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Vadim berichtet über die Ereignisse des Jahres 1997:   Teil 7, Kapitel 29     

Feier am Altar der Erde
Feier am Altar der Erde

    Die Segnung des Altars der Erde ~ Missverständnisse zwischen Lehrer und Schülern

1. Und weitere Teile des Symbols wurden am 18. Januar 1998 emporgetragen.

2. Als der Lehrer mit Nikolai aus St. Petersburg den möglichen Tag der Weiterführung des Feiertags absprach, an dem das Symbol der Segnung übergeben werden sollte, hörte Er von dem Schüler die Bestätigung: "Zum achtzehnten schaffen wir es."

3. Und bei dieser Versicherung ging Nikolai natürlich von maximalen Anstrengungen seinerseits zur Beendigung der Tätigkeit aus.

4. Doch von dem Wort 'schaffen' hatten der Lehrer und der Schüler verschiedene Vorstellungen. Für Nikolai hieß das, jenes fertig zu stellen, worauf der Lehrer hingewiesen hatte, doch dabei jene Details auszulassen, die Nikolai später selbst zu Ende bringen wollte.

5. Für den Lehrer aber war 'schaffen' - die vollständige Beendigung des Werkes, ein Abschluss, der bereit ist zur Segnung. Und in Gedanken ließ es Vissarion nicht zu, dass man ein unvollständiges Symbol segnen dürfe ...


6. Und der 18. Januar begann erneut mit der Waschung derer, die zum Feiertag gekommen waren.

7. An diesem Tag gab es weniger Geschäftigkeit, die Emotionen und Blicke, auf sich gewandt, waren zurückhaltender.

8. Ein leichter Schnee fiel, das Wetter wurde weicher ... Und die Waschung wurde an diesem Tag durch die Hände dreier Gottesdiener durchgeführt: zusammen mit den Brüdern Wladimir und Alexander füllte Sergej mit geweihtem Nass die Hände der Begierigen, sich zu reinigen zur Entsagung der Sünden und für das ewige Leben ...

9. Und die Kerze entbrannte, und Sergej nahm sie in einem gläsernen Gefäß an seine Brust und schützte sie mit den Händen.

10. Und aus dem Herzen des neuen Jerusalems erklangen neun Glockenschläge gleichzeitig aus den zwei Glocken. Das festliche Glockenspiel antwortete mit einem Zwischenklang.

11. "Heilig ist Gott, Heilig ist der Herr! Halleluja, halleluja", der zarte Frauengesang berührte den verschneiten Wald und die umgebende Welt. Der Gottesdiener Wladimir führte mit einem Beben im Herzen die Liturgie durch.

12. Und die Prozession zum Gipfel ging weiter, die vom Lehrer am 14. Januar angehalten worden war.

13. Bis zum Himmlischen Wohnsitz verweilte die Prozession in äußerer Stille: die Gehenden strebten in ihrem Herzen danach, die Herrlichkeit des Vaters zu preisen.

14. Und erneut der Prozession voran - das geweihte Feuer der Kerze in den Händen von Sergej ...


15. Vor dem Himmlischen Wohnsitz blieb die Prozession stehen. Und die zum Gipfel gingen, brachten der Welt ihre Buße dar und strebten vor dem Antlitz Gottes danach, zum Beginn des Neuen in ihrem Leben die Schwächen und Fehler, die sie in sich entdeckt hatten, nicht zum Gipfel zu tragen.

16. In der Zwischenzeit gingen die Männer, die das Symbol emportragen sollten, zum Haus des Lehrers und knieten in Stille um das Symbol herum, das auf dem alten Stein auf seine Stunde wartete. Und, indem sie sich an den Händen nahmen, priesen sie im Herzen den Vater und umarmten die Erde.

17. Und sie hoben das Symbol auf ihre Arme, das in Gold glänzte: fünf Engelchen im Kinderreigen um den Stern, den sie mit leichter Berührung stützten.

18. Und sie traten auf den Weg, wo sie von den in Buße Verweilenden erwartet wurden, und sie wurden mit den Gehenden zu einer Einheit.

19. Und es erklang ein Psalm aus den Lippen der Schwestern: "Gepriesen sei der Herr, gepriesen, Gnädiger, Herrlicher, Lebendiger und Wahrhaftiger."

20. Der Lehrer stieg in diesem Moment zum Gipfel hinauf, umging dabei aber die Gehenden auf einem Waldpfad ...


21. Das Emportragen des Symbols ging vom Himmlischen Wohnsitz aus weiter - von dort, wo es am 14. Januar angehalten worden war.

