ÖKOPOLIS, eine ökologische und spirituelle Gemeinschaft in der Taiga
Hier ist kein Wohnsitz von Heiligen.
Hier ist ein Wohnsitz von Sündern,
die versuchen, ein Heiligtum zu erbauen.
(Vissarion in: Vadim7-17,52)

Haus des Segens in Petropáwlowka
In der Gemeinschaft besteht Glaubensfreiheit. Alle Mitglieder können der von ihnen bevorzugten Glaubenslehre uneingeschränkt folgen.
Wichtigstes Bestreben der Gemeinschaft ist die geistige Entwicklung, insbesondere zu lernen, niemals anderen gegenüber negative Gefühle oder Gedanken zu haben, sondern allen unermesslich Seelenwärme zu schenken, was auch immer geschehen mag.
"Jahrhundert um Jahrhundert habt ihr das Gebot bewahrt und überliefert, welches aber in dieser ganzen langen Zeit noch niemand erfüllt hat und welches da lautet: 'Liebet eure Feinde; segnet die, die euch verfluchen; tut denen Gutes, die euch hassen; und betet für die, die euch Böses tun und euch verfolgen.' Wo aber ist jene Liebe, die euch Gott zu geben geboten hat?" (Verkündigung, Vers 176, 177)
Das setzt eine titanische Arbeit an sich selbst voraus, wobei eine immense Willensstärke verlangt wird. Es bedarf einer großen Kraft, gewohnte Muster zu durchbrechen - und zwar genau in den kritischen Situationen, in denen man aus alter Gewohnheit gern an den eingefahrenen Mustern festhalten möchte.
Jede Situation des Alltags, die zu Kränkung oder Gereiztheit provoziert, oder sogar Wut und Zorn hervorruft, ist eine wertvolle Prüfung, die, wenn sie als solche gesehen wird, die Möglichkeit bietet, die Kraft der Liebe in uns noch weiter wachsen zu lassen. Diese Prüfungen sollte man also nicht ungenutzt verstreichen lassen.
In Versammlungen werden alle Konflikte und Probleme, ja selbst die kleinsten Missverständnisse, besprochen. Das ist nicht für alle leicht, denn wer möchte gern die eigenen Mängel offenbaren. Und doch ist das Offenlegen sehr wichtig für ein harmonisches Zusammenleben. Denn jeder lernt vom anderen auch durch dessen Fehlverhalten.

Gläubige bei der Liturgie
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