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Die Letzte Hoffnung, Kapitel 3:                                                                            Russisch-Deutsch 
Der Mensch und der Himmlische Vater

In der Taiga
In der herbstlichen Taiga    

Inhalt: Der materielle Körper empfängt den göttlichen Funken ~ Der Verstand und die Gesetze der Harmonie ~ Der Verstand als Hauptgehilfe bei der Entwicklung der Seele ~ Sich vom Einfluss der Instinkte lösen ~ Eine reiche Gefühlswelt tritt in Erscheinung ~ Die Gefühlswelt beeinflusst die Wahrnehmung der Realität ~ Naturinstinktive und geistige Erscheinungsformen der Gefühle ~ Das Auftreten der Vorstellungskraft ~ Glaube, Vertrauen und Zweifel ~ Antrieb und Anker ~ Paradoxe Verhaltensweisen ~ Glaube schenkt Kraft ~ Der Glaube an den Himmlischen Vater ~ Mit dem Himmlischen Vater kann man nicht in Verbindung treten ~ Kontakt zu Gott ist nur mit der Seele möglich

       Der materielle Körper empfängt den göttlichen Funken

1. So fand denn einst ein epochales Ereignis in der Schöpfung statt: in reicher Zahl habt ihr euch in kleine und liebliche Kindlein verkörpert, die nach den ihnen eigenen Gesetzen der Materie geboren wurden.

2. Der materielle Körper, von dem ihr damit Besitz ergriffen habt, war einem leeren Gefäß gleich, das berufen war, der Träger und Bewahrer des beweglichen Verstandes zu sein, der dieses Gefäß krönte.

3. Als aber von der Hand eures Vaters eine Handvoll kleiner Funken auf die Erde geworfen wurden, da habt ihr diese Gefäße gefüllt, und der materielle Körper wurde nicht nur zum Träger und Bewahrer für den Verstand, sondern auch für den Göttlichen Funken, und der ist euer Wesen.

       Der Verstand und die Gesetze der Harmonie

4. Die Eigenschaften, die dem beweglichen Verstand selbst eigen sind, erlauben es ihm, sich für die eigene Vervollkommnung und die Bereicherung des Verstandes des Alls zu entwickeln, indem er sich regelmäßig und typisch durch den Körper und die ihm eigenen energetischen Besonderheiten in die Vorkommnisse der Realität einmischt, und zwar so, wie er es in Übereinstimmung mit den bereits erkannten Gesetzen der Harmonie für notwendig hält.

5. Der Verstand befindet sich vor allem unter dem direkten Einfluss der Gesetze der Harmonie, die er Schritt für Schritt erfasst,

6. Was auch den ganzen Organismus innerhalb dieser Gesetze erhält.

7. Nachdem euer Verstand unter den direkten Einfluss eurer inneren Welt gekommen war, hat sich seine Tätigkeit wesentlich verändert, und nun kann sich bereits euer ganzer Organismus nur dann in den Gesetzen der Harmonie erhalten, wenn ihr ohne Abstriche den Gesetzen des Großen Gottes, eures Vaters, folgt.

8. Diese Gesetze aber unterscheiden sich grundlegend von den Gesetzen der Entwicklung des Verstandes.

       Der Verstand als Hauptgehilfe bei der Entwicklung der Seele

9. Deshalb ist eure Lebenstätigkeit nicht dazu da, sich vom Verstand in dem ursprünglich vom Universum bestimmten Sinne leiten zu lassen, sondern von einem Verstand, der Hauptgehilfe bei der Entwicklung eurer Seele wird, die das Weltall mit den Gaben Gottes bereichert.

10. Denn eure Bestimmung besteht darin, in dem Sichtbaren das Unsichtbare, doch unermesslich Duftende, sichtbar zu machen.

11. Deshalb seid ihr, indem ihr euch verkörpert, berufen, mit eurem Wesen auf die Verstandestätigkeit Einfluss zu nehmen und die Möglichkeiten der Realisierung eurer Eigenschaften in eine andere Bahn zu lenken.