22. Und durch die Hände Wladimirs ging das Sakrament weiter, das der Lehrer an Seinem Geburtstag zeitweilig unterbrochen hatte. Wladimir bestreute den Weg vor dem Symbol und den Emporsteigenden wieder mit Rosenblättern. Die scharlachroten Blütenblätter erstarrten auf dem Schnee und gaben der Welt ihr feines Aroma.

23. Die Rosenblätter waren dem Lehrer zu Beginn des Januars als Gabe überreicht worden. Denn eine Frau namens Swetlana hatte sehr gewünscht, die Füße des Lehrers und den Weg, der sich vor Ihm ausbreitete, mit zarten Blütenblättern zu bestreuen.

24. Schon im Sommer hatte sie den Aufruf des Herzens gefühlt, diese Handlung zu tun und für den geliebten Christus die Blätter südlicher Rosen zu sammeln. Denn sie trug in sich nicht nur Liebe zum Lehrer, sondern auch mütterliche Dankbarkeit für die Heilung ihres Sohnes Michail.

25. Der Lehrer hatte schon mehrmals, wenn auch nicht oft, in Seinem Wort über die wunderbaren Sakramente gesprochen, die für den gewöhnlichen Blick unsichtbar sind, die von freudigen Engeln vollbracht werden, wenn sie die wahrlich feierlichen Augenblicke mit duftenden Rosenblättern bestreuen.

26. Und also war der Ruf des Himmels Swetlana übergeben worden, und sie hatte das duftende Geschenk für den Lehrer gesammelt und übergab es zur rechten Zeit, ohne die bevorstehenden Ereignisse zu kennen.

27. Und so wurde heute, nach dem höheren Willen, der Weg der Emporsteigenden mit Rosenblättern bestreut.

28. Der Schneefall hörte auf. Der Tag wurde weich und flaumig von dem leichten Schnee, der die Bäume bedeckte.

29. Bei einem der letzten Psalmen, der die Prozession anhielt, ging jedoch plötzlich die Kerze aus ...

30. Einige kurze Augenblicke der unvorhergesehenen Pause - und der Geistliche Wladimir entzündete ein Streichholz und zündete die Kerze wieder an.

31. "Gepriesen sei die Liebe, die Wahrheit, das Licht, und wunderbarer als diese gibt es keine Namen", dieser Psalm erfüllte den Tag.

32. Die Geistlichen und Vadim, der sich bei den Brüdern befand in dem Bestreben, den Verlauf des Tages aufzuzeichnen, erblickten plötzlich den Lehrer, der aus einem Seitenpfad heraustrat, der zum Häuschen der Zurückgezogenheit führte.

33. Der Lehrer sah kurz in Richtung der Emporsteigenden und ging dann fast unbemerkt den Weg zum Gipfel hinauf.


34. Bereits kurz nach dem Feiertag erfuhr Vadim vom Lehrer, was geschehen war ...

35. Als Christus zum Gipfel gestiegen war, um dort die feierliche Prozession zu empfangen, hatte Er die gleichen Fehler gesehen, Er sah Unfertiges im äußeren Bau des Symbols.

36. Das Gesehene hatte eine starke innere Aufwallung hervorgerufen, die die gute Laune zur Durchführung der Feier hatte verfliegen lassen.

37. Der Lehrer war langsam um das Unvollendete herumgegangen, hatte sich dann wieder nach unten begeben und war dabei in einer großen Verwirrung verweilt. Den Feiertag, so wie Er ihn gesehen hatte, gab es nicht mehr.

38. Da Vissarion sich auf dem Weg zu den Emporsteigenden bewegt hatte, hatte Er die Möglichkeit des Zusammentreffens mit der Prozession betrachtet und gesehen, dass es Ihm im Falle einer Begegnung schwer fallen würde, das Gefühl der Bitterkeit zu unterdrücken, denn Tränen hatten bereits Seine Augen befeuchtet.

39. Und es hatte der Lehrer gehört, wie sich die Emporsteigenden mit Gesang und Glockenklang näherten, und Er war in diesem Augenblick bei der Verzweigung der Pfade stehengeblieben.

40. Und dann hatte Er den Gedanken gefasst, dass es in diesem Fall am besten wäre, zur Seite zu gehen, um die Prozession zu ihrem Ziel durchzulassen, damit die Emporsteigenden den Lehrer nicht auf dem Gipfel vorfänden:

41. "Wenn du bei der Bewegung zum Ziel unachtsam bist gegenüber den Sakramenten, die in deinem Leben vonstatten gehen - so wirst du nichts erreichen, wenn du ans Ziel gelangst."

42. Und der Lehrer war auf den schmalen Pfad abgebogen, der zum Haus der Zurückgezogenheit führte. Bei der großen Espe hatte Er sich hingesetzt und begonnen zu weinen.

43. In diesem Augenblick aber, als die Tränen von Christus die Welt berührt hatten, war die Kerze verloschen, deren geweihte Flamme zum Gipfel getragen wurde ...


