlungen unvermeidlich zur Störung der Instinktsignale führt, deren System durch die Harmonie reguliert wird.

61. Das führt unbedingt dazu, dass ihr entweder das Benötigte unzureichend oder das Gewünschte übermäßig speist.

62. Doch sowohl in dem einen wie in dem anderen Fall wird der Körper zerstört.

       Nur die geistige Gefühlswelt führt zur Norm

63. Nur die geistige Gefühlswelt ist, wenn sie sich richtig formt, geeignet, die natürliche Gefühlswelt zur Norm zu führen.

64. Und obwohl der Verstand weiterhin die Realität durch ein Prisma wahrnehmen wird, ist es bereits das der geistigen Welt, und er kann dann die Information in einer Art sammeln, dass bei jeglicher Erfassung entstehender Situationen, der Verstand immer eine optimale Lösung sowohl für die Seele als auch für den Körper finden kann.

65. Im Unterschied zur natürlichen Gefühlswelt, die sowohl eine obere als auch eine untere Sättigungsgrenze hat, hat die geistige Gefühlswelt nur ein Niveau, das ursprünglich vom Himmlischen Vater festgelegt wurde und das man nicht unterschreiten darf.

       Mit geistiger Nahrung wird die Seele nie übersättigt

66. Zur anderen Richtung aber gibt es keinerlei Begrenzungen, und so sehr man die Seele auch mit geistiger Speise ernährt, sie wird nie Übersättigung erreichen.

67. Und dieser Prozess der Sättigung wird ewig währen.

       Die Seele sucht die Hand des Himmlischen Vaters

68. Eure Seele hat in ihrem Wesen die Fähigkeit, feinfühlig auf das zu reagieren, was zu empfinden für sie günstig ist, und das kann nur sein, was dem Wohl ihrer Formung dient.

69. Auf diese Weise ist sie fähig, das Gott Gefällige und das von Ihm Kommende fehlerlos zu bestimmen, und sie ist bemüht, die Hand des Vaters zu finden, um später entschlossen dorthin zu gehen, wohin der Himmlische Vater sie führt.

       Der Lernprozess des Verstandes

70. In eurem Leben treten von Zeit zu Zeit Situationen auf, in denen der Verstand eine gewisse innere Reaktion bemerkt, die irgend etwas ablehnt oder eine Erscheinung angenehm aufnimmt, und das prägt er sich zusammen mit den zahlreichen markanten ähnlichen Reaktionen von Seiten der egoistischen Gefühlswelt ein.

71. Der Verstand war in den ersten Etappen der Lebenstätigkeit der jungen Menschheit noch nicht fähig, solche inneren Reaktionen auf äußere Umstände auseineinanderzuhalten, doch nach längerer Zeit bahnte sich mehr und mehr die Möglichkeit an, festzustellen, dass sich einige innere Gefühlsreaktionen in der Qualität von Äußerungen der natürlichen Gefühlswelt unterscheiden.

72. Auf diese Weise wurde der Verstand allmählich immer mehr geneigt, die geistige Gefühlswelt günstig zu erfassen.

       Die Gesetze des Schöpfers spiegeln sich in den Objekten der materiellen Welt wider

73. Die Bedingungen für den Verstand bei der Erkenntnis des Schöpfers des materiellen Daseins bestehen darin, dass man die Gesetze des Schöpfers als Seine teilweise Widerspiegelung in jedem beliebigen Objekt oder jeder Erscheinung der materiellen Welt, die sich in ihrer Vielfalt ringsum zeigt, erkennen kann, und der Verstand ist bei jedem Schritt fähig, viel Wissen über das Dasein der Harmonie anzutreffen.

74. Zu Beginn der Seelenentwicklung waren die Bedingungen für euch jedoch wesentlich schwieriger.

       Der Himmlische Vater spiegelt sich niemals in einem Objekt wider

75. Denn der Himmlische Vater spiegelt sich niemals in einem Objekt noch in einer Erscheinung der materiellen Welt wider.

76. Die Gesetze der Entwicklung der Seele kann man niemals an den Bäumen noch an einer Wolke, an Tautropfen, an Sandkörnchen des Meeresstrandes, an der Morgenröte oder am geheimnisvollen Nebel ablesen.

77. Und während der Verstand die Möglichkeit hat, seine Entwicklungsgesetze und die seines materiellen Körpers selbstständig zu erkennen, indem er das Buch der Weisheit liest, das in seiner Eigenschaft als umgebende Natur ständig aufgeschlagen ist, hat eure Seele genau diese Möglichkeiten nicht, das Buch der Gesetze ihres Werdens zu lesen.

       Die richtige Analyse von Information durch den Verstand

78. Als sie sich einst zum ersten Mal inkarnierte, stand eurer Seele vor allem bevor, eine enge Wechselwirkung mit den Gesetzen der Materie einzugehen und unendlich den Einfluss der einen oder anderen Situation auf sich zu verspüren,

79. Bemüht zu unterscheiden, was ihr zum Wohl gereiche und was zum Schaden.

80. Doch damit der Verstand so eine Art Information richtig analysieren konnte, musste er wissen: Was ist die Stimme der Seele und worin unterscheidet sie sich von den gefühlsmäßigen natürlichen Besonderheiten.