12. Erst nach einer solchen charakteristischen Veränderung der Verstandestätigkeit, die gerade im Fall des Menschen ewig anhält, muss der Verstand mit der Zeit unbedingt eine für eure Seele günstige Umbewertung seiner Möglichkeiten vollziehen und endgültig zu einem Wirken in der Eigenschaft eines unersetzlichen Gehilfen in der wahren Entwicklung der Kinder Gottes übergehen.

13. Doch dem Verstand steht bevor, die charakteristischen Besonderheiten eines fremdartigen Gesetzes in der rechten Weise zu erfassen, wobei unter der Information über den Entwicklungsweg des Verstandes, die in die Teilchen hineingelegt ist, aus welchen er besteht, jede Information über die Gesetze der Seelenentwicklung fehlt.

       Sich vom Einfluss der Instinkte lösen

14. Bei Vertretern der Tierwelt hängt das bewusste Verständnis der sichtbaren Realität von dem starken Einfluss des Verhältnisses des Tieres zur Realität ab.

15. Wobei sich dieses Verhältnis auf natürlich instinktive emotionale Erscheinungen, die von der Harmonie kontrolliert werden, begründet.

16. Bei Vertretern des beweglichen Verstandes besitzt der materielle Körper ebenfalls ursprünglich den Ruf des Instinktes und die damit verbundene Erscheinungsform emotionaler Besonderheiten; aber da sie Möglichkeiten ihrer vernünftigsten Befriedigung haben und nicht geringe andere Möglichkeiten benutzen, reduzieren sich bei diesen Vertretern die natürlich-instinktiven Gefühlsbesonderheiten bis auf äußerst unbedeutende Erscheinungen;

17. Dies erlaubte ihnen, davon wegzukommen, die umgebende Realität einzig und allein als wahrscheinliche Möglichkeit wahrzunehmen, den Körper zu sättigen, sich an einem ungefährlichen Ort zu verstecken und sich rechtzeitig mit dem entgegengesetzten Geschlecht zu vereinen.

18. Dadurch dass sie sich vom bedeutenden Einfluss der Instinkte und emotionalen Anhänglichkeiten lösten, begann der Verstand immer häufiger die umgebende Realität ohne Verzerrungen durch irgendein Verhältnis zu ihr wahrzunehmen und zu analysieren.

19. Das ist die günstigste Bedingung für die vollwertige Arbeit des beweglichen Verstandes, wie es ursprünglich in der Harmonie der materiellen Welt vorgesehen war.

20. In der Zeit eurer ersten Inkarnationen habt ihr von materiellen Körpern Besitz ergriffen, die im Anfangsstadium der Verstandesentwicklung waren,

21. Als der Instinkt eine wichtige Rolle spielte.

       Eine reiche Gefühlswelt tritt in Erscheinung

22. Als ihr aber die materiellen Gefäße mit eurem Wesen gefüllt hattet und zu Menschen geworden wart, habt ihr stark ausgeprägte Gefühlsbesonderheiten mit einer großen Menge aller möglichen neuen Schattierungen, für die Harmonie unerwartet und mit nichts vergleichbar, in Erscheinung gebracht.

23. Wonach ihr die Stimme des Instinkts viel stärker empfunden habt, als euer Organismus ihn vor eurer Inkarnation verspürte.

24. Und neben den natürlich instinktmäßigen Gefühlserscheinungen, die ein gewisses bekanntes Verhältnis zur Umwelt aufbauten, erschien in euch ein besonderes, mit nichts in der materiellen Welt vergleichbares, einzigartiges wunderbares Verhältnis zur umgebenden sichtbaren und unsichtbaren Welt.

       Die Gefühlswelt beeinflusst die Wahrnehmung der Realität

25. Dieser ganze Reichtum an emotionalen Erscheinungen beeinflusste die Verstandesentwicklung, indem er den gewöhnlichen Weg wesentlich verzerrte.