44. Als sich die emotionale Spannung teilweise entladen hatte, hatte Vissarion in dem Geschehen das Bild des Gläubigen der heutigen Zeit gesehen, denn oft streben die Gläubigen danach, das von ihren Händen nicht Vollendete mit Segen zu bedecken ...

45. Durch dieses Bild und dadurch, dass Er auf das Geschehen von einem anderen Standpunkt blickte, hatte der Lehrer in sich die Kraft gefunden, einen entgegenkommenden Schritt zu machen, und Er hatte beschlossen, es zuzulassen, dass das feierliche Sakrament durchgeführt wurde. Doch das musste sodann an einem anderen Feiertag sein.

46. Und die Kerze war wieder entbrannt - Wladimir der Geistliche hatte das Streichholz angezündet. Und es war der Psalm zum Lobpreis des Vaters erklungen. Und der Lehrer war auf den nach oben führenden Weg zurückgekehrt und zum Gipfel gegangen ...


47. Und nun erklang bereits der letzte Psalm des Aufstiegs beim Stein mit dem nicht von Hand geprägten "X". Die Prozession betrat die Naturpforte des Tempelgeländes.

48. Vadim ging der Prozession voraus und filmte das Geschehen. Der Lehrer rief ihn zu sich und sagte: "Man darf den äußeren Teil des Symbols nicht aufnehmen: er ist unvollendet und Ich möchte nicht, dass man das Werk des Meisters unvollendet an anderen Enden der Erde sieht.

49. Ich werde nur die Engel und die Glocke segnen. Das ganze Symbol segne Ich demnächst, wenn es vollendet ist."


50. Und die Gehenden kamen auf dem Gipfel an, in dessen Mitte ein Bau aus Zedernholz stand mit vier Kuppeln, verziert mit Pforten in die vier Himmelsrichtungen und der großen Hauptkuppel, die sich über sie erhob.

51. Unter der Hauptkuppel erwartete die Glocke "Slawa Boshija" das Erklingen.

52. Im Zentrum des Baus - eine Marmorsäule, auf der schon bald die Engel mit dem Stern von Bethlehem stehen sollten, der heute das gleiche Recht hat, sich Stern von Krasnodar zu nennen (Krasnodar ist der Geburtsort von Vissarion - Anm. d. Übers.).

53. Die in der feierlichen Prozession auf den Gipfel gestiegen waren, bildeten einen Kreis um den Lehrer und den Bau. Die Männer ließen die Engel vor Christus von ihren Schultern nieder.

54. Und der Chor besang die Herrlichkeit des einzigen Vaters. Und die Kerzen der Kerzenträger wurden an der Hauptkerze angezündet, und weiter entbrannte das Feuer in den Händen derer, die an diesem Tag gekommen waren.

55. Und Christus kniete nieder, und es erklang ein Psalm, der keine Worte hatte. Der Lehrer schloss die Augen und verweilte in Seinem Sakrament.

56. Und es ließen sich alle um Ihn auf die Knie nieder, und ihre Herzen strebten danach, in diesen Augenblicken mit Ihm zusammen zu sein ...


57. Vissarion öffnete die Augen und streichelte, weiter auf Knien, zärtlich die Engel, berührte den Stern und glitt mit den Fingern über das ganze Symbol - vom Stern bis zur Basis, welche ein Kreuz im Kreis darstellte.

58. Christus richtete sich wieder von den Knien auf und rief Nikolai, Walerij und Alexander aus St. Petersburg zu sich, die das Symbol unter dem Gewölbe des Tempelbaus aufstellen sollten.

59. Und sie nahmen das Symbol in die Hände und stellen es sorgsam auf die weiße Marmorsäule innerhalb des wunderbaren Baus.

60. Die Geistlichen Alexander, Wladimir und Sergej traten unter das Gewölbe und berieselten die Engel, die sich über den Stern freuten, mit Rosenblättern. Und sie hörten eine Musik, die sich in diesem Augenblick ausbreitete.


61. Der Lehrer nahm den Strick des Klöppels in die Hand, betrachtete die Glocke mit einem langen Blick und, indem Er die Augen schloss, weihte Er sie ein.

62. Und es erklangen vierzehn Glockenschläge über die großartige Zeit, und jeder Ton erschallte mit einem tiefen Echo über der Erde.

63. Salut erhob sich zum Himmel von vier Seiten des Gipfels.

64. Und lange flog der letzte Klang über die Welt und blieb auch in den Gotteskindern zurück, die an diesem Tag gekommen waren.

65. Christus band sorgfältig die Schnur der Glocke an den äußeren Teilen des Symbols fest und stieg wieder vom Gipfel herunter ...

 

 

 

 

 

 

 

 

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