81. Dem Verstand fällt es leichter, die Gefühlswelt des Körpers zu unterscheiden und zu erfassen, denn seine Grundgesetze und die des Körpers sind gleichartig.

82. Und nur deshalb, weil die Gefühlswelt eures Körpers, die durch die Besonderheiten der Seele um vieles verstärkt wurde, mit ihrer Stärke die Norm, die seitens der Harmonie aufgestellt wurde, zu überschreiten begann, verfiel der bewegliche Verstand ebenso wie bei den Tieren in völlige Abhängigkeit von der Gefühlswelt.

83. Deshalb konnte der Verstand nicht von außen das Geschehen in der Gefühlswelt des ersten Menschen erfassen, sondern konnte die sich abwickelnde Realität ausschließlich dem Egoismus zuliebe erfassen, in Abhängigkeit von den natürlichen egoistischen Gefühlsäußerungen, die am markantesten und am lautstärksten sind.

84. Die Stimme der Seele aber blieb in der Regel unbeachtet.

       Der langsame Weg der Seelenentwicklung

85. Sollte es dem Verstand dennoch gelingen, von der Seele Kommendes zu bemerken, so ist der Verstand beim Erfassen dieses Signals unvermeidlich allein auf die angehäufte, bereits vom Egoismus gefärbte Information angewiesen.

86. Damit ist es fast unmöglich, vernünftige Schlussfolgerungen zugunsten der Seele zu ziehen.

87. Dennoch gelingt es, im Bewusstsein Körnchen für Körnchen eine Information anzuhäufen, die für die geistige Welt die günstigere ist.

88. Denn damit man irgendwann einmal nach dem Willen des Großen Himmlischen Vaters einige erste notwendige Gesetze offenbaren konnte, die auf die Entwicklung der Seele direkten und bedeutenden Einfluss nehmen, ist es unbedingt notwendig, dass die innere geistige Welt und das Bewusstseinsniveau zu einem günstigen Zustand herangereift sind.

89. Und damit die junge Menschheit dazu heranreifte, war es notwendig, sie zu erhalten.

       Unsinnige Anstrengungen zur Befriedigung eures Egoismus

90. Denn weil ihr es aus natürlichen Gründen nicht geschafft habt, das Notwendige für eine geistige Entwicklung richtig zu erfassen, und weil ihr euer Leben vollständig den egoistischen Äußerungen der Gefühle gewidmet habt, so habt ihr unvermeidlich eine wilde Lebenstätigkeit begonnen,

91. In der ihr nach den Gesetzen der Konkurrenz grausame Kämpfe untereinander beginnt, sowohl zwischen verschiedenen kleinen Gruppen, als auch zwischen Stämmen und Staaten.

92. Auf diese absurden Wettbewerbe habt ihr alle eure Verstandesmöglichkeiten gerichtet, indem ihr immer vollkommenere technische Vorrichtungen schafft und euch gegenseitig immer mehr das Leben unmöglich macht.

93. Diese im Grunde unsinnigen Anstrengungen macht ihr bereits seit Tausenden von Jahren bis zum heutigen Tag, und tut das mit dem einzigen egoistischen Ziel: eure eigenen Bedingungen zur Befriedigung eurer Instinkte und zur Befriedigung anderer egoistischer Gefühlsbedürfnisse zu verbessern.

       Hochmut ist der erste Feind eurer geistigen Welt

94. Dabei entwickelt jeder Erfolg auf diesem Gebiet maßlos sowohl den persönlichen als auch den gesamtnationalen Hochmut, der wahrhaftig der erste und grundlegende Feind eurer geistigen Welt ist.

95. In diesem Zusammenhang kann man sagen: wenn ihr Bedingungen finden möchtet, die die Seele entwickeln, so sucht sie entschlossen auf der entgegengesetzten Seite von dem, was euch euer Hochmut anrät.

       Die Menschheit ist unter das Nullniveau gesunken

96. Abgesehen von dem Gesetz der Konkurrenz, das dazu führt, dass ihr einander ständig prügelt, habt ihr mit der ganzen menschlichen Gesellschaft aus Unwissenheit die von der Harmonie zulässige Grenze überschritten und seid unter das Nullniveau der Norm gesunken, die vom Schöpfer für eine normale Lebenstätigkeit in der Welt der Materie vorgesehen gewesen war.

97. Das führte dazu, dass ihr mit euren ständigen Anstrengungen in die falsche Richtung hartnäckig in den Zellen eures Körpers die Information zur Entwicklung löscht,

98. Danach beginnen die Verbindungen zwischen den Zellen unvermeidlich zu zerfallen, was euren Körper zu immer schwereren Krankheiten und zum Tod führt.

       Zunehmender Verfall über Generationen verkürzt das Leben

99. Das Vorhandensein solcher Störungen könnt ihr nach den Gesetzen der Natur leicht euren Kindern weitergeben, dadurch bewirkt ihr, dass jede neue Generation immer mehr vom guten physischen Zustand abweicht.