26. Der menschliche Verstand verlor für immer die Möglichkeit, die Realität wahrzunehmen, ohne dass diese vorher auf bestimmte ganz besondere Weise durch die Gefühlswelt gebrochen wird.

27. Alles Existierende, was der Mensch wahrzunehmen fähig ist, wird immer zuerst durch seine Gefühlswelt gebrochen und dabei mit allen möglichen Farb- und Schattierungskombinationen gefärbt und erst danach vom Verstand unter dem Einfluss dieser Farben erfasst.

28. Deshalb hängt euer Wohlbefinden vollkommen von der bestehenden Fähigkeit der Gefühlswelt ab, eine bestimmte Skala von Farben und Schattierungen zu schaffen,

29. Wobei die Schlussfolgerungen eures Verstandes um so primitiver und falscher werden, je dunkler die Farben der Gefühlswelt sind,

30. Unabhängig davon, welche Anstrengungen zur Entwicklung der Fähigkeiten des Verstandes unternommen wurden.

31. Dieses Gesetz müsst ihr für immer kennen.

       Naturinstinktive und geistige Erscheinungsformen der Gefühle

32. Und ihr sollt wissen, dass eure Qualität nie wegen eurer Verstandesfähigkeiten geschätzt werden wird, sondern vor allem nach dem, was in euch ist.

33. Doch eure Gefühlswelt, durch die ihr euer Verhältnis zur gesamten Wirklichkeit ausdrückt, besitzt zwei verschiedenartige charakteristische Erscheinungsformen.

34. Das eine sind die natürlich-instinktiven emotionalen Erscheinungsformen, die ihren Ursprung von Mutter Erde haben.

35. Die anderen aber sind die geistigen emotionalen Erscheinungsformen, deren Quelle im Wesen eures Himmlischen Vaters inbegriffen ist.

36. Deshalb sage ich wahrheitsgemäß: Alle Gesetze, die das allgemeine Gesetz der Entwicklung eurer Seele ausmachen, kommen in eurem geistigen Verhältnis zu allem zum Ausdruck, was ihr durch alle eure Gefühlsbesonderheiten und Möglichkeiten des Bewusstseins wahrnehmen und bemerken könnt.

       Das Auftreten der Vorstellungskraft

37. Unter dem Einfluss eurer geistigen Welt zeigen sich in eurem Verstand ungewöhnliche, besondere Eigenschaften,

38. Was mit dem Auftreten von Eigenschaften der Vorstellungskraft verbunden ist, die früher niemand kannte und auf deren Grundlage ihr stark und willkürlich zu phantasieren begonnen habt.

39. In euren Phantasien schafft ihr allzu leicht sonderbare Kombinationen von Bildern und verbindet sie willkürlich miteinander außerhalb jeder Regel der Vernunft und oft im Widerspruch mit den Entwicklungsgesetzen des materiellen Daseins,

40. Dabei drückt ihr reiche Gefühlsaufwallungen im Verhältnis zu den geschaffenen Bildern so aus, als ob das alles in der Realität geschähe.

41. Und wenn auch der Prozess des Erfassens an sich nach den Gesetzen der Verstandesfunktion möglich ist, so stellt das logische Verständnis schließlich doch eine große Schwierigkeit für die Vertreter des außerirdischen Verstandes im Weltall dar.

       Glaube, Vertrauen und Zweifel

42. Ein besonderes Geheimnis, das zu den charakteristischen Erscheinungsformen der Gesetze der Seele gehört, ist der Glaube.

43. Und während für den Verstand die Fähigkeit wichtig ist, Informationen in genaues und ungenaues Wissen einzuteilen, um ein angemessenes Erfassen des Geschehens zu gewährleisten,

44. So kann das Verhältnis der Seele zu etwas oder jemand sich entweder in vollem Vertrauen oder einem gewissen Misstrauen ausdrücken.

45. Dabei gibt es nach den Gesetzen der Entwicklung des Verstandes nur einen Antrieb, welcher die Neugier ist;

46. In den Gesetzen der Entwicklung der Seele aber gibt es nur eine aufhaltende Besonderheit, den Zweifel.

       Antrieb und Anker

47. Ein Antrieb ist gut auf dem Weg der Entwicklung, doch gefährlich, wenn man sich am Rand eines Abgrundes befindet.

48. Zurückhaltung aber ist gut am Rand eines Abgrundes, jedoch ungünstig auf dem Weg des Aufstiegs.

49. Diese beiden Sakramente - den "Antrieb" und den "Anker" - habt ihr unausbleiblich in euch erworben, und da ihr beides nicht angemessen wertschätzen konntet, um sie in der rechten Weise zu benutzen, habt ihr euer Leben in Chaos und Unordnung verwandelt.

       Paradoxe Verhaltensweisen

50. Danach bemüht ihr euch, dort, wo es gefährlich ist und wo man nichts berühren darf - was euch auch wohl bewusst ist - es unbedingt zu berühren.

51. Das aber, was euch sehr wohl als das Richtige und Notwendige bewusst ist, tut ihr nicht und rechtfertigt euch in absurder Weise damit, dass ihr angeblich überhaupt nichts Gutes zu Stande bringen konntet,

52. Ohne zu bemerken, dass ihr euch oft mit etwas herausredet, was im Verhältnis zu dem Größeren, das ihr nicht tut, wesentlich geringer ist.

       Glaube schenkt Kraft

53. Der Glaube ist ein wunderbares Geheimnis,

54. Das euch, wenn ihr an eure Kraft glaubt, fähig macht, Anstrengungen zu unternehmen, die ihr unter anderen Bedingungen nicht erfüllen konntet.

55. Wenn ihr an die Kräfte eures Nächsten glaubt, so erhöht das seine Möglichkeiten, dadurch dass ihr ihm einen Teil eurer Kräfte übertragt.

56. Dabei wird eure Seele offener dem gegenüber, an den ihr glaubt.

       Der Glaube an den Himmlischen Vater

57. Und wenn ihr beginnt, dem Großen Gott zu glauben, eurem Himmlischen Vater, so wird euer Glaube heilig, und das ist die einzige Möglichkeit eurer Seele, die vollwertigste wechselseitige Beziehung zum Vater zu haben.

58. Doch dabei muss das Vertrauen unbedingt vollständig sein.

       Mit dem Himmlischen Vater kann man nicht in Verbindung treten

59. In diesem Fall sollte man wissen, dass ihr durch das Bewusstsein eures Verstandes niemals eine Wechselbeziehung zu eurem Himmlischen Vater habt.

60. Denn das Gesetz des Verstandes ist ein Gesetz der Materie, dies aber ist ein fremdartiges Gesetz im Verhältnis zu den Gesetzen des Großen Gottes.

61. Deshalb sage Ich euch in Wahrheit: Es sind Blinde, die wünschen, dass Gott in ihren Gedanken direkt zu ihnen spricht.

62. Denn der Gedanke ist materiell, der Himmlische Vater aber rührt nicht an diese für Ihn sehr grobe Erscheinungsform.

       Kontakt zu Gott ist nur mit der Seele möglich

63. Deshalb kommt in euren Gebeten nur das mit dem Großen Gott in Kontakt, was von eurer Seele kommt, aber niemals und nimmer das, was sich von euren Lippen löst.

64. Die Worte der Gebete sind notwendig vor allem für euch.

65. Doch die Unkenntnis auch dieses Unterschiedes führte dazu, dass ihr Jahrhunderte lang in sinnlosen Versuchungen umherirrtet.

66. Aber dieses Umherirren wird nicht ewig dauern.

67. Der Herr sieht, und das Notwendige geschieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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