100. Denn jede neue Generation, die immer die gleichen anormalen Schritte macht, stärkt das, was sie bereits hat;

101. Von der Harmonie wird dies mit jedem Mal stärker abgelehnt.

102. Unter diesen Umständen hält eure Lebenstätigkeit sehr kurz an.

       Die Notwendigkeit von Reinkarnationen

103. Für die Reifung der geistigen Welt und des Bewusstseins aber, sind um viele Male längere Lebensperioden erforderlich, damit in einer vorbestimmten Stunde die nach dem Willen des Grossen Gottes offenbarten Entwicklungsgesetze würdig aufgenommen werden können.

104. Und wenn mit dem Tod des Körpers die Seele sterben würde, so brauchte man gar nicht von einer Seelenentwicklung zu reden, und eure Verkörperung in einen Naturkörper hätte keinen Sinn.

105. Der Himmlische Vater wusste von dieser Notwendigkeit, und deshalb wurden die für euch lebensnotwendigen Geheimnisse des Systems der Reinkarnationen vorgesehen,

106. Nach dem ihr euch immer wieder, wenn die Lebensnotwendigkeit besteht, in einen ausschließlich für euch notwendigen Körper inkarniert.

107. Nur dass nicht ihr diesen Körper auswählt, sondern er wird für euch ausgewählt unter Berücksichtigung dessen, wozu ihr herangereift seid und was euch fehlt.

       Ihr dürft euch nicht an eure Dummheiten aus vergangenen Leben erinnern

108. Dabei werden für euch günstige Bedingungen geschaffen, wobei das Bewusstsein des neuen Körpers sich nicht an die große Menge eurer Dummheiten aus dem vorhergehenden Leben erinnern darf.

109. Obwohl die Erfahrung der Seele, die langsam an Stärke zunimmt, mit jedem Mal fähiger wird, auf die Suche des jungen Organismus nach dem, was seine Seele braucht und ihr gut tut, immer mehr Einfluss zu nehmen,

110. Dieser beginnt mit neuen Kinderaugen auf die Welt zu schauen und dadurch gelingt es der Seele, von Zeit zu Zeit immer mehr günstige Eindrücke anzuhäufen, die sich auf die Seelenformung auswirken.

       Der Mensch muss die vollständige Freiheit der Wahl haben

111. Zugleich gibt es noch andere Umstände, wenn angehäufte negative Erfahrung das Kind von Anfang an vornehmlich zu Handlungen geneigt macht, die immer mehr seine innere Welt belasten.

112. Doch man darf nicht mit Gewalt von außen daran etwas ändern, denn der Mensch muss die vollständige Freiheit der Wahl haben.

113. Dieses ist nicht nur ein Gesetz für den beweglichen Verstand des Weltalls, sondern ebenso ein obligatorisches Gesetz bei der Entwicklung der Seele.

       Für euch werden die günstigsten Bedingungen ausgewählt

114. Das meiste, was für euch bei einer neuen Verkörperung zu tun möglich ist, ist es, die günstigsten Bedingungen aus der Sicht der Wahrheit für das Erkennen dessen, was fehlt, auszuwählen. Dabei ist im Voraus berücksichtigt, dass sich die einen oder anderen bevorstehenden Prüfungen wahrscheinlich abwechseln.

115. Nach einigen Gesetzmäßigkeiten sind diese wahrscheinlich günstigeren Bedingungen vorher zu erkennen aufgrund von Eigenschaften des erneut geborenen materiellen Körpers unter den einen oder anderen bekannten Bedingungen.

       Schöpferische Erfahrung und geistige Kraft überwinden den Egoismus

116. Das Gesetz der Wiedergeburt erlaubt es, schöpferische Erfahrung und geistige Kraft in euren Seelen anzuhäufen, obwohl die schöpferische Erfahrung immer wesentlich schneller angehäuft wird.

117. In der Geschichte eurer gesellschaftlichen Existenz gelingt es dank diesem Gesetz, günstige Bedingungen zu schaffen, wenn einige von euch fähig wurden, die anormalen Begrenzungen, die die Gesellschaft unsichtbar festgesetzt hat, zu überwinden.

118. Und dann erlaubte der Verstand es der Wissenschaft und den Künsten, zu erblühen, begierig bestrebt, eine Realität zu erkennen, die bei weitem nicht mit der möglichen Befriedigung egoistischer Bedürfnisse verbunden ist.

119. Manche von euch aber machten auf geistigem Gebiet wichtige Anstrengungen, die die Abhängigkeit von den Instinkten und von anderen egoistischen Absichten wesentlich lockerten.

       Auf das Gesetz der Reinkarnation folgt das Gesetz der Ewigkeit

120. Bis zur notwendigen Reife reinkarniert sich eure Seele in der Regel einige Male, danach endet die Verkörperungsfolge, und die Seele wartet auf die Stunde, nach der alle ebenso Wartenden bereits endgültig in den Körper zurückgeführt werden.

121. Danach fällt das Gesetz der Reinkarnation als unnötig weg, und ihr beginnt in vollem Maße die Lebenstätigkeit nach den Gesetzen der Ewigